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Let's Walz: "Austrians have been best - definitely"

Dass man als niederösterreichischer Lehrling auf Auslandspraktikum gleich die berühmte Emily in der Hand halten könnte, das hat Christian Marko wohl nicht erwartet.


Konditorin Jasmin Weichselbaumer von der Konditorei Kirchdorfer im Ulmerfeld (Bezirk Amstetten) „auf der Walz“ in der Chocablock Ltd.
© WKNÖ/Buchar Konditorin Jasmin Weichselbaumer von der Konditorei Kirchdorfer im Ulmerfeld (Bezirk Amstetten) „auf der Walz“ in der Chocablock Ltd.

Wobei Emily ja offiziell „Spirit of Ecstasy“ heißt – und seit 1911 Fahrzeuge der britischen Luxusmarke Rolls Royce als Kühlerfigur ziert. Hergestellt wird sie unter anderem in der DKW Engineering Ltd in Portsmouth, wo der Maschinenbautechniker-Lehrling Marko im Zuge der Let’s Walz-Initiative der WKNÖ vier Wochen lang Auslandserfahrungen sammeln kann.

Christian Marko, Maschinenbautechniker-Lehrling bei der voestalpine Precision Strip GmbH in Böhlerwerk (Bezirk Amstetten) packt bei DKW Engeneering Ltd. mit an.
© WKNÖ/Buchar


Christian Marko, Maschinenbautechniker-Lehrling bei der voestalpine Precision Strip GmbH in Böhlerwerk (Bezirk Amstetten) packt bei DKW Engeneering Ltd. mit an.


Die Erfahrungen seien „durchwegs positiv“, die Verständigung „kein Problem“, gerät er ins Schwärmen – und auch sein Ausbilder hier in England, Karl Iacobucci, ist mit dem 18 Jahre alten Lehrling der voestalpine Precision Strip GmbH in Böhlerwerk höchst zufrieden. „Gutes Zeitmanagement, großer Fleiß, exzellentes Englisch“, fasst Iacobucci, der auch schon Praktikanten aus anderen Ländern betreut hat, die Vorzüge zusammen. „Austrian has been best – definitely.“ Das große Vertrauen, das der niederösterreichische Lehrling bei DKW genießt, zeigt sich auch in seinem Aufgabengebiet. Er wird überwiegend in der Endkontrolle eingesetzt.

Hochzeitstorte für den Chef

Volles Vertrauen, allerdings nicht auf technischem, sondern auf kulinarischem Gebiet, genießt auch die angehende Konditorin Jasmin Weichselbaumer von der Bäckerei Kirchdorfer in Ulmerfeld. „Ich darf eigentlich schon alles selber machen. Es ist richtig cool, dass ich hier so selbstständig arbeiten kann.“ Hier, das ist in Weichselbaumers Fall die Chocablock Ltd, die sich auf feinste Schokoladen spezialisiert hat – mit teils ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen wie etwa „salted caramel“. Man arbeite in England komplett anders, „bei uns wird’s viel fluffiger, hier komplett schwer mit Buttercreme und so“, berichtet sie.
Und auch Weichselbaumer kann mit einem besonderen Vertrauensbeweis aufwarten: Sie durfte für ihren englischen Ausbilder, der gerade geheiratet hat, die Hochzeitstorte backen.

Hervorragender Botschafter seines Landes

Apropos Torte: Die gibt’s ja bekanntlich nicht nur zu Hochzeiten, sondern auch zu Geburtstagen.  Bei Clemens Grünberger, Betriebsanlagentechniker bei der Doka GmbH in Amstetten, ist es der 19., der genau in die Zeit seines Praktikums fällt – und gleich zwölf seiner neuen Kollegen bei der Harwin PLC feiern mit.

Clemens Grünberger, Betriebsanlagentechniker bei der Doka GmbH in Amstetten, arbeitet bei Harwin PLC mit. 

„Die Let‘s Walz-Idee ist ‚excellent‘“
Harwin Forschungschef Roger Fisher
Clemens Grünberger, Betriebsanlagentechniker bei Doka GmbH, arbeitet bei Harwin PLC mit. Das Unternehmen stellt Schaltflächen und Stecker her. Harwin Forschungschef Roger Fisher: „Die Let‘s Walz-Idee ist ‚excellent'.
© WKNÖ/Buchar

Journalisten dürfen bei diesem auf Schaltflächen und Stecker, die etwa in der Flugtechnik oder im Motorsport verwendet werden, spezialisierten Unternehmen nur in die Kantine. Top secret, höchste Geheimhaltung!
Clemens dagegen – „Es ist brilliant. Ich bin begeistert“ – darf quasi im Heiligtum der Firma, in der Forschung und Entwicklung, mitarbeiten. „Er arbeitet hart, genau, gut. Wir lernen von ihm, er von uns. Er ist ein Botschafter seines Landes und macht das hervorragend“, so Harwin-Forschungs-Chef Roger Fisher, der explizit auch die „Let’s Walz“-Idee als „excellent“ gewürdigt wissen will. 

Portsmouth: 200.000 Einwohner, davon 23.000 Uni-Studierende

Portsmouht wurde großteils auf einer Insel am Ärmelkanal errichtetine junge Stadt, in der auch 12 NÖ Lehrlinge rasch Anschluss finden. Dabei sind unsere niederösterreichischen Lehrlinge aber zugleich immer wieder auch als Gruppe unterwegs. Das sei besonders auffällig, andere Gruppen hielten nicht so eng Kontakt, stellt Michelle Burbury von IBD fest. IBD ist auf die Betreuung von Auslandspraktikanten spezialisiert – von den niederösterreichischen Lehrlingen bis zu internationalen Studierenden im Rahmen des Ersamus-Programms. 
Und IBD kümmert sich auch um Gastfamilien – wie etwa Gastmutter Debbie Edwards.

Gastmutter Debbie Edwards. „They are so lovely“, gerät sie über ihre Gäste ins Schwärmen.
© WKNÖ/Buchar
„They are so lovely“, gerät sie über ihre Gäste ins Schwärmen.
Gastmutter Debbie Edwards.


„They are so lovely“, gerät sie über ihre Gäste, die neben Österreich auch schon aus Deutschland, Italien, Tschechien oder Schweden zu ihr gekommen sind, ins Schwärmen. Große Nationalitätenunterschiede stellt sie nicht fest, aber bei den Geschlechtern. „Burschen sind schneller im Badezimmer.“
Michelle Burbury fällt doch ein Spezifikum ein. „Österreicher sind sehr direkt.“ Umgekehrt ist von den blau-gelben Lehrlingen immer wieder zu hören, wie auffallend höflich und freundlich die Engländer sind…

Zwischen Mannerschnitten und Mozartkugeln

Ein Grafik-Büro mitten in Portsmouth, auf dem Schreibtisch von Chef Tim Hurrell Mannerschnitten und Mozartkugeln – da kann eine (Nieder)Österreicherin nicht weit sein. „Arbeite einmal anderswo, hol‘ Dir so das ganze Bild“, spricht sich auch Hurrell klar für Auslandserfahrungen aus.




Mediendesign-Lehrling Rebecca Schuster aus Wiener Neustadt mit Chef Tim Hurrell.

Mediendesign-Lehrling Rebecca Schuster aus Wiener Neustadt mit Chef Tim  Hurrell.
© WKNÖ/Buchar

 
Sein Schützling, Rebecca Schuster, Mediendesign-Lehrling bei der Wiener Neustädter Newtown Web-OG, freut sich vor allem über zusätzliche Erfahrungen im Printbereich. „Ich wollte schon immer wissen, wie es ist, in einer anderen Sprache zu arbeiten“, so Schuster. „Und ich bin bereits selbstbewusster mit dem Reden geworden.“

„Essenskultur ist ganz anders als in Österreich“

Im in seiner heutigen Gestalt auf das Jahr 1884 zurückgehende New Theatre Royal treffen wir Magdalena Mayr. 
Die nahezu ausgelernte Gastronomiefachfrau vom Landgasthof Bärenwirt in Petzenkirchen sorgt hier bei Watkins & Faux als Souschef für das leibliche Wohl, nicht nur der Theatergäste. „Die Essenskultur ist hier schon ganz anders als in Österreich“, berichtet sie. Und sie hat Gusto auf mehr neue Erfahrungen bekommen.

Magdalena Mayr vom Landgasthof Bärenwirt in Petzenkirchen sorgt bei Watkins & Faux als Souschef für das leibliche Wohl.
© WKNÖ/Buchar




Magdalena Mayr vom Landgasthof Bärenwirt in Petzenkirchen sorgt bei Watkins & Faux als Souschef für das leibliche Wohl.


„Ich möchte auf jeden Fall auf Saison gehen.“ Küchenchef James ist von Mayrs Arbeit jedenfalls höchst angetan. „I’m very pleased“, betont er, während er die Küche in der Nachmittagspause bereit für neue Gäste macht. Und welche kulinarische Erfahrung in England hat Auslandsstipendiatin Mayr besonders geschmeckt? „Das ‚English Breakfast‘ taugt mir voll.“

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