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Neue Homeoffice-Regelung: Das kommt abgabenrechtlich auf Sie zu!

Der Nationalrat hat das gesamte Homeoffice-Gesetzespaket beschlossen. Lesen Sie hier alle Details, die für Sie wichtig sind.

Frau im Homeoffice
© Adobe Stock

Durch den abgabenrechtlichen Teil ist das Einkommenssteuergesetz in zweifacher Hinsicht betroffen.

  • Einerseits wurden die Regelungen bei den Werbungskosten geändert.
  • Andererseits werden die Ausnahmebestimmungen bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit erweitert.

Die Geltung der Maßnahmen ist vorerst bis 2023 befristet.

Steuererleichterungen

Ab 1.1.2021 kommt es für Arbeitnehmer zu folgenden steuerlichen Erleichterungen beim Homeoffice:

Stellt der Arbeitgeber die digitalen Arbeitsmittel zur Verfügung, ist ausdrücklich klargestellt, dass es sich beim Arbeitnehmer nicht um Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit handelt.

Werden die digitalen Arbeitsmittel vom Arbeitnehmer bereitgestellt und erhält dieser dafür vom Arbeitgeber eine Homeoffice-Pauschale, ist ein Pauschalbetrag bis zu 3 Euro pro Tag, an dem der Arbeitnehmer seine berufliche Tätigkeit ausschließlich im Homeoffice ausübt, nicht steuerpflichtig. Dies gilt für höchstens 100 Tage pro Jahr (daher maximal 300 Euro pro Jahr). Die Homeoffice-Tage sind im Lohnkonto und am Jahreslohnzettel anzugeben.

Stellt der Arbeitgeber die digitalen Arbeitsmittel nicht zur Verfügung, können diese vom Arbeitnehmer als Werbungskosten abgesetzt werden, wobei eine Kürzung um das Homeoffice-Pauschale vorzunehmen ist.

Wird der steuerfreie Höchstbetrag von 3 Euro pro Tag nicht ausgeschöpft oder gewährt der Arbeitgeber gar kein Pauschale, kann der Arbeitnehmer Differenzwerbungskosten geltend machen.

Ergonomisches Mobiliar

Daneben können Arbeitnehmer nun auch Ausgaben für ergonomisches Mobiliar steuerlich geltend machen. Als ergonomisches Mobiliar sind jedenfalls Schreibtisch, Drehstuhl und Beleuchtungskörper anzusehen. Der jährliche Höchstbetrag beträgt 300 Euro und kann nur unter der Voraussetzung geltend gemacht werden, dass der Arbeitnehmer zumindest 26 Tage im Kalenderjahr im Homeoffice war.

Anschaffungen von ergonomischem Mobiliar, die bereits im Jahr 2020 getätigt wurden, können bis zu einem Höchstbetrag von 150 Euro mit der Arbeitnehmerveranlagung für 2020 geltend gemacht werden. Diesfalls vermindert sich allerdings der Höchstbetrag von 300 Euro für das Jahr 2021 auf 150 Euro.

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