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Kreativ durch die Krise - Mit Pinsel, Farbe und Optimismus

Um nicht alle seine Arbeiter in Kurzarbeit schicken zu müssen, hat Mathias Mutenthaler kurzerhand beschlossen, das eigene Betriebsgebäude in Laimbach im Bezirk Melk zu renovieren.

Renovieren in der Krise: So mussten nicht alle Mitarbeiter von Mutenthaler in Kurzarbeit.
© Mathias Mutenthaler Renovieren in der Krise: So mussten nicht alle Mitarbeiter von Mutenthaler in Kurzarbeit.

1.000 Quadratmeter Gerüst umspannen das Firmengebäude von Mutenthaler Putze, Farben, Böden und Stoffe in Laimbach. Auf der Konstruktion stehen, mit einigen Metern Abstand zwischen sich, junge Männer, ausgerüstet mit Farbe und Pinsel und verpassen der Fassade einen neuen Anstrich. „Vom Corona-Virus lassen wir uns bestimmt nicht unterkriegen“, sagt Juniorchef Mathias Mutenthaler und wischt sich den Schweiß von der Stirn.

„Im Gegenteil: Durch die verordnete Zwangspause kommen wir endlich mal dazu, unser eigenes Betriebsgebäude zu renovieren. Sonst wären wir bis September mit Aufträgen ausgebucht gewesen.“ Wenn die Krise vorbei ist, will der Unternehmer mit seinem 18-köpfigen Team wieder voll durchstarten – und zwar herausgeputzt und mit frischem Anstrich. 1987 mit einem Lehrling im eigenen Wohnhaus gegründet, hat sich Mutenthaler zu einem erfolgreichen Betrieb für Fassaden, Malerarbeiten und Innenraumausstattung entwickelt – tief verwurzelt in der Region.

Niemand steckt den Kopf in den Sand

Die Maßnahmen in der Krise haben den Unternehmer und seine Arbeiter nur zu Beginn in eine Schockstarre versetzt. „Wochenlang daheim herumzusitzen war für uns keine Option. Meine Arbeiter wollen einer geregelten Beschäftigung nachkommen“, erzählt Mutenthaler, während er die Fassade erneut in Angriff nimmt. Und so ist in einem gemeinsamen Nachdenkprozess die Idee gereift, das eigene Gebäude auf Vordermann zu bringen – auch als symbolisches Zeichen für die Kunden. Bei Mutenthaler steckt niemand den Kopf in den Sand.

„Das Farbengeschäft mussten wir schließen und einige Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, aber sieben meiner Maler kann ich mit der Renovierung hier und bei kleinen Ein-Mann-Baustellen in der Umgebung weiterhin voll beschäftigen.“ Und so kann der Unternehmer auch sicherstellen, dass alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten und seine Mitarbeiter nicht gefährdet werden. „Unser Areal hier ist so groß, wir stehen so weit voneinander entfernt, wir bräuchten fast schon ein Megaphone zur Verständigung“, meint Mutenthaler und lacht. 

Existenzängste hat er nicht. „Wir sind breit aufgestellt, liefern top Qualität und kein Kunde hat bislang einen Auftrag abgesagt. Im Gegenteil. Einige Kunden beauftragen uns bereits jetzt für die Sommermonate. Uns wird es auch nach der Krise noch geben“, erzählt er optimistisch und macht sich wieder ans Werk.

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