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Wirtschaftliche Lösungskompetenz verlangt mehr

Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl

Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl
© Gabriele Moser Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl

Wer heute diverse politische Debatten verfolgt, könnte den Eindruck bekommen, es müsste nur die Pflichtmitgliedschaft in Kammern abgeschafft werden und alles ist wieder gut.
Kammer-Bashing ersetzt die ernsthafte Auseinandersetzung mit Themen, die inhaltlich mehr verlangen als simple Abschaffungsrufe: Etwa die Ankurbelung von Investitionen, zum Beispiel mit einer KMU-Zuwachsprämie, deren Mittel nicht nach wenigen Tagen gleich wieder ausgeschöpft sind! Eine Schulreform, die sicherstellt, dass Schulabgängerinnen und -abgänger fit und gut vorbereitet für das Berufsleben sind! Weniger sinnlose Bürokratie für unsere Unternehmen! Eine Stärkung der Kaufkraft und mehr Lohn-Fairness für Betriebe und Beschäftigte durch einen automatischen Ausgleich der kalten Progression! Die Liste lässt sich noch lange fortsetzen…

Ziemliche Fragen werfen auch Vorschläge auf, den Gewerbezugang praktisch völlig frei zu geben, dafür die verloren gegangene Qualitätssicherung mit einer Haftpflichtversicherung auszugleichen. Haftpflichtversicherungen für, aufgrund der Freigabe, unüberschaubare Geschäftsfelder klingen jedenfalls nicht nach interessanten Modellen für Versicherungen. Oder, umgekehrt gedacht: Die Prämien für solche Versicherungen werden für Unternehmen wohl nicht ganz so billig sein…
Kurz und bündig: Kammer-Bashing als Wirtschaftsprogramm ist eine reichlich dünne Suppe. Wirtschaftspolitische Lösungskompetenz verlangt mehr, deutlich mehr. 

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