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Ein gemeinsamer Schritt in die Zukunft

Tischlermeister Manuel Krammer aus Wienerherberg nutzt die Chancen der Digitalisierung.

Tischlermeister Manuel Krammer
© Foto: Thomas Prilic Tischlermeister Manuel Krammer

Tischlermeister Manuel Krammer mit seinem „Werkzeug“, Planungspanel und VR-Brille (Virtual Reality): „Mit unserer VR-Technik eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, Raum- und Lichtkonzepte zu präsentieren. Der Kunde erlebt das neue Raumgefühl hautnah, er ist quasi mittendrin.“


Das Wesen des Handwerks offenbart sich schon in seinem Namen – „der Hände Werk“, so auch der Titel der aktuellen Ausstellung auf der Schallaburg. Wie das mit der allgegenwärtigen Digitalisierung einhergeht, zeigt Tischlermeister Manuel Krammer aus Wienerherberg.

Der Hobel fährt immer wieder über das Werkstück, bis der Tischler mit einem zufriedenen Wischen über die glatte Oberfläche den nächsten Arbeitsschritt angehen kann – nicht ohne sich vorher die holzstaubigen Hände in seiner Arbeitsschürze abzuwischen. Genau dieses Bild taucht in den meisten Köpfen auf, wenn vom Tischlerhandwerk die Rede ist. In Wahrheit aber haben längst schon Maschinen und digitale Technik in die Werkstätten Einzug gehalten.

Ob damit handwerkliche Fertigkeiten nicht allmählich verschwinden und die persönliche Dienstleistung am Kunden geschmälert wird? Tischlermeister Manuel Krammer aus Wienerherberg (Bezirk Bruck/Leitha) verneint heftig: „Handwerk und Digitalisierung sind kein Widerspruch. Digitalisierung hat gerade im Zusammenhang mit dem Handwerk ihre Berechtigung. Ich sehe es definitiv als Weiterentwicklung, jedoch nicht im Rahmen der Industrialisierung sondern als unterstützendes Werkzeug im Handwerk.“

Fragt man den Tischlermeister, welche Rolle Digitalisierung in seiner Arbeitswelt spielt, kommt die Antwort so bestimmt wie eindeutig: „Die Digitalisierung ist unsere Arbeitswelt! Unsere Spezialisierung liegt in der Zusammenarbeit mit Tischlerbetrieben, die unsere Dienstleistungen zur Umsetzung ihrer Projekte in Anspruch nehmen.“

Breit aufgestelltes Leistungsportfolio

Zu den Leistungen des Jungunternehmers zählen:

  • Präsentationen von Projekten mittels VR-Brille oder Smartphone
  • digitale Laservermessung von Räumen oder als Ersatz für den Schablonenba
  • 3D-Werkplanung & Weiterverarbeitung der errechneten Werte


Da die Digitalisierung offenbar jetzt schon mehr als Einzug gehalten hat in den Leistungskatalog, welche Rolle wird ihr da noch in Zukunft zukommen? „Es wird eine ständige Weiterentwicklung geben, wichtig ist für uns, diese Entwicklung sinnvoll für die Menschen, das Handwerk und die Wirtschaft zu nutzen“, betont Manuel Krammer.

Ein Wohnzimmer des Tischlers Manuel Krammer.
© Screenshot: Manuel Krammer So kann es aussehen, wenn man sich Entwürfe von der künftigen Einrichtung in der virtuellen Realität ansieht.


Werden Traditionen „digital“ gekillt?

Digitalisierung wird gerne als Killer von Traditionen dargestellt – wie sieht das ein Tischler, der bereits auf Messen wie etwa in Tulln mit Planungen mittels VR-Brille für Aufsehen gesorgt hat? „Natürlich sehe ich im Rahmen der Digitalisierung auch die Gefahr, dass das traditionelle Handwerk von Maschinen ersetzt wird. Aber wird eine Maschine auch das Fingerspitzengefühl einer Fachkraft ersetzen können? Im Endeffekt glaube ich das nicht. Der menschliche Faktor wird immer den Ausschlag geben – bei der Planung, bei der Produktion und beim Erfüllen von Kundenwünschen generell.“

Positive Zukunftsschau

Gleichzeitig sieht der junge Tischlermeister aber auch Potenzial für die Entstehung neuer Arbeitsplätze und Berufsbilder. Dieser zukunftsorientierte und positive Denkansatz seiner Firmenphilosophie spiegelt sich auch wider, wenn er sagt: „Besonders stolz sind wir darauf, dass wir mit unserem Know-how jegliche Partner unabhängig von deren Digitalisierungs-Stand unterstützen und somit zusammen einen Schritt in die Zukunft gehen.“

www.tischleroffice.at

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