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NDU-Studierende kochten mit Abfall

Studierende des NDU-Lehrgangs „Food Design" beschäftigten sich gemeinsam mit Spitzengastronom Josef Floh mit dem Thema „Food Waste" und luden zum „Taste Waste Menü".

© NDU NDU-Food Design Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich mit Spitzengastronom Josef Floh (l.) intensiv mit dem Thema „Food Waste“ auseinander.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrgangs „Food Design", der im Herbst 2017 erstmals an der New Design University (NDU) in Kooperation mit der TMS St. Pölten und dem WIFI NÖ startete, setzen sich dieses Semester stark mit dem Thema Lebensmittelverschwendung (Food Waste) auseinander. 

3-Tages-Workshop

Mit Josef Floh – TMS-Absolvent und Spitzengastronom aus Langenlebarn – entwickelten die angehenden Food Designerinnen und Designer in einem 3-Tages-Workshop im Rahmen der Lehrveranstaltung „Warenkunde & Nachhaltiges Kochen" zahlreiche kreative Speisen und innovative Ideen, die mit weggeschmissenen, abgelaufenen Lebensmitteln oder Ausschusswaren zubereitet wurden.

Respekt vor natürlichen Materialien

„Mehr als ein Drittel der Lebensmittel landen in Österreich auf dem Müll", erklärt Floh, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Workshop in seinem Gasthaus Floh in Langenlebarn Kenntnisse von nachhaltiger Rezeptentwicklung und Küchenwirtschaft vermittelte. „Den Respekt vor natürlichen Materialen weiterzugeben und die Vielfalt eines Lebensmittels aufzuzeigen, ist mir persönlich ein großes Anliegen", so Floh.

Zum Abschluss der Lehrveranstaltungen wurde zum „Taste Waste" Dinner geladen, das unter dem Motto „Eine kulinarische Annäherung an den (vermeintlichen) Abfall" stand und in einem alten, leerstehenden Haus der Familie Floh stattfand. Gestartet wurde mit einem Aperitif aus frisch gepflückten Wiesenkräutern, der mit Chips aus Erdäpfelschalen und Crostini aus frischem Regenwurmhumus gereicht wurde.

Vom Blatt bis zur Wurzel

Bei der Vorspeise „4-erlei von Radieschen und Apfel", die unter dem Motto „Leaf to root" stand, wurde eindrücklich gezeigt, dass von Blatt bis hin zur Wurzel alles verwendet werden kann.

Beim zweiten Gang stand wiederum das Haltbarmachen von Lebensmittel im Vordergrund: Egal ob Gemüse oder Innereien, die Gäste durften nicht nur alles verkosten, sondern bekamen auch viele Inputs zum Thema Konservierung.

Dass abgelaufene Lebensmittel nicht gleich schlecht sein müssen, bewiesen die nächsten Gänge. Schafsmilchtopfen, dessen Haltbarkeitsdatum bereits überschritten war, wurde zu einem leckeren Frischkäseaufstrich verarbeitet, der mit selbstgezogenem Asiasalat und Brotchips aus Ausschussware gereicht wurde. Fleisch vom Kobe-Rind wurde mit einem Semmelkren serviert, dessen Milch ebenfalls schon abgelaufen war. Gereicht wurde dazu Bier mit überschrittenem Ablaufdatum oder selbst gemachter Birnensaft aus Fallobst, der mit einem Halm aus Stroh serviert wurde. Den Abschluss machten z.B. eine Blutcrèmebrulée, die kaum ein Gast vorher richtig erschmecken konnte, Eis aus Kaffeesatz und frittierte Müslibällchen.

Alternativen zur Lebensmittelverschwendung

Die angehenden Food Designer schafften es nicht nur, viele kreative Speisen zu zeigen, die alle hervorragend schmeckten und mit sehr viel Liebe zum Detail präsentiert wurden, sondern die Gäste auch für das Thema Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren und mögliche Alternativen aufzuzeigen.

Mehr Infos

Infos zum Lehrgang finden Sie unter:
www.ndu.ac.at/studium/lehrgaenge/food-design

Der nächste Kurs startet im Oktober 2018.
Anmeldungen sind bis zum September möglich.

© NDU Aperitif aus frisch gepflückten Wiesenkräutern, mit Chips aus Erdäpfelschalen und Crostini aus frischem Regenwurmhumus.

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