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Haben Sie Ihren Jahresabschluss schon offengelegt?

Wann und wie muss ich meinen Jahresabschluss einreichen? Geht das auch online? Diese und weitere Fragen beantworten Ihnen hier die WKNÖ-Experten.

© Fotolia

Jahresabschlüsse von Kapitalgesellschaften sind binnen neun Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Firmenbuchgericht offenzulegen (einzureichen).
Erfolgt die Offenlegung nicht bis spätestens zum letzten Tag der Offenlegungsfrist, wird automatisch eine Zwangsstrafe von mindestens 700 Euro verhängt. Es haften sowohl die gesetzlichen Vertreter der Kapitalgesellschaft als auch die Gesellschaft selbst.

Was ist ein Bilanzstichtag?

Der Bilanz- oder Abschlussstichtag ist der Tag, auf den man sich bei der Erstellung der Bilanz am jeweiligen Ende des Wirtschaftsjahres bezieht.
Meistens ist das Ende des Wirtschaftsjahres mit dem Ende des Kalenderjahres (31.12.) ident. Im Normalfall eines Geschäftsjahres von 1.1. bis 31.12. ist die Firmenbucheinreichung bis spätestens 30.9. des Folgejahres vorzunehmen.
Das Wirtschaftsjahr muss aber nicht zwangsläufig mit 31.12. enden. Bei anderen Bilanzstichtagen verschiebt sich der Zeitpunkt entsprechend um die 9 Monate nach hinten: Bei einem Bilanzstichtag z.B. 31.3. muss die Offenlegung bis spätestens 31.12. desselben Jahres erfolgen.

Der Bilanzstichtag wird grundsätzlich im Gesellschaftsvertrag festgelegt. Für eine nachträgliche Umstellung muss eine Änderung des Gesellschaftsvertrages beschlossen und anschließend ins Firmenbuch eingetragen werden.

Wer muss seine Bilanz einreichen?

Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, aber auch die GmbH & Co KG) sind verpflichtet, ihre Jahresabschlüsse vor Gericht offen zu legen. Diese sind von den gesetzlichen Vertretern (Geschäftsführer bzw. Vorstand) zu unterzeichnen und einzureichen. Anschließend werden sie in die Urkundensammlung aufgenommen und sind beim Firmenbuchgericht einsehbar.

Nicht zur Offenlegung verpflichtet sind Personengesellschaften (OG, KG) und Einzelunternehmer (e.U.).

Art der Einreichung

Die Einreichung des Jahresabschlusses hat grundsätzlich elektronisch (z.B. über Finanzonline: https://www.bmf.gv.at| Tools | FinanzOnline) zu erfolgen. Ein Wahlrecht (Papier/elektronisch) haben nur Unternehmen mit Jahresumsatz bis 70.000 Euro.

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