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Lehre mit Studium ab Herbst 2021 geplant

Bei der Egger Getränke GmbH & Co OG in Unterradlberg trafen sich die NÖ Sozialpartner zu „Wirtschaft und Arbeit im Dialog“. Beim letzten Zusammentreffen im Mai waren vier Arbeitsgruppen gegründet worden, jetzt wurden die konkreten Maßnahmen vorgestellt.

Die Teilnehmer beim Gipfel Wirtschaft und Arbeit am Tisch
© Andreas Kraus V.l. AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich, LR Martin Eichtinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LR Petra Bohuslav, LR Christiane Teschl-Hofmeister, Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und AKNÖ-Präsident Markus Wieser.

Die erste Arbeitsgruppe unter der Leitung von Sven Hergovich erarbeitete eine neue Qualifizierungsoffensive für Menschen über 25 Jahre. Im Zuge derer würden 3.500 Plätze zur Verfügung gestellt, 31 Millionen Euro würden investiert.
Die zweite Arbeitsgruppe, geleitet von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, widmete sich dem Thema „Lehre“. Ab Herbst 2021 soll eine Lehre mit Studium angeboten werden. Maturanten starten dabei eine Elektrotechniker-Lehre im Lehrberuf Anlagen- und Betriebstechniker und absolvieren gleichzeitig ein FH-Bachelor-Studium „Master of Engineering“.  

Unternehmer als Lehrer an die Berufsschulen

Zwazl forderte beim Gipfel auch die Einführung einer Fachkräftequalifikation auf Stufe 5 des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR). Außerdem sollen künftig auch Unternehmer als Lehrer an Berufsschulen – auch ohne pädagogische Ausbildung – zugelassen werden. Künftig sollen auch Gastvorträge von Unternehmern an Schulen zur Regel werden. Zwazl bedankte sich für das „gute Miteinander“. Heuer habe man „das dritte Jahr hintereinander, in dem sich wieder mehr junge Leute für eine duale Ausbildung entscheiden“. Erfreulich sei auch, dass der Anteil der Mädchen, die sich für eine duale Ausbildung entscheiden, im Steigen sei. 

Moderner Auftritt für die Berufsinformation

Die dritte Arbeitsgruppe hatte die Berufsorientierung zum Thema. Unter der Leitung von AKNÖ-Präsident Markus Wieser wird die Vermarktung von www.berufsinfo-noe.at verbessert. Damit sollen  Unternehmen und Schulen besser vernetzt werden. Die Berufsorientierungsmappe wird es künftig auch digital geben.

Die vierte Arbeitsgruppe, geleitet von IV NÖ-Präsident Thomas Salzer, widmete sich dem Thema Innovation. Hier geht es vor allem um die Förderung von Kindern und Jugendlichen im Bereich Naturwissenschaften, etwa durch das „MINT-Gütesiegel“ für Schulen oder so genannte „MINT-Mittelschulen“.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner blickte auf die im Jänner gestartete Lehrlingsoffensive zurück. Dafür habe man 46 Millionen Euro bereitgestellt, 5.200 Jugendlichen habe man damit bereits helfen können, rund 1.000 haben bereits einen fixen Arbeitsplatz gefunden. Seit Start der Lehrlingsoffensive verzeichne man in NÖ den höchsten Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit.

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