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Info-Serie zur Umsatzsteuer: Teil 8

Im 8. Teil der Serie „Umsatzsteuer leicht gemacht“ widmen wir uns dem Thema Nachweis der Beförderung oder Versendung bei innergemeinschaftlichen Lieferungen.

Taschenrechner
© AdobeStock

Bei innergemeinschaftlichen Lieferungen ist eine wesentliche Voraussetzung der Nachweis, dass die Ware in ein anderes EU Land gelangt ist. Welche Nachweise dafür notwendig sind, wurde EU-weit neu geregelt und verschärft. Man geht davon aus, dass die Mitgliedsstaaten auch weniger strenge Nachweisführungen beschließen können. In Österreich wurde deshalb an den bisher geltenden Nachweisführungen festgehalten. 

Welche Nachweise sind notwendig?

Beförderungen (mit eigenen Fahrzeugen) durch den Lieferanten:

Rechnungsdurchschrift, Beleg mit dem Bestimmungsort (vor allem Lieferschein) und Empfangsbestätigung des Abnehmers.

Beförderungen durch den Abnehmer oder dessen Beauftragten (Abholung):

Rechnungsdurchschrift, Beleg mit dem Bestimmungsort (vor allem Lieferschein) und eine Erklärung des Abnehmers beziehungsweise Beauftragten, dass er den Gegenstand in das übrige Unionsgebiet befördern wird. In Abholfällen ist vom Unternehmer überdies die Identität der abholenden Person festzuhalten (beispielsweise Kopie der maßgebenden Seite(n) des Reisepasses oder des Führerscheins). Außerdem wird eine Spezialvollmacht benötigt, in der die abholende Person seitens des Abnehmers ausdrücklich mit der Abholung der Ware bevollmächtigt wird.

Versendungen durch den Lieferanten oder Abnehmer (Übergabe an Spediteur, Frächter, Bahn oder Post):

Rechnungsdurchschrift und Versendungsbelege (Frachtbrief, Postaufgabeschein, Konnossement). Bei Sammelladungen in die EU wird auch die Bescheinigung eines in der EU ansässigen Spediteurs als Nachweis anerkannt. 

Nachweis gemäß Durchführungsverordnung

Alternativ kann der Ausfuhrnachweis auch gemäß der Durchführungsverordung erbracht werden.

Die Durchführungsverordnung enthält zwei Gruppen von Nachweisen:

Gruppe A: 

Unterlagen zum Versand oder zur Beförderung der Gegenstände (wie beispielsweise ein unterzeichneter CMR-Frachtbrief, ein Konnossement, eine Luftfracht-Rechnung, eine Rechnung des Beförderers der Gegenstände)

Gruppe B:

Versicherungspolizze für den Versand oder die Beförderung der Gegenstände

ODER

Bankunterlagen, die die Bezahlung des Versands oder der Beförderung der Gegenstände belegen.

  • Achtung: Der Erwerber hat diesen Nachweis spätestens am zehnten Tag des auf die Lieferung folgenden Monats dem Verkäufer vorzulegen. 
  • Von einer öffentlichen Stelle (wie beispielsweise von einem Notar) ausgestellte offizielle Unterlagen, die die Ankunft der Gegenstände im Bestimmungsmitgliedstaat bestätigen.
  • Quittung, ausgestellt von einem Lagerinhaber im Bestimmungsmitgliedstaat, durch die die Lagerung der Gegenstände im Mitgliedstaat bestätigt wird.

    In folgenden Fällen wird vermutet, dass die Gegenstände von einem Mitgliedstaat an einen Bestimmungsort in einem anderen Mitgliedstaat versandt oder befördert wurden, wobei die Steuerbehörde diese Vermutung widerlegen kann:

1. Versand/Beförderung durch Verkäufer:

Verkäufer ist im Besitz von mind. zwei Nachweisen der Gruppe A 

ODER

einem Schriftstück der Gruppe A und einem Nachweis der Gruppe B.  

2. Versand/Beförderung durch Käufer:

Verkäufer ist im Besitz einer schriftlichen Erklärung des Erwerbers, aus der hervorgeht, dass die Gegenstände von ihm oder auf seine Rechnung von einem Dritten versandt oder befördert wurden und der Bestimmungsmitgliedstaat der Gegenstände angegeben ist.

UND

von mindestens zwei Nachweisen der Gruppe A 

ODER

eines Schriftstücks der Gruppe A 

UND 

einem Nachweis der Gruppe B.

Im nächsten Teil widmen wir uns dem Innergemeinschaftlichen Erwerb.

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