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Endlich grünes Licht für den Lobautunnel

Mit dem positiven Bescheid des Bundesverwaltungsgerichts für den Lobautunnel und der Zustimmung des Regionalverbands zur geplanten Waldviertelautobahn sind die Weichen für zwei der wichtigsten Infrastrukturprojekte in Niederösterreich gestellt.

2019 plant die ASFINAG den Baubeginn des Lobautunnels mit 19 Kilometer Länge und einer Investitionssumme von 1,9 Milliarden Euro.
© Fotolia 2019 plant die ASFINAG den Baubeginn des Lobautunnels mit 19 Kilometer Länge und einer Investitionssumme von 1,9 Milliarden Euro.

Die vergangene Woche war für die Zukunft der Infrastruktur in Niederösterreich eine entscheidende. „Der positive Bescheid des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG) für den Bau des Lobautunnels ist nicht nur für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich von zentraler Bedeutung. Es geht hier schlicht um die Weiterentwicklung der gesamten Ostregion Österreichs. Wir haben als Wirtschaftskammer immer darauf gedrängt, dieses Vorhaben umzusetzen, da es sich hier mit Sicherheit um die wichtigsten Infrastrukturprojekte in der Ostregion handelt“, freut sich Christian Moser, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Konkret können mit dem Lobautunnel nun die fehlenden 19 Kilometer des Rings um Wien geschlossen werden. Der Lückenschluss wird nun nicht nur eine Entlastung der innerstädtischen Verkehrsverbindungen – im speziellen der beinahe täglich überlasteten A 23 Südosttangente – zur Folge haben, sondern eben auch die gesamte Volkswirtschaft der Ostregion stärken.

Asfinag spricht von „riesiger Erleichterung“

Auch Asfinag-Geschäftsführer Alexander Walcher findet die Entscheidung des BVwG im APA-Gespräch „großartig” und sprach von einer „riesigen Erleichterung”. Das BVwG schreibt allerdings eine Reihe von Auflagen vor. So muss etwa für alle Fahrbahnen lärmmindernder Waschbeton verwendet werden. Außerdem darf im oberirdisch gelegenen Nordabschnitt – also zwischen Süßenbrunn und Groß-Enzersdorf – nur an Werktagen zwischen 6 und 19 Uhr gearbeitet werden. Baustraßen müssen zudem stets feucht gehalten werden. Außerdem verlangt das Gericht die Bekanntgabe konkreter Maßnahmen, wenn etwa Grenzwerte bezüglich Luftqualität überschritten werden oder das Verkehrsaufkommen höher als prognostiziert ausfallen wird.

Fertigstellung ist für 2025 geplant

Derzeit sind für das gesamte Projekt 1,9 Milliarden Euro budgetiert. Was den Zeitplan anbelangt, geht Walcher von einem Baubeginn Ende 2019 aus. Das betrifft den Nordabschnitt Süßenbrunn bis Groß-Enzersdorf. Dieses Stück soll Ende 2022 oder Anfang 2023 bereits fertig sein. Bis Ende 2025 soll die gesamte Nordostumfahrung abgeschlossen sein. Wann genau der Baustart für den Tunnel selbst ansteht, sei noch offen, hieß es. Denn komplett erledigt sind die Bewilligungsverfahren damit aber noch nicht. Einerseits braucht die Asfinag noch naturschutz- und wasserrechtliche Genehmigungen aus den Ländern NÖ und Wien, andererseits steht Gegnern gegen die jetzige Entscheidung des BVwG noch das Mittel der ordentlichen Revision zu – allerdings nur in einem Punkt. Dabei geht es um die prinzipielle Frage, ob bei der Beurteilung der Lärmentwicklung auch methodisch richtig vorgegangen wurde. Wirtschaftskammer NÖ--Spartenobmann Transport und Verkehr Franz Penner hofft jedenfalls „auf ein Einsehen der neuen Wiener Stadtregierung“ (siehe auch „Mein Standpunkt“).

Waldviertel für genaue Planung

Auch bei der Waldviertelautobahn, die nun als Ost-West-Spange geplant werden soll – die NÖWI berichtete – kommt mit dem „Ja” des Regionalverbands die vom Land NÖ geforderte Zustimmung aus der Region. Wirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Christian Moser: „Die Zustimmung des Regionalverbands ist ein Schritt in die richtige Richtung. Als Wirtschaftskammer  stehen wir hinter dem Projekt, da wir jede Form der besseren Infrastruktur im Waldviertel befürworten, um den Standort weiter aufzuwerten.“

„Eine gute Woche für die künftige Infrastruktur in NÖ“, so WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser.
© Andreas Kraus „Eine gute Woche für die künftige Infrastruktur in NÖ“, so WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser.


Ja zum Lobautunnel!

Der Bescheid des Bundesverwaltungsgerichtes (BVwG) ist ein echter Meilenstein in der Geschichte der (nieder)österreichischen Verkehrswirtschaft: Der Lückenschluss der Wiener Außenring Schnellstraße S1 zwischen Schwechat und Süßenbrunn mit dem Lobautunnel ist aus Sicht der Verkehrswirtschaft längst überfällig! Das Gericht ändert den Bescheid durch zahlreiche neue Auflagen zwar ab, sagt aber prinzipiell ja zum Lobautunnel. Auch die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist durch den Entscheid des BVwG nun positiv abgeschlossen. ach Baufertigstellung wird das Verkehrsaufkommen in und rund um Wien deutlich entlastet werden. Das ist nicht nur gut für die Wienerinnen und Wiener, sondern auch für die Autofahrer und unsere Betriebe. Wird der Beschluss ökologisch wie wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt, ist der Lobautunnel ein längst fälliges Infrastrukturprojekt von höchster Notwendigkeit. Der Lobautunnel könnte ja eigentlich schon längst in Bau sein, aber durch die bisherige Verzögerung hat die Politik im Wiener Rathaus offenbar bewusst eine Umwelt- und Verkehrsbelastung in Kauf genommen. Jetzt kommt es auf ein Einsehen der neuen Wiener Stadtregierung an – die Verkehrswirtschaft kann nur hoffen, dass auch sie die Menschen und die Betriebe entlasten will.

Von Spartenobmann Transport und Verkehr, Franz Penner
© Henk Von Spartenobmann Transport und Verkehr, Franz Penner








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