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Initiative proHTL NÖ unterstützt mit 75.000 Euro „Schwimmenden Bioreaktor“ für den Abbau von Mikroplastik

 „Autonom betriebene Bioreaktoren für die Züchtung von Mikroorganismen zum Abbau von Mikroplastik“ – mit diesem Projekt gewinnt zum ersten Mal eine Schule aus dem Bereich chemische Industrie. Helmut Schwarzl (WKNÖ-Spartenobmann Industrie sowie Fachgruppenobmann chemische Industrie NÖ) und Veit Schmid-Schmidsfelden (Fachgruppenobmann metalltechnische Industrie NÖ) sind von dem zukunftsweisenden Projekt mit Wirtschaftsbezug begeistert: „Der Jury fiel die Entscheidung nicht leicht.“

Screenshot einer Skypebesprechung
© Bernadette Borek Screenshot bei der Siegerverkündung.

„Die eingereichten Leistungen bei unserer proHTL Initiative waren auch heuer wieder herausragend. Hier kann man sehen, wie innovativ in unseren HTL gearbeitet wird“, ist Veit Schmid-Schmidsfelden, Fachgruppenobmann metalltechnische Industrie NÖ begeistert. WKNÖ-Spartenobmann Helmut Schwarzl (Industrie) fügt hinzu: „Es war ein wirklich knappes Rennen. Die Rosenstein HTL ist einzige HTL in Österreich mit dem Schwerpunkt Chemie, damit deckt sie auch unsere wichtige Fachkräfteausbildung mit ab.“ 

Die HBLVA für chemische Industrie Rosensteingasse will mit den 75.000 Euro Preisgeld einen Versuchsstand errichten, um einen wichtigen Beitrag im Bereich Umweltschutz zu leisten. Die steigende Belastung durch Mikroplastikteilchen in Gewässern soll mittels eines autonom betriebenen schwimmenden Bioreaktor eingedämmt werden. Dieser analysiert die Umgebung, kultiviert automatisch die entsprechenden Bakterienstämme, setzt diese gezielt frei und übermittelt die Daten an den Empfänger an Land. An der „smarten Boje“ können Schüler Mess-, Steuerungs- und Regelungstechniken anwenden sowie mit 4.0 –Technologien arbeiten. Kooperationen soll es dabei mit Unternehmen geben, die Know-how in der Prozessautomatisierung haben. Außerdem mit universitären Bildungseinrichtungen, die sich mit dem Abbau von Plastik beschäftigen. HBLVA-Abteilungsvorstand Bibiana Meixner (Biochemie und Molekulare Biotechnologie): „Unser Projekt ist zukunftsorientiert und wir werden es gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern umsetzen. Nach Corona freuen wir uns sehr, wenn wir der Jury persönlich vor Ort das Projekt präsentieren können!“

WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker war das erste Mal in der proHTL-Jury und von der Qualität der eingereichten Projekte begeistert: „Junge Menschen, die innovative Ideen haben und diese Ideen auch umsetzen wollen, sind ein ganz starkes Signal für unsere Zukunft, das wir gerade jetzt sehr gut brauchen können. Denn Innovationen sind auch ganz zentral für den Erfolg unserer Unternehmen und die Stärke unseres Wirtschaftsstandorts. Innovationsgeist stärkt! Herzlichen Dank den Initiatoren von proHTL für ihren innovativen Weg, den Innovationsgeist unserer Jugend und in unserem Bildungssystem einen wichtigen Impuls zu geben. Und herzliche Gratulation den Gewinnern von der HBLVA für chemische Industrie Wien 17 zu ihrer hervorragenden Idee einer smarten Boje.“

„Das Land Niederösterreich unterstützt gerne die proHTL Initiative, denn Kooperation von Bildungseinrichtungen und den Akteuren der Wirtschaft ist uns ein besonderes Anliegen. Denn in den niederösterreichischen HTL werden die Fachkräfte von morgen ausgebildet, praxisorientiert und wirtschaftsnahe. Damit sichern wir auch in Zukunft die Qualität der Fachkräfte des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich“, betont Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger.

Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister: „Mit der Initiative proHTL werden die besten Projekte unserer HTL vor den Vorhang geholt. Es ist sehr beeindruckend, wie viele junge Menschen sich voller Motivation mit ihren Projekten beteiligen und ihr Können unter Beweis stellen. In der aktuellen Krise sind sowohl Bildung als auch Wirtschaft vor neue Herausforderungen gestellt. Mit solch engagierten jungen Menschen wird Niederösterreich auch zukünftig seine Stellung als innovativer Bildungs- und Wirtschaftsstandort ausbauen können.“

Bildungsdirektor Johann Heuras stellt fest, dass „die Initiative proHTL die Schülerinnen und Schüler samt ihren Pädagoginnen und Pädagogen zu Höchstleistungen anspornt und innovative technische Projekte von höchster Qualität zu Tage fördert, die zum Großteil in Wirtschaft und Industrie Umsetzung finden. Dazu kann man den kreativen Köpfen nur gratulieren. Das ist eine deutliche Visitenkarte unseres technischen Schulwesens. Ich freue mich sehr, dass diese Initiative auch heuer unter veränderten Rahmenbedingungen stattfinden kann.“

„SMC investiert in die Zukunft – nicht nur in der industriellen Automatisierung, sondern auch bei der Förderung des Technikernachwuchses“, erklärt SMC-Geschäftsführer Robert Angel. „Die Jugendlichen sind mit Begeisterung bei der Sache – diese Leidenschaft gilt es, ins Berufsleben mitzunehmen und für Österreichs Industrie zu nutzen. Es ist uns Anliegen und Freude zugleich, hier einen Beitrag leisten zu können.“ 

proHTL NÖ – Initiative unterstützt Ausbildungsinnovationen 

Die Initiative proHTL NÖ fand heuer zum vierten Mal statt. Ihr Ziel ist es, innovative praxisbezogene Ausbildungsinvestitionen von HTL im Bereich Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik sowie Nachhaltige Technologien & Sichere Zukunft mit zusätzlichem (Förder‐)Geld zu unterstützen. Teilnahmeberechtigt waren alle 14 niederösterreichischen HTL sowie die Chemie‐HTL Rosensteingasse in Wien.  

Initiiert wurde proHTL NÖ von den Fachgruppen der metalltechnischen und der chemischen Industrie in der Wirtschaftskammer NÖ. Weitere Mitglieder von proHTL NÖ sind die Wirtschaftskammer NÖ, das Land NÖ, die SMC Austria GmbH sowie die Fachvertretung der Nahrungs- und Genussmittelindustrie NÖ. 

Die Einreichphase für die 4. Auflage von proHTL NÖ endete am 30. Juni 2020. Insgesamt wurden neun Projekte (acht NÖ, eines Wien) eingereicht:

  • HTL Hollabrunn – Projekt: „Open-Robot-Space“
  • HTL Hollabrunn (Private HTL für Lebensmitteltechnologie) – Projekt: „Implementierung eines Sensorik-Labors inkl. Vorbereitungsküche, Schulungs- und Computerraum“
  • HTBLA Karlstein – Projekt: „Autonomes Solar-Schienenfahrzeug (SoSchi2)“
  • HTL Mistelbach – Projekt: „Digital Live-Stream 4.0“
  • HTL Mödling – Projekt: „Ifit 4.0 - Smart Factory“
  • HTL Waidhofen an der Ybbs – Projekt: D“igital Factory mit Augmented Reality und
  • humanoidem Roboter“
  • HTBLuVA Wiener Neustadt – Automatisierungstechnik; Projekt: „Bienenwaage 4.0“
  • HTBLuVA Wiener Neustadt – Elektrotechnik; Projekt: „NeMo-Lab New mobility Lab 4.0“
  • HBLVA für chemische Industrie Wien 17 – Projekt: „Autonom betriebene Bioreaktoren für die Züchtung von Mikroorganismen zum Abbau von Mikroplastik“

Die Einreichungen wurden vom Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) vorbewertet. Danach traf die Jury ihre Entscheidung. Bewertet wurden der Bezug des Projekts zur strategischen Entwicklung der HTL, der Nutzen des Projekts auf Ausbildungsebene/für die SchülerInnen, der Nutzen für die Wirtschaft/Bezug des Projekts zur (regionalen) Wirtschaft beziehungsweise Vernetzung mit Kooperationspartnern aus der Wirtschaft sowie der Bezug des Projekts zu bedeutenden Zukunftsthemen der Industrie (wie etwa Digitalisierung, Smart Production,...).

Jurymitglieder:

  • Robert Angel (SMC Austria, Geschäftsführer)
  • Jochen Danninger (Wirtschaftslandesrat)
  • Wolfgang Ecker (WKNÖ-Präsident)
  • Johann Heuras (Bildungsdirektor NÖ)
  • Kerstin Koren (Leiterin der Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Technologie, Land NÖ)
  • Wilhelm König (Landesschulinspektor für technische Schulen in NÖ i. R.)
  • Wolfgang Pachatz (Stv. Abteilungsleiter Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung)
  • Veit Schmid-Schmidsfelden (Obmann der Fachgruppe metalltechnische Industrie WKNÖ)
  • Herwig W. Schneider (IWI – Geschäftsführer)
  • Helmut Schwarzl (WKNÖ-Spartenobmann Industrie und Fachgruppenobmann chemische Industrie NÖ)
  • Christiane Teschl-Hofmeister (Bildungslandesrätin)
  • Doris Wagner (Bildungsdirektion NÖ, Leiterin des Bereichs Pädagogischer Dienst)

Alle Informationen zur Initiative proHTL NÖ unter www.prohtl.at 


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