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Initiative für mehr Gebäudebegrünungen

In Zeiten des Klimawandels setzen die NÖ Bauwirtschaft und die Gartengestalter gemeinsam verstärkt auf Fassaden- und Dachbegrünungen.

Gruppenfoto.
© Josef Bollwein V.l.: Nicole Putz (tritt 2020 bei den Staatsmeisterschaften in Salzburg an), Julian Kreitl (Teilnehmer an den EuroSkills 2020 in Graz), Wolfgang Ecker, David Hertl und Daniel Servit (Staatsmeisterschaften Salzburg 2020).

Wolfgang Ecker, NÖ Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, will verstärkt auf Fassaden- und Dachbegrünungen setzen – und dazu die Kooperation zwischen Gartengestaltern und Bauwirtschaft weiter vertiefen.

„Gebäudebegrünungen steigern die Lebensqualität und schaffen für Unternehmen und Beschäftigte interessante und zukunftsträchtige Geschäftsfelder“, ist Ecker überzeugt. „Daher müssen wir dafür weiter das Bewusstsein schärfen, damit Bauwerksbegrünungen und versickerungsfähige Oberflächengestaltungen, Stichwort Regenwasserrückhalt und Schutz vor Überflutungen, bei Bauprojekten gelebte Selbstverständlichkeit werden.“
Mit der Förderung in der Höhe von 1.500 Euro für begrünte Dächer und Fassaden von privaten Wohnhäusern, sowie der Begrünungs-Initiative für Wohnbaugenossenschaften habe das Land NÖ bereits wertvolle Akzente gesetzt.

Diesen Weg müsse man weitergehen. Überlegenswert sind für Ecker hier etwa Begrünungs-Förderungen auch für Wirtschaftsgebäude bis hin zu Initiativen im Bereich der Bauvorschriften. Außerdem regt er an, dass die von der WKNÖ gemeinsam mit dem Land betriebene „Ökologische Betriebsberatung“, die Unternehmen unter anderem bei der Steigerung ihrer Energieeffizienz und damit bei der Senkung ihrer Energiekosten unterstützt, gezielte Beratungs-Schwerpunkte zu Gebäudebegrünungen setzt. Die Vorteile der Begrünungen liegen für Ecker auf der Hand: „Sie verschönern und schützen, wärmen im Winter, kühlen im Sommer, speichern Niederschläge, binden Schadstoffe und dämmen den Schall. Sie verbessern die Lebensqualität und tun dem Klima gut – und das gilt nicht nur für Millionenstädte wie Wien, sondern auch für uns in NÖ.“ So senken etwa Begrünungen die mittlere Strahlungstemperatur von Fassaden – die Städte im Sommer noch zusätzlich aufheizt – um 15 bis 30 Grad Celsius. 

Der Vorsitzende der Gartengestalter in der WKNÖ, David Hertl, sieht neben den Fassaden vor allem auf den Dächern noch enorme Potenziale. „In den meisten Städten gibt es zahlreiche Dachflächen, die sich für ein Gründach eignen, aber noch brachliegen. Auch viele modern errichtete Einfamilienhäuser besitzen ein flaches Dach.“

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