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Ein gutes Gespräch kann durch nichts ersetzt werden

Andreas Kirnberger ist seit 16. Jänner neuer Obmann der WKNÖ-Außenstelle Purkersdorf. Im gemeinsamen Interview mit Präsidentin Sonja Zwazl schildert er seine ersten Erfahrungen und Eindrücke.

Die beiden im Gespräch.
© Lichtpunkt Fotografie Andreas Kirnberger, neuer Obmann der WK-Außenstelle Purkersdorf, und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl im Gespräch.

Das bisherige Feedback?

Kirnberger: War viel positiver als ich es mir gedacht habe, nicht nur bei den Mitgliedern, sondern auch bei den Bürgermeistern des Teilbezirks. Ich kenne ja viele aus meinen bisherigen politischen Funktionen, aber in der Wirtschaftskammer ist die Arbeit doch anders gelagert, eben nicht politisch geprägt. Mit den benachbarten Bezirks- und Außenstellen pflege ich einen intensiven Erfahrungsaustausch. Ich habe auch schon einige Betriebsbesuche absolviert. 

Zwazl (lacht): Er war sehr fleißig. Bei den Betrieben erfährt man, was sie wirklich beschäftigt und was sie brauchen. Dementsprechend lässt sich das Service darauf abstellen. Vieles kann für unsere Betriebe rascher und einfacher und vor Ort erledigt werden.


Sie folgen Wolfgang Ecker, nunmehr Spartenobmann des NÖ Gewerbes und Handwerks, als Außenstellen­obmann in Purkersdorf nach. Worauf kommt es bei dieser Funktion an? 

Kirnberger: Als team- und lösungsorientierter Mensch schätze ich es, wenn Sachen rasch gemeinsam umgesetzt werden. Wir müssen unseren Mitgliedern schnell die richtigen Infos geben und ihnen die passende Hilfestellung zukommen lassen. Dann bleibt ihnen wieder mehr Zeit für ihr eigentliches – ohnehin sehr intensives – Geschäft.

Zwazl: Ich glaube, wir haben mit Andreas Kirnberger wieder einen idealen neuen Obmann gefunden.

Kirnberger: Ich sehe den Außenstellenobmann als Bindeglied in der WK-Organisation zur lokalen Politik, zu den Behörden, zur Bevölkerung und natürlich zu den Mitglieds-Unternehmen. Eine gute Gesprächsbasis mit allen Organisationen und Parteien im Bezirk ist da Voraussetzung, um alle Herausforderungen die unsere UnternehmerInnen vorfinden, schnell und rasch bewältigen zu können.


Sie sind beruflich mit der digitalen Welt bestens vertraut. Wie sehen Sie die
digitale Serviceerbringung in der Kammer?

Kirnberger: Die Mitglieder informieren sich mehr im Netz, suchen jedoch dann immer das persönliche Gespräch.  Sie wollen wissen, ob sie alles richtig verstanden haben.

Zwazl: Es geht um Sicherheit. Bei der Fülle und Komplexität der unternehmerischen Materien braucht es Experten, die das Gelesene erklären. Ein gutes persönliches Gespräch, bei dem sich die Mitglieder wie Kunden behandelt fühlen, kann durch nichts ersetzt werden. 


Was sind die Stärken und Schwächen Ihres Betreuungsgebietes (Gemeinden Mauerbach, Gablitz, Purkersdorf, Pressbaum, Wolfsgraben und Tullnerbach, Anm. d. Red.)?

Kirnberger: Wir sind hier im Erholungsgebiet des Speckgürtels, haben weite Flächen an Wald, der Biosphärenpark ist geschützter Wienerwald. Es gibt hier wenig Industrie, viele EPU und KMU, Handel und Handwerk. Wir sind ein Pendlerbezirk, der Großteil pendelt nach Wien, die anderen nach St. Pölten. Die Verkehrsverbindungen sind in beide Richtungen sehr gut.

Zwazl: Die Betriebe können von hier gut nach Wien hineinarbeiten, das ist für sie ein großer und wichtiger Markt. 


Was ist mit Betriebsansiedlungen?

Zwazl: Es ist ein attraktives Gebiet mit tollen und kreativen UnternehmerInnen, die Unternehmen aller Branchen sind sehr erfolgreich. Nur wenn es um große Flächen geht, ist die Ansiedlung aufgrund der hohen Preise mit sehr viel Kapital verbunden.

Kirnberger: Wohin es geht, ob in Richtung Wohnbau oder Betriebsansiedlung, hängt sehr stark von den Bürgermeistern ab. Hier in Purkersdorf sind die noch zur Verfügung stehenden Flächen rar. Da kann man nur hoffen, dass in Zukunft wieder mehr passiert. In Pressbaum schaut es schon wieder besser aus.

Zwazl: Kreative wie IT-Spezialisten und Werbeagenturen fühlen sich hier jedenfalls sehr wohl.

Kirnberger: Das ist bei uns schon der drittgrößte Wirtschaftsbereich. Die Digitalisierung macht standortunabhängiger, das sehe ich als Chance für uns. Außerdem ist die Lebensqualität sehr hoch und in der Region sind alle Schultypern vertreten.


Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Behörden nach der Auflösung des Bezirkes Wien-Umgebung? 

Kirnberger: In der Zusammenarbeit mit der BH hat sich de facto nichts verändert. Nur einige AMS-Besucher haben gemeint, dass der Weg nach St. Pölten jetzt weiter sei, als vorher nach Tulln. Persönlich finde ich das nicht. Gerade die öffentliche Anbindung nach St. Pölten ist sehr gut. 

Zwazl: Für wesentlicher als die Entfernung halte ich eine möglichst optimale Betreuung durch das AMS.


Stichwort Fachkräfte?

Kirnberger: Wir haben hier sehr innovative Firmen, die suchen alle gute MitarbeiterInnen. Offensichtlich ist der Mangel in der Baubranche, deswegen können auch nicht alle Aufträge durchgeführt werden. Lehrlinge werden aber fleißig ausgebildet.

Andreas Kirnberger ist Inhaber einer Werbeagentur für Digital- und Printmarketing mit Sitz in Purkersdorf, wo er auch aufgewachsen ist und mit seiner Familie wohnt. Er ist ein passionierter Sportler, spielt Tennis soweit es die Zeit zulässt und fährt gern Ski. In seiner Jugend hat er viel Zeit am Tennisplatz verbracht und spielte aktiv in der Landesliga.


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