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10. NÖ Logistiktag: "Einfach Neu Denken"

Der "Jubiläums-Logistiktag" stand ganz im Zeichen zukunftsorientierter Konzepte. Dementsprechend bunt auch die Mischung aus geladenen Experten und versierten Praktikern beim zehnten NÖ Logistiktag.

Sujetbild
© Adobe Stock

Der Logistik Tag im VIP und General Aviation Terminal am Flughafen Wien stand unter dem Motto „Einfach Neu Denken“. WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser betonte in seiner Begrüßung die praktische Umsetzbarkeit der theoretischen Inputs in den betrieblichen Alltag, denn „oft ist Logistik der entscheidende Wettbewerbsvorteil“ und verwies in diesem Zusammenhang auch auf das Logistik-Konzept „2030+“. Im Rahmen dessen wollen die beiden Bundesländer NÖ und Wien die kommenden logistischen Herausforderungen beider Regionen gemeinsam lösen. Die Schlagworte dazu sind:

  • Reduktion von CO2
  • Behebung von Nutzungskonflikten, die zu Stau führen
  • Verkehrsreduktion bei gleicher Beförderungsleistung
  • konsensfähige Logistik- und Verkehrskonzepte
  • Entwicklung diesbezüglicher Pilotprojekte

Rolle und Aufgaben der Digitalisierung

Roman Stiftner, Präsident der Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL), sieht das Thema Digitalisierung in seinem Statement zwar optimistisch, aber auch komplex: „Sich mit Umweltschutz und Effizienz zu verschränken, ist eine der Hauptaufgaben der Digitalisierung. Wir als Logistiker sind aufgefordert, nachhaltig zu denken und zu agieren. Denn bei aller Zuversicht wird es nicht gelingen in Algorithmen auch Empathie, Solidarität oder 
Gefühle hineinzupacken.“

Dekarbonisierung und Klimaneutralität

Der Umweltgedanke wurde von vielen Vortragenden aufgegriffen. So stellte Michael Steiger (Brau Union Österreich) seine „klimaverträgliche Standortpolitik“ vor: „Wir haben das Ziel, bis 2030 erneuerbar zu agieren. In der Praxis heißt das, dass wir die Dekarbonisierung durch den Einsatz von Fernwärme vorantreiben, genau so wie durch Biogas-, Klärgas- und Solaranlagen. Die Abwärme von den Kühlanlagen wird bei uns – wo es möglich ist – sogar zur Beheizung benachbarter Wohnhäuser verwendet. Unser ehrgeiziges Ziel ist es, schon nächstes Jahr einen wasserstoffbetriebenen Lkw auf der Straße zu haben.“

Susanne Supper (Forschungsinitiative Green Energy Lab) sieht eine große Herausforderung darin, „den Ausgleich zu schaffen zwischen fixen Anforderungszeiten, in denen viel Energie benötigt wird und den naturgemäß  beschränkten Produktionszeiten von erneuerbarer Energie, etwa durch Wind- oder Solartechnik“.

Aktuell im Fokus: Logistik & Immobilien

Unternehmen, die im Bereich „Logistik und Immobilien“ handeln, haben in den letzten Jahren einen starken Wandel erlebt. Franz Kastner (CBRE – Coldwell Banker Richard Ellis) skizziert die Erfahrungen der letzten Jahre: „Für Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor  wird der Faktor Zeit immer wichtiger. Entwickler müssen bereits spekulativ bauen, um Bedürnisse rechtzeitig abdecken zu können, denn die Kunden haben oft nur vier Monate
Zeit für die Entscheidung, wo welches Logistik-Gebäude stehen sollte – und das muss sich dann erst einmal matchen.“

Eine weitere Herausforderung ist für Carmen Dilch (Go Asset Development) die Automatisierung vieler Bereiche: „Das bedeutet einen höheren Stromverbrauch mit enormen Spitzen, der schon bei der Planung berücksichtigt werden muss – genau so wie eine adäquate Internetanbietung oder ausreichende Speicherkapazitäten für E-Mobilität. Planung ist auch für Michael Manitz (Universität Duisburg-Essen) der „zentrale Anspruch, denn Logistik muss in jedem Planungsschritt berücksichtigt werden“. 

V.l.: Ulrike Ritzinger (Austrian Institute Technology), Roman Divoky (Frankstahl Rohr-Stahlhandel), Moderator Nikolaus Hartig und Günter Gruber (Semperit).
© Andreas Steffl V.l.: Ulrike Ritzinger (Austrian Institute Technology), Roman Divoky (Frankstahl Rohr-Stahlhandel), Moderator Nikolaus Hartig und Günter Gruber (Semperit).
V.l.: Maria Traunmüller (moodley industrial design), Horst Gamperl (GAHO-Consult Wirtschaftsmediation) und Wolfgang Kubesch (BVL Österreich).
© Andreas Steffl V.l.: Maria Traunmüller (moodley industrial design), Horst Gamperl (GAHO-Consult Wirtschaftsmediation) und Wolfgang Kubesch (BVL Österreich).


Raum für Networking.
© BVL Österreich Raum für Networking.
Full House beim zehnjährigen Jubilläum des NÖ Logistiktages.
© BVL Österreich Full House beim zehnjährigen Jubilläum des NÖ Logistiktages.

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