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„Zukunft ist nicht verhinderbar“

Zukunft ist nicht verhinderbar, aber gestaltbar, meinte Big Data Experte Viktor Mayer Schönberger beim Industrieforum in der Sky-Lounge der Wirtschaftskammer Österreich.

Besucher des Vortrags.
© Florian Wieser

Unvorstellbar große Datenmengen beeinflussen unser Leben in einem bisher ungeahnten Ausmaß“ – Big Data Experte Viktor Mayer-Schönberger eröffnete den Teilnehmern des Industrieforums in der WKÖ-Sky Lounge eine völlig neue Sicht auf die Welt.

Dazu ein spektakuläres Beispiel aus der Welt der Medizin. „Wenn sich bei Frühchen im Brutkasten alle Vitalfunktionen ganz plötzlich zu stabilisieren beginnen, dann wissen wir aufgrund der Auswertungen, dass höchste Alarmstufe gegeben ist“, denn, so Mayer-Schönberger, die Datenmuster würden hier ganz eindeutig die Gefahr einer Infektion in den nächsten 24 Stunden bestätigen.

„Jeder Kinderarzt sagt Ihnen, dass dieser Befund jeglicher menschlichen Einsicht und Intuition widerspricht“, weiß der aus Salzburg stammende Oxford Professor. Und trotzdem sind es die aus unzähligen Daten herbeigeführten Korrelationen, die hier Recht behalten. „Wir wissen zwar nicht, warum etwas so ist, aber wir wissen, dass es so ist“, so Mayer-Schönbergers Erkenntnis, welche die wissenschaftliche Methode de facto auf den Kopf stellt.


V.l.: WKÖ-Präsident Harald Mahrer, Industriespartenobmann-Stv. Burgenland Manfred Gerger, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, NÖ Spartenobmann Industrie Thomas Salzer, Viktor Mayer-Schönberger und Industriespartenobmann Wien Stefan Ehrlich Adám.
© Florian Wieser V.l.: WKÖ-Präsident Harald Mahrer, Industriespartenobmann-Stv. Burgenland Manfred Gerger, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, NÖ Spartenobmann Industrie Thomas Salzer, Viktor Mayer-Schönberger und Industriespartenobmann Wien Stefan Ehrlich Adám.


Größte Herausforderung seit Industrie-Revolution

Dass die zunehmende Digitalisierung zu massiven Umwälzungen in Politik und Wirtschaft führen wird, steht für den Experten außer Zweifel. „Wir stehen vor der größten politischen Herausforderung seit der Industriellen Revolution“, ist Mayer-Schönberger überzeugt.

Der 53 Jahre alte promovierte Jurist und Bestseller-Autor, der bereits als Jugendlicher ein Programmier-Unternehmen gegründet hat, befasst sich zurzeit intensiv mit den Auswirkungen der digitalen Revolution auf Marktwirtschaft und Gesellschaft. Eine der Hauptthesen Mayer-Schönbergers lautet, dass der Preis in einer digitalisierten Welt nur mehr eines neben vielen anderen Entscheidungskriterien sein wird und er seine Informationsfunktion verlieren wird.

Viel Datenmaterial bedeutet auch viel Macht

Die Aufgabe des Geldes als Schmiermittel der Wirtschaft wird in datenreichen Märkten mehr und mehr zurückgedrängt werden.“  
Stattdessen werde derjenige, welcher vereinfacht gesagt über mehr Datenmaterial verfüge, nahezu unbegrenzt an Macht gewinnen. Eine für uns angesichts der marktbeherrschenden Stellung der globalen Big Player wie Google, Facebook oder You Tube keineswegs mehr utopische Vorstellung. „Auf diese Entwicklung“, so des Professors Appell, „müssen sich Politik und Wirtschaft einstellen. Zukunft ist zwar nicht verhinderbar, sehr wohl aber gestaltbar.“ 

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