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JW-Umfrage: Gemischte Erwartungen für 2017

Umfrage des market-Instituts

Junge Selbstständige erwarten eine negative Entwicklung der Gesamtkonjunktur, haben aber mehr Optimismus für den eigenen Betrieb.
© Junge Wirtschaft/Anna Rauchenberger „Reformen stellen Vertrauen in die Gesamtwirtschaft wieder her“, glaubt Amelie Groß.

Jungunternehmerinnen, Gründer und Startups bringen mit ihrem Innovations- und Tatendrang neue Impulse in die Wirtschaft und gehen heuer mit mehr Selbstvertrauen in das neue Jahr. Sie wollen mehr investieren und Arbeitsplätze schaffen, auch, wenn  der gesamtwirtschaftliche Ausblick immer skeptischer wird“, kommentiert die neue Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft, Amelie Groß, die aktuellen Konjunkturbarometer-Ergebnisse.
Und sie leitet daraus einen klaren Auftrag ab: „Nur entschlossene Zukunftsreformen bei der Bildung, im Gründerwesen und der Steuer- und Abgabenquote können das Vertrauen in die Gesamtwirtschaft wiederherstellen. Dann kann auch das riesige Jungunternehmerpotenzial noch besser ausgeschöpft werden!“

Vertrauen ins eigene Unternehmen steigt

Die erwartete Entwicklung des eigenen Betriebs bringt durchwegs positive Signale. 19 Prozent (+5 Prozent) gehen künftig von einer Verbesserung ihrer eigenen Kostensituation aus – das ist gleichzeitig der höchste Wert seit 2011. Mit 48 Prozent geht ein Großteil der Befragten von einer konstant bleibenden Kostensituation aus und 29 Prozent glauben, dass sich ihre Ausgabensituation verschlechtern wird – ebenfalls der niedrigste Wert seit 2011. Aussichtsreicher als in den vergangenen Jahren fällt auch die Einschätzung der künftigen Ertragslage aus. 32 Prozent – und damit elf Prozent mehr als im Sommer – erwarten höhere Erträge. 41 Prozent (-1 Prozent) erwarten keine Veränderung und 23 Prozent (-10 Prozent) in Zukunft eine schlechtere Ertragslage.
Die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer wollen 2017 wieder mehr investieren. 29 Prozent (+7 Prozent) planen ihre Investitionstätigkeiten im nächsten Jahr zu steigern. 42 Prozent der Befragten planen keine veränderten Investitionsaktivitäten und 26 Prozent – der niedrigste Wert seit 2011 – wollen ihre Investitionen senken.

Bereitschaft zur Schaffung von Arbeitsplätzen steigt ebenfalls

Auch die Bereitschaft, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen, ist gestiegen – für 35 Prozent ist das ein Thema. Davon wollen 17 Prozent (+4 Prozent) fix neues Personal aufnehmen und 18 Prozent (+1 Prozent) eher schon. 40 Prozent (-8 Prozent) der Befragten wollen keine bzw. 23 Prozent (+3 Prozent) eher keine neuen Arbeitsplätze schaffen. Allerdings rechnen 53 Prozent der Befragten mit einer schlechteren Konjunktur im kommenden Jahr – ein Anstieg von sechs Prozent im Vergleich zum Sommer.

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