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Lebenslang statt ausgelernt

Die Weiterbildung hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt – sowohl, was die Themen betrifft, als auch die gesellschaftliche Entwicklung. Digitalität und die Wichtigkeit der Weiterbildung an sich beschäftigen uns heute mehr denn je. 

Von Nina Gamsjäger
Studentinnen vor einem Computer
© Severin Wurnig

Von Schreibmaschinen-Kursen bis hin zu Nachhaltigkeitskursen – das Weiterbildungsangebot am WIFI St. Pölten war von Beginn an umfangreich – und ist das auch heute. Ein Thema, das die Weiterbildung seit Jahrzehnten begleitet, ist die Digitalisierung. 

Schon im WIFI-Kursbuch 1982 fand die Rubrik „EDV“ einen Platz. Die Kurse beinhalteten unter anderem die Themen Stenographie für Anfänger, EDV Grundlagen und Bürokurs Maschinenschreiben. 1992 waren dann auch Kurse zur modernen Textverarbeitung zu finden, wobei als Vorkenntnisse dafür Kenntnisse zum Bildschirmaufbau, zur Fenstertechnik und Mausbedienung gelistet waren – heute kaum vorstellbar. Bereits in den 1990er Jahren hat im WIFI das sogenannte „Fernlernen“ Einzug gehalten. Durch dieses Angebot sollten Weiterbildungen ohne Anfahrtswege für jeden möglich werden. Mit dem damaligen Fernlernen, das aber noch nicht digital war, konnten Kursbesucher erstmals von Zuhause aus an Weiterbildungen teilnehmen. 

Seit den 2000er Jahren wächst das Angebot im WIFI-Kursbuch, das heute insgesamt über 4.000 Kurse umfasst, auch in der Rubrik IT/Medien stark. Neben den digitalen Kurs-Trends der Zeit wie beispielsweise Social Media werden auch immer noch Kurse wie das 10-Finger-Schreibtraining angeboten.

Von analog zum Computer

Infostand im Jahr 2006
© NDU Ein Infostand der New Design University auf einer Weiterbildungsmesse im Jahr 2006.

1972 war das WIFI St. Pölten mit dem neu errichteten Lehr- und Werkstättengebäude fast ausschließlich analog unterwegs.

Der Einzug der Computer und die Digitalisierung haben die Räumlichkeiten dann nachhaltig verändert.

Waren im Jahr 1985 zwölf der ersten PCs im Einsatz, so werden heute in der WIFI-Zentrale in St. Pölten und in den sechs WIFI-Zweigstellen (Amstetten, Gänserndorf, Gmünd, Mistelbach, Mödling und Neunkirchen) etwa  1.600 Systeme genutzt – entweder in IT Lehrsälen in Labors oder auch integriert in Bearbeitungsmaschinen. 


Über die Jahre rückte auch das Thema Nachhaltigkeit vermehrt in den Fokus. Kurse wie Energie- und Gebäudemanagement, E-Mobilität oder betrieblicher Umweltschutz und Ressourcenmanagement sind heute fix im Repertoire des WIFI-Kursbuchs. Eine Reaktion darauf, dass auch „Green Jobs“ immer mehr nachgefragt werden. Die Nachhaltigkeit hält auch im WIFI selbst Einzug: Das Kursbuch wurde mittlerweile auf eine Auflage von 10.000 Stück reduziert, während das Online-Kursbuch immer bedeutender wird.

Am Bedarf der Wirtschaft

Gleichzeitig werden im WIFI auch Weiterbildungen angeboten, die im Rahmen von gesetzlichen Verpflichtungen entstehen. Zum Beispiel die Ausbildung von Sicherheitsfachkräften, Datenschutzbeauftragten oder auch Corona-Schutz-Fachkräften. An dieser Stelle wird das wichtige Zusammenspiel von Wirtschaftskammer NÖ und WIFI NÖ sichtbar. Denn die Wirtschaftskammer weiß, was der Bedarf der Wirtschaft ist und kann das Angebot über das  WIFI daran angepasst zur Verfügung stellen.  „Mit einem Weiterbildungsinstitut im Haus – unserem WIFI – können wir das Bildungsangebot so nah wie möglich am Bedarf der Wirtschaft ausrichten“, betont WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker.

Es geht um lebensbegleitendes Lernen, um am Puls der Zeit zu sein!
WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker

Auch die vom WIFI angebotenen Firmen-Intern-Trainings (FIT) sind am Puls der Wirtschaft. Dabei handelt es sich um maßgeschneiderte Trainings für die Mitarbeiter in einem konkreten Unternehmen. Diese werden individuell nach den Bedürfnissen des Unternehmens gestaltet. So hat beispielsweise die Firma Baumit in diesem Rahmen eine Weiterbildung für die Lehrlinge durchgeführt, die Firma Kika/Leiner eine Fachkräfteschulung. „Als WIFI sind wir verlässlicher Partner und überall dort, wo man berufliche Weiterbildung braucht“, betont WKNÖ-Institutsvorstands-Vorsitzender Christian Moser.

Alter Schulungsraum im WIFI
© Archiv der WKNÖ Overhead-Projektoren und Tafeln waren früher fixer Bestandteil des WIFI-Unterrichts. Heute sind die Lehrsäle digitalisiert.

Kreativität und Innovation

Die New Design University (NDU) St. Pölten wurde 2004 von der Wirtschaftskammer NÖ und ihrem WIFI gegründet. Auch hier standen und stehen die Themen Digitalisierung, Kreativität und Innovation im Fokus. „Sie sind die Treiber der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung“, weiß NDU-Rektor Herbert Grüner, und: „Dazu bedarf es entsprechend qualifizierter Personen, die konzeptionell denken und arbeiten können.“

Das WIFI St. Pölten war in den Anfängen wesentlich kleiner als heute, dafür im gewerblichen Bereich aber noch etwas vielfältiger. Schulungen werden heute auch oft mit Landesberufsschulen oder in Unternehmen abgehalten. Im Gegenzug sind die Räumlichkeiten unter anderem für die Bereiche Metall/Elektrotechnik/Automatisierung/Gesundheit sehr ausgeweitet worden. Auch die Berufsbilder haben sich im Laufe der Zeit verändert. So muss beispielsweise ein Elektriker heute ganz andere Fähigkeiten haben als früher. Gleichzeitig sind gerade im Bereich Gewerbe und Handwerk die traditionellen Berufe wie Schmiede oder Orthopädieschuhmacher nach wie vor gefragt. „Für solche Ausbildungen kommen die Kursteilnehmer aus ganz Österreich ins WIFI St. Pölten“, hält Moser fest.

Auch gesellschaftlich hat sich in den letzten Jahrzehnten einiges verändert. War in den 1970er-Jahren ein möglichst sicherer Arbeitsplatz besonders wichtig, so steht heute die Leidenschaft am Beruf im Vordergrund. Damit einhergehend wurde auch das Thema der Bildungsberatung immer entscheidender. Das WIFI hat darauf mit einer kostenlosen Weiterbildungsberatung reagiert.

TIPP

Bei der Buchung eines Weiterbildungs-Kurses im WIFI NÖ können Sie auch Ihren persönlichen WKNÖ-Bildungsscheck einlösen.
wko.at/noe/bildungsscheck

Lehre als Dauerbrenner

Auch die Lehre hat nach wie vor eine tragende Rolle –  mittlerweile gibt es parallel zur Lehre Zusatzangebote:

  • Lehre mit Matura
  • Lehre nach Matura
  • ROOKIE-Pro Training als Zusatzausbildung zur Lehre

„Als WIFI unterstützen wir die Betriebe bei der Lehrlingsausbildung mit einem vielfältigen Angebot. Eines ist ihnen allen gemeinsam –  der hohe Praxisbezug“, erklärt Moser. Neben den modernen Lehrausbildungen bietet das WIFI NÖ durch Kooperationen mit akademischen Partnern auch akademische Weiterbildungen an, um dem Trend nach immer höheren Abschlüssen ebenfalls gerecht zu werden.

Praxis wurde im WIFI schon immer gelebt. So gab es bereits in den 1980er Jahren den Slogan „Aus der Praxis für die Praxis“. Die rund 1.400 Trainer am WIFI NÖ stehen heute für den hohen Praxisbezug. „Sie kommen direkt aus der Wirtschaft und unterrichten das, was sie auch beruflich tun. Unter den Trainern haben wir auch viele Unternehmer“, streicht Moser hervor.

Mann bei einer Maschine
© Severin Wurnig „Meister meets Master“ war schon bei der Gründung des Zentrums für Technologie und Design in St. Pölten das richtungsweisende Motto.

Weiterbildung heute

Wie sieht die heutige Weiterbildung aus? In erster Linie geht es darum, Einbahnstraßen aufzulösen und die vielen verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen.  Die Wichtigkeit von laufender Weiterbildung ist heute wichtiger denn je. „Es geht um lebensbegleitendes Lernen, um in der beruflichen Welt zu bestehen und am Puls der Zeit zu sein“, betont WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker.

Das zeigt auch eine aktuelle WKNÖ-Mitgliederbefragung. Demnach nutzen 23 Prozent der Befragten das WIFI zumindest immer wieder zur eigenen Fortbildung beziehungsweise zur Fortbildung der Mitarbeiter. In diesem Zuge kann auch der WKNÖ-Bildungsscheck, der jährlich ausgestellt wird, eingelöst werden.
2022 ist das Lernen digital und mobil – bleibt aber dennoch persönlich. Knapp jeder zweite Befragte aus der WKNÖ-Mitgliederbefragung findet eine Mischung aus Präsenz- und E-Learning ideal. Ein Drittel würde hingegen mehrheitlichen Präsenzunterricht im Berufsfeld präferieren. Das bestätigt, dass auch die zahlreichen Präsenz-Kurse im WIFI NÖ großen Anklang finden. Gleichzeitig ist aber auch das Blended-Learning, also die Kombination aus Präsenzlehre mit Online-Lehre, in der Weiterbildung angekommen. 

NDU-Rektor Herbert Grüner hält ebenso fest: „Wir sind zur wissenbasierten Dienstleistungsgesellschaft mit hohem Bewusstsein für nachhaltiges Tun geworden. Die rasante Entwicklung im Innovations- und Kreativitätsbereich hat permanenten Weiterbildungsbedarf zur Folge.“  In der Privatuniversität werden bei der Weiterbildung gleich hohe Kriterien wie in der akademischen Erstausbildung gelegt. „Wir setzen auf forschungsbasierte Lehre auf hohem Niveau“, erklärt Grüner. 

Zukunftsweisend sind auch die Möglichkeiten der Kooperation zwischen Uni und weiteren Partnern wie beispielsweise dem WIFI NÖ. So sind seit 2014 auch die NDU und zahlreiche WIFI-Weiterbildungseinrichtungen gemeinsam im Zentrum für Technologie und Design beheimatet. Getreu dem Motto „Meister meets Master“ werden WIFI-Werk-stätten auch von immer mehr NDU-Studierenden genutzt.

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