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Karriere-Step trotz Handicap

Die Kittenberger Erlebnisgärten aus Schiltern zeigen vor, wie die erfolgreiche berufliche Integration eines Jugendlichen mit Behinderung aussehen kann.

(v.l.): Johannes Kubelka, Reinhard Kittenberger und Richard L.
© Gerald Lechner (v.l.): Johannes Kubelka, Reinhard Kittenberger und Richard L.

Vermittelt vom Verein 0>Handicap bekam Richard L. im Herbst 2015 die Möglichkeit, sich in der Gartenpflege im Schaugarten zu beweisen. Durch diese Chance hat sich der 18-Jährige enorm entwickelt und ist jetzt nicht nur fix im Betrieb angestellt, sondern hat auch noch den Führerschein in der Tasche. Johannes Kubelka ist Leiter des Schaugartens bei den Kittenberger Erlebnisgärten und erinnert sich an die Anfänge zurück. 

NÖWI: Herr Kubelka, wie kam es zur Beschäftigung von Richard?
Johannes Kubelka: Der Verein 0>Handicap ist 2015 an uns herangetreten, ob wir nicht einem Jugendlichen mit Handicap einen Arbeitsplatz und somit auch eine Chance für eine berufliche Zukunft bieten möchten. Da wir schon öfters Praktikanten vom Psychosozialen Zentrum in Schiltern bei uns beschäftigt hatten, wollten wir nun auch dies versuchen. Am Anfang war es nicht gerade leicht, das muss ich ehrlich zugeben, aber mit der Zeit hat sich Richard enorm entwickelt. 
Wie erfolgte die Unterstützung durch den Verein?
Eine Betreuerin stand Richard bei der Arbeit zur Seite. Sie half ihm seine Aufgaben zu verstehen und richtig auszuführen und hat mit ihm die Pflanzenkunde gelernt. Die Pädagogin half aber auch uns im Umgang mit Richard. Zusätzlich wird Richard von einem Caritas-Jobcoach im Beruf begleitet. In den ersten anderthalb Jahren war Richard beim Verein gemeldet, seit heuer ist er fix bei uns angestellt.
Was haben Sie durch diese Erfahrung gelernt?
Als Führungskraft ertappt man sich irgendwann dabei, dass die morgendliche Besprechung nur mehr zur Befehlsausgabe dient. Es ging nur mehr darum, dass jeder schnell seine Aufgaben erledigt. Als Richard bei uns begonnen hat, hat sich einiges verändert und wir sind wieder alle rücksichtsvoller im Umgang miteinander geworden. Richard ist für den Betrieb und für seine Kollegen eine menschliche Bereicherung. Es gibt so viele Leute, die arbeiten können – aber nicht wollen. Bei Richard ist das genau umgekehrt. Er hat einen sehr starken Willen und Ehrgeiz und zeigt, was damit möglich ist. Er hat sich bei der Arbeit noch nie verspätet ist immer motiviert. Vor kurzem hat er auch die Führerscheinprüfung mit Hilfe einer Lernbegleitung bestanden.
Herr Kittenberger, wie hat sich Richard Ihrer Meinung nach entwickelt?
Reinhard Kittenberger: Richard hat eine 100-prozentige Steigerung hinter sich. Wenn ich meine Mitarbeiter nach seiner ersten Arbeitswoche gefragt hätte, ob er bleiben soll, wäre er heute wahrscheinlich nicht mehr da. Als ich Ende letzten Jahres seine Kollegen gefragt habe, ob wir Richard einstellen sollen, gab es keinen einzigen, der dagegengestimmt hat. Richard ist zu allen freundlich und mit Freude und Spaß bei der Arbeit. 
Richard, wie gefällt Ihnen Ihre Arbeit und welche beruflichen Ziele haben Sie?
Richard L.: Es ist schön draußen zu arbeiten, auch wenn es manchmal anstrengend ist. Die Gartenarbeit ist das, was ich beruflich schon immer machen wollte. In den nächsten Jahren möchte ich mein Wissen in der Pflanzenkunde weiter vertiefen. Möglicherweise hole ich später einmal die Lehre und Lehrabschlussprüfung nach.
Herr Kubelka, was würden Sie anderen Unternehmern empfehlen, die die Integration eines Menschen mit Handicap im Betrieb überlegen?
Ich kann jedem nur empfehlen, sich vom Verein 0>Hanicap einmal beraten zu lassen und einem Bewerber die Möglichkeit geben, bei Ihnen zu schnuppern. Wagen Sie den Schritt und machen Sie sich selbst ein Bild davon!

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