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Hervorragende Botschafter

Die Initiative „Let’s Walz“ öffnet NÖ Lehrlingen die Chance, vier Wochen lang kostenlos in verschiedenen Ländern Auslandserfahrungen zu sammeln. Die NÖWI hat fünf davon im Rahmen einer Pressereise mit Journalisten im nordirischen Belfast besucht.  


Grafik mit Landkart von Niederösterreich und Irland mit einem Flieger verbunden.
© Adobe Stock
„Sie sind hervorragende Botschafter für ihr Land.“ Patricia McAree, die vier jungen niederösterreichischen Lehrlingen, allesamt männlich, für die Zeit ihres „Let’s Walz“-Aufenthalts in Belfast Quartier gibt, gerät über ihre Gäste ins Schwärmen. Freundlich seien sie, pünktlich, ordentlich. Und auch ihr Appetit stimme, schmunzelt Patricia. „They are great eaters.“

„Man hat nie ausgelernt im Leben“

Wobei die nordirische Küche – ebenso wie das extrem wechselhafte Wetter – mancherorts ja als einigermaßen gewöhnungsbedürftig gilt. Gar nicht gewöhnungsbedürftig fällt für die „walzenden“ Lehrlinge aus Nieder-österreich dagegen der Einstieg in ihre Gast-Unternehmen aus. Eine kurze Einführung, dann habe er „gleich losgelegt“, berichtet etwa Kfz-Techniker Florian Markowitsch.
Seine erste Aufgabe war ein auf einer Seite ziemlich zerstörter BMW. Während er sonst – auf dem Flughafen Schwechat – vor allem mit Motoren zu tun habe, sei er hier, bei Wrights Accident and Repair, vor allem bei Karosseriearbeiten gefragt. „Man hat nie ausgelernt im Leben“, freut er sich über die neuen Erfahrungen.

Nachhilfe in Sachen Würstel

„Das Praktikum ist super“, sagt auch der 17-jährige Fleischer-Lehrling Mario Mitter von der Fleischerei Winkler-Langgartner, der seinerseits den neuen irischen Kollegen gezeigt hat, wie man auf einfachere Art Würstel abdrehen kann. „Die haben das ur-kompliziert gemacht.“ Warum er sich für „Let’s Walz“ beworben hat? „Ich hab‘ mir gedacht, wenn nicht jetzt, dann nie.“

Von einer „sehr coolen Erfahrung“ berichtet Bankkauffrau Celina-Christina Stich (Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG), die in Belfast bei einer Buchhaltungsagentur angedockt hat.
Die Arbeiten, die man hier extra für sie vorbereitet hat, hat sie in nur zwei Wochen erledigt. Neue Aufgabe inklusive Besuche bei Kunden der Agentur wurden aber rasch gefunden. „Die haben nicht gedacht, dass ich so schnell bin.“

Besseres Englisch, neue Rezepte

Auch Stichs Kollegin Caroline Gally, die bei der niederösterreichischen Tegee Clean & Care Bürokauffrau lernt und die sich nun in Belfast um das Büro einer Hilfseinrichtung für autistische Kinder kümmert, ist das im Vergleich zu Niederösterreich langsamere Arbeitstempo aufgefallen. „Die sind so gechillt hier.“ 

Sie habe für ihr Praktikum unbedingt in ein Land wollen, in dem sie weiter an ihrem Englisch arbeiten könne. Ihr Fazit: „Ich kann’s jetzt besser.“
Diese Erfahrung bestätigt auch Simon Janisch, der statt in seinem gewohnten Großbetrieb Haubis gerade in der winzigen Bread and Banjo Bakery Spinatröllchen formt. Er habe extrem viel gelernt, „Teige und Rezepte mitgekriegt, die ich noch nie gesehen habe.“ Ob er, wenn er könnte, nochmals an „Let’s Walz“ teilnehmen würde? Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: „Sofort!“

„Best Practice“-Modell – Bund gefordert

„Let’s Walz“ wurde 2017 von Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl ins Leben gerufen. 

Niederösterreichische Lehrlinge (Mindestalter 16 Jahre, ab dem 2. Lehrjahr) aus allen Bereichen der Wirtschaft können damit ein kostenloses vierwöchiges Auslandspraktikum absolvieren. „Unser Ziel ist, dass jeder Lehrling einmal in seiner Lehrzeit die Chance hat, Arbeitsweisen und Betriebe im Ausland kennenzulernen und zugleich die Persönlichkeit zu stärken“, so Zwazl. Zugleich drängt die WKNÖ-Chefin auf eine Finanzierung von Auslandspraktika für Lehrlinge durch den Bund.

Im Zuge der ersten beiden Auflagen von „Let’s Walz“ konnten bisher 232 Lehrlinge Auslandserfahrungen sammeln. Seit der zweiten Auflage ist auch der Sozialpartner AK NÖ mit an Bord. Die dritte Tranche startet im Herbst. Die Zwazl-Initiative „Let’s Walz“ wurde auch als „Best Practice“-Modell ins neue Bildungsprogramm der Wirtschaftskammer Österreich aufgenommen.

www.lehre-respekt.at

Lehrling mit Laptop.
© Christian Buchar

Caroline Gally war vor allem auch von den Kolleginnen und Kollegen in Nordirland begeistert. „Die sind so offen hier.“ Als sie gehört hat, dass ihre Bewerbung für „Let’s Walz“ erfolgreich war, sei sie völlig aus dem Häuschen gewesen. „Wow, ich bin genommen worden!“

Mechanikerlehrling vor einem Auto.
© Christian Buchar

Wenn es nach Florian Markowitsch geht, sollte „Let’s Walz“ sogar zwei Monate dauern. Mit nach Hause nimmt er auch den Vorsatz, seiner Mutter mehr bei der Wäsche zu helfen. „Ich hab‘ gelernt, dass das nicht so super ist, wenn man sich allein darum kümmern muss.“


Lehrling am PC.
© Christian Buchar

„Auf jeden Fall! Das bringt total weiter, auch persönlich“, beantwortet Celina-Christina Stich die Frage, ob sie „Let’s Walz“ weiterempfehlen würde. Sie durfte für ihre Firma sogar Briefe
verfassen: „Englisch war kein Problem.“

Fleischhauerlehrling mit Fleischstücken.
© Christian Buchar

Fleischer-Lehrling Mario Mitter  strahlt in Nordirland ebenso Begeisterung für seinen Beruf aus wie in Niederösterreich: „Ich kann etwas Gutes zum Essen machen.“

Bäckerlehrling bei der Arbeit.
© Christian Buchar

Bäcker Simon Janisch überlegt sogar, nach Lehrabschluss und Bundesheer nochmals für vier bis sechs Monate nach Belfast zu gehen und weiter Erfahrungen zu sammeln.

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