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134 Lehrberufe im Jahr 2018 geprüft

Die Lehre ist wieder in aller Munde und ein Erfolgsmodell. „Wir alle wissen, wie wichtig Fachkräfte für unsere Wirtschaft sind. Und die heute geehrten Prüfer zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich in ganz besonderer Weise für die Ausbildung engagieren“, betonte WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl bei der Prüferehrung in St. Pölten.

Gruppenfoto mit Urkunden.
© Gerald Lechner. WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl zeichnete 148 Lehrabschluss- und Meisterprüfer aus.

WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl zeichnete 148 Lehrabschluss- und Meisterprüfer für ihre besonderen Leistungen bei der Ausbildung von Lehrlingen aus. Die Zahl der Lehrlingsanfänger in Niederösterreichs Unternehmen hat sich weiter verstärkt. 4651 junge Menschen haben 2018 in einem niederösterreichischen Betrieb eine Lehre begonnen, um 260 Lehrlinge oder satte 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Hälfte der NÖ Lehrlinge wird im Gewerbe und Handwerk (2307) ausgebildet, gefolgt vom Handel (769) und der Industrie (695). Die beliebtesten der über 200 Lehrberufe sind nach wie vor der Einzelhandelskaufmann/-frau, gefolgt von der Elektrotechnik und der Metalltechnik. Durch die Vielfalt der Lehrberufe stehen den Lehrlingen aber auch sehr viele neue und innovative Berufe offen wie zum Beispiel GlasfasertechnikerIn. Bei den Lehrabschlussprüfungen erhielten von den 7093 KandidatInnen 14 Prozent eine Auszeichnung, 23 Prozent einen guten Erfolg. 

Prüfer vor den Vorhang

90 PrüferInnen für Meister- und Befähigungsprüfungen sowie Unternehmerprüfungen und 58 PrüferInnen für die Lehrabschlussprüfungen wurden nun für ihre Verdienste geehrt. An 1050 Terminen wurde in der Lehre geprüft, bei den Meistern und Unternehmern gab es 396. „Der kontinuierliche und massive Einsatz der niederösterreichischen Unternehmen und der WKNÖ für die Lehre trägt Früchte“, lobte Zwazl abschließend.

Mehr Informationen dazu: www.lehre-respekt.at


„Mir persönlich ist Fairness sehr wichtig“

Karl Oberklammer ist seit 40 Jahren Unternehmer und nimmt seit 35 Jahren Lehrabschluss- und seit 25 Jahren Befähigungsprüfungen ab.

Porträtfoto.
© Fara Media Bezirksvertrauensperson Karl Oberklammer (Landesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker NÖ) war elf Jahre Lehrlingswart in NÖ und zehn Jahre Landesinnungsmeister-Stellvertreter.
Wie und warum wird man Lehrabschlussprüfer?
Karl Oberklammer: Ich wurde damals – vor 35 Jahren – für diese Tätigkeit empfohlen. Zuerst habe ich bei anderen Prüfungen geschnuppert und danach selbst welche abgenommen. Durch die Tätigkeit als Prüfer gibt es Vorteile, die viele nicht sehen. Man muss sich fachlich mehr mit der Thematik auseinandersetzen, als man es in seiner täglichen Arbeit tun würde. Dadurch kommt man selbst vorwärts und hat beruflich Vorteile.
Wie läuft eine Lehrabschlussprüfung ab?
Meist gibt es drei Prüfungsgruppen, mit je zehn bis zwölf Prüflingen. Zuerst wird der Ablauf besprochen, dann werden die Lehrlinge aufgeteilt, ein Teil geht in die Werkstatt, der andere zur theoretischen Prüfung. 
Was halten Sie von den Leistungen der angehenden Gesellen?
Zwei Drittel der zur Prüfung antretenden Lehrlinge sind sehr gut vorbereitet und wissen, was sie wollen. Es gibt immer einige wenige, die vielleicht den falschen Beruf erwischt haben oder nicht interessiert sind. Doch dieser Anteil ist verschwindend.
Was würden Sie jenen Personen raten, die zur Prüfung antreten?
Sicher ist man vor einer Prüfung nervös, doch in der Ruhe liegt die Kraft. Ich beginne deshalb das Fachgespräch meist mit der Frage, was dem Prüfling am meisten Spaß in seiner Arbeit macht. Wenn man so beginnt, merken die Kandidaten oft nicht, dass sie schon geprüft werden. Die Hemmungen und die Nervosität fallen. Man dringt weiter in die Materie ein, fragt, welche Lösung bei jener Problemstellung zu wählen ist. Ich lege großen Wert auf Fairness. In meiner Funktion als Lehrlingswart habe ich auch die Prüfer vorbereitet. Es gibt manchmal Kollegen, die fachlich sehr gut sind, aber nicht so geeignet, eine Prüfung abzunehmen – da muss man die richtige Auswahl treffen.
Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich als Funktionär in der WKNÖ?
Es hat klein begonnen, bei einem Stammtisch habe ich mit meinem Vorgänger getratscht, neue Bekanntschaften geschlossen. Aus den Bekanntschaften entstanden mit der Zeit Freundschaften. Mit den richtigen Menschen macht das Engagement Spaß.
Warum sind Sie Unternehmer geworden?
Ich habe schon während meiner Lehrzeit gewusst, dass ich mich selbstständig machen möchte. Mein Elektrounternehmen in Ybbsitz habe ich vor 40 Jahre gegründet, 2002 sind wir dann nach Waid­hofen/Ybbs übersiedelt.

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