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„Egal, wie hoch die Ziele auch sind – man darf dabei nie die Bodenhaftung verlieren“

Die Lehre zum Elektrotechniker, kombiniert mit dem Studium Smart Engineering: Christoph Neuwirth ist der erste Lehrling in NÖ, der sich für das von der WKNÖ initiierte Projekt entschieden hat. Eine anspruchsvolle Ausbildung mit hervorragenden Karrierechancen. 

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© Baumit Lehre und Studium kombiniert eröffnen Neuwirth alle Möglichkeiten.
Hinter einer braun gerahmten Brille schauen zwei freundliche Augen hervor. Der Blick von Christoph Neuwirth richtet sich auf das Verlängerungskabel in seinen Händen. Er dreht es nachdenklich hin und her, betrachtet es und meint dann lachend: „Im Sommer habe ich so ein Teil noch weggeschmissen, weil es einen Schnitt hatte. Heute, ein paar Monate später, baue und repariere ich solche Kabel“. Der 20-Jährige ist der erste Lehrling in NÖ, der sich für das Modell der WKNÖ – „Lehre mit Studium“ – entschieden hat. Im September hat er die Lehre zum Elektrotechniker bei der Baumit GmbH in Wopfing begonnen. Parallel dazu studiert er an der FH St. Pölten Smart Engineering. 

„Das war für mich der perfekte Mittelweg“

Nach Abschluss der AHS  wusste Neuwirth „nicht wirklich, was ich mit mir anfangen soll. Ich wollte arbeiten, aber auch studieren.“ Da sein Bruder bei der Baumit GmbH arbeitet, das Unternehmen einen ausgezeichneten Ruf genießt und Neuwirth schon immer technisch interessiert war, fragte er zum Schnuppern an. „Es hat sofort gepasst. Baumit ist ein familienfreundlicher Betrieb. Und mit Karl Postl kümmert sich ein engagierter Lehrausbilder um die jungen Menschen.“ Die Zusage, mit dem Modell „Lehre und Studium“ starten zu können, kam im November letzten Jahres. Los ging es mit September 2020. Die Zeit dazwischen überbrückte der Rettungssanitäter (Zivildienst) und Logistikmitarbeiter mit dem außerordentlichen Zivildienst (Corona-Pandemie) und als Mitarbeiter im Hofer-Zentrallager. „Ich habe schon einiges ausprobiert und mit dieser Ausbildung endlich das Richtige für mich gefunden“, betont Neuwirth. „Ich kann Geld verdienen und mich akademisch weiterbilden: Somit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe.“

Eine verkürzte Lehrzeit kam für ihn nicht in Frage – trotz Matura. Denn dazu bräuchte es eine eigene Klasse in der Landesberufsschule. „Mit einem Schüler allein kann man aber keine Klasse machen“, sagt Neuwirth und ergänzt: „Aber die normale Lehrzeit passt gut für mich, da mir doch noch einiges an technischem Grundwissen fehlt. Und auch an der FH kann ich so besser in den Stoff hineinfinden.“ Besonders spannend findet er die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis. „Man kann etwa zeitnah miterleben, wie aus einer 3D-Zeichnung ein Werkstück entsteht.“ 
Und wie geht er mit der Situation um, Neuland zu betreten? „Der Gedanke, der Erste in NÖ zu sein, beflügelt mich, erzeugt aber auch einen gewissen Leistungsdruck“, meint er grinsend. Dann fügt er in ernstem Ton hinzu: „Ich will, dass das Projekt fruchtet. Auch wenn 
die Ausbildung kein Zucker­schlecken ist und ein strammes Programm beinhaltet, bin ich sicher, dass es sich auszahlt und dass das etwas Großes werden kann.“ 
Höheres schwebt Neuwirth auch für seine berufliche Laufbahn vor: „Nach den rund dreieinhalb Jahren Ausbildung strebe ich schon die Management-Etagen an. Aber egal, wie hoch die Ziele auch sein mögen, man darf dabei nie die Bodenhaftung verlieren.“

Fakten und Details zur Ausbildung

Erstmalig wird die Ausbildung im Lehrberuf Elektrotechnik (Anlagen- und Betriebstechnik) in Kombination mit dem Bachelorstudiengang Smart Engineering für AHS Maturanten angeboten. Neben dem beruflichen Basiswissen, das in einem NÖ Top-Lehrbetrieb und der LBS Stockerau vermittelt wird, erlernt der Absolvent beim Studium Kenntnisse im Bereich Digitalisierung, Industrie 4.0, Prozessmanagement und vieles mehr.

„Es ist eine herausfordernde Ausbildung, aber auch eine zukunftsträchtige. Lehre, Studium und Berufsschule sind optimal aufeinander abgestimmt. So ist eine gute berufliche Vorbereitung auf Aufgaben des mittleren und höheren Managements in Top-Unternehmen gewährleistet – insbesondere auch im technischen Bereich.“ 
Stefan Gratzl, Leiter der Abteilung Bildung in der WKNÖ


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