th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

EU gefordert: Mafiöse Strukturen schaden NÖ Wirtschaft

Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl

Porträtfoto
© Gabriele Moser

Es ist immer wieder beeindruckend, wenn man live miterleben kann, wie die Finanzpolizei illegal über die Grenze arbeitende Firmen aushebelt. Die Beamtinnen und Beamten arbeiten ruhig, präzise, höchst professionell und konsequent. Sie tun ihr Möglichstes, um Schmutzkonkurrenz auffliegen zu lassen und unsere seriös arbeitende niederösterreichische Wirtschaft zu schützen.
Was ihnen fehlt, das sollte ihnen dringend die Politik geben: Erstens mehr Kräfte, denn rund um illegal über die Grenze arbeitende Firmen haben sich geradezu mafiös anmutende Systeme zu bilden begonnen. Und zweitens bessere gesetzliche Regelungen, die der Finanzpolizei verstärkten Zugriff auf diese illegalen Systeme und Strukturen ermöglicht.

Ein Paradebeispiel für scheinbare Kontrollmechanismen, die in Wahrheit gar nichts bewirken ist für mich das sogenannte Formular A1, das bestätigen soll, dass entsendete Arbeitskräfte im Herkunftsland ihrer Firma ordentlich sozialversichert sind. Tatsächlich fehlen diesem Formular aber sämtliche konkrete Angaben, etwa ob die Höhe der geleisteten Beiträge den Vorgaben entspricht. Es gibt keinen Behördenaustausch zu den Sozialversicherungsangaben. Und von Fälschungssicherheit ist das Formular auch weit entfernt.

Die Konsequenz ist klar: Der Kampf gegen Sozialdumping und Co. braucht europäische Lösungen und muss für die neue EU-Kommission höchste Priorität haben. Denn die Kommissi­on kann nicht einfach zuschauen, wenn mitten in Europa die seriöse Wirtschaft, aber auch Konsumentinnen und Konsumenten durch kriminelle Strukturen – und zu zahnlose Instrumente dagegen – geschädigt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Nicht alles, was gut klingt, ist gut

Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl mehr