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Lehrling, auf den man stolz sein kann

Mit 17 aus Afghanistan geflüchtet, mit 24 eine Auszeichnung bei der Lehrabschlussprüfung.

Im Gespräch mit der NÖWI erklärt der STRABAG-Mitarbeiter Aman Amiri, wieso Maurer sein Traumberuf ist, wie er beim Bewerbungsgespräch auf sich aufmerksam gemacht hat und wieso es wichtig ist, den Bundespräsidenten von Österreich zu kennen.
© WKNÖ Aman Amiri (Mitte) mit Bereichsleiter Franz Aigner und Lehrlingsbeauftragter Martina Hauptmann-Hirnschall.

Es ist wohl eine der abenteuerlichsten Lebensgeschichten, die je ein STRABAG-Lehrling zu erzählen hatte: Aman Amiri, heute 24 Jahre alt, stammt aus Afghanistan. Nach der fünfjährigen Grundschule musste er bereits im Alter von elf Jahren in der Landwirtschaft mitarbeiten. Erste Erfahrungen am Bau machte er mit 13, als er für neun Monate im Iran auf Baustellen tätig war.
Mit 17 kam Amiri als Flüchtling nach Österreich, ein Jahr später erhielt er seine Arbeitserlaubnis. Amiri: „Mein Traum war es, einen handwerklichen Lehrberuf abzuschließen.“ Deshalb lernte er in nur zwei Jahren Deutsch und schloss sogar die Hauptschule ab.

„Er wollte etwas lernen“

Beim Bewerbungsgespräch und später beim Schnuppern bei der STRABAG beeindruckte Amiri durch seinen Arbeitswillen, sein Wissen und sein Geschick. Lehrlingsbeauftragte Martina Hauptmann-Hirnschall: „Alleine daran, wie er die Schaufel in die Hand genommen hat, habe ich gesehen, dass er das Arbeiten gewohnt ist. Es ist auch nicht selbstverständlich, dass die Jugendlichen beim Aufnahmetest wissen, wer der österreichische Bundespräsident oder welcher der höchste Berg in Österreich ist – Aman hat es gewusst! Er wollte etwas lernen, das hat man gemerkt. Das hat mich wirklich beeindruckt!“

Tolle Leistung

Also wurde am 1. August 2012 am Standort Wr. Neustadt der Lehrvertrag als Maurer und Schalungsbauer unterschrieben. „Im Vorjahr hat Aman Amiri die Lehrabschlussprüfung mit Auszeichnung bestanden. Das ist eine tolle Leistung. Auf einen Lehrling wie Aman kann man wirklich stolz sein“, so Franz Aigner, kaufmännischer Bereichsleiter Hochbau für NÖ und Burgenland. Aman Amiri hat auch schon weitere Pläne: „Ich möchte gerne die Polierschule machen.“ Dass einem Lehrling in der STRABAG alle Karrierewege offenstehen, zeigt auch der Ausbildner von Aman Amiri: Florian Glatzl ist fertiger Polier und selbst erst 26 Jahre alt.

Hohes Niveau

Aman Amiri ist allerdings nicht der einzige Lehrling, der mit einer Auszeichnung bei der Lehrabschlussprüfung aufwarten kann, sogar bis zum Weltmeister bei den WorldSkills in Brasilien haben es die STRABAG-Schützlinge bereits geschafft.

Das hohe Niveau der Lehrlinge kommt allerdings nicht von ungefähr: Jedem Lehrling ist ein Ausbildner zugeteilt, der ihn die gesamte Lehrzeit begleitet.
In den Wintermonaten, wenn die meisten Baustellen ruhen, geht es für die Lehrlinge in die Lehrlingsakademie: Von Ende Jänner bis Anfang März trifft sich der STRABAG-Nachwuchs in Linz, um sein Fachwissen zu erweitern. In einer eigens adaptierten Halle können die Lehrlinge das vertiefen, was sie das Jahr über auf der Baustelle bereits kennen gelernt haben. Da werden dann unter professioneller Anleitung von STRABAG-Experten Treppenanlagen errichtet, Mauerwerk verputzt, Schalungen gebaut, Böschungen angelegt und das Asphaltieren geübt. Zusätzliche Theorieeinheiten vermitteln Wissen über Arbeitssicherheit, Materialien oder Werkzeugkunde.

„Bin kein Büro-Mensch“

Franz Aigner: „Wir investieren deshalb so viel in unsere Lehrlinge, weil wir das Ziel haben, uns unsere Fachkräfte selbst auszubilden. Am Ende der Lehrzeit sind sie Spezialisten und gleichzeitig Allrounder, die alles können.“ Und auch mit Spaß bei der Sache sind, so wie Aman Amiri: „Ich bin kein Büro-Mensch, ich freue mich, wenn ich draußen sein kann und jeden Tag etwas Neues dazulerne. Besonders gerne mache ich Stiegenschalungen und freue mich, wenn wir große Baustellen besichtigen dürfen.“

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