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Immer mehr NÖ Frauen wählen Selbstständigkeit

Eine Studie des Gallup-Instituts im Auftrag der Volksbank hat nachgefragt: Wie geht es den Unternehmerinnen in Österreich? Erfreuliches gibt es dazu aus NÖ zu berichten.

Portrait von Doris Schaupp mit ihren Mietwagen.
© Chris Kneissl Doris Schaupp ist Geschäftsführerin von Taxi Weidinger in Ardagger. Auch sie bereut den Schritt in die Selbstständigkeit nicht – „im Gegenteil“, wie sie sagt.
Die aktuelle Volksbank UnternehmerInnen-Studie stellt dieses Mal besonders Frauen als Gründerinnen in den Mittelpunkt. Gleich vorweg: Die Selbstständigkeit ist für die große Mehrheit der österreichischen Unternehmerinnen die richtige Wahl gewesen: 92 Prozent der Unternehmerinnen sind nämlich mit ihrer Entscheidung, sich selbstständig gemacht zu haben, sehr zufrieden.

Lediglich 7 Prozent bereuen die Entscheidung und immerhin 76 Prozent würden sie noch einmal treffen und ihr eigenes Unternehmen gründen.

NÖ über Bundesschnitt

In Niederösterreich scheint diese positive Haltung besonders ausgeprägt zu sein: Liegt unser Bundesland mit einer Frauenquote bei den Neugründungen von 47,0 Prozent doch über dem Österreich-Schnitt von 45,5 Prozent. Das weisen die aktuell gültigen Gründerzahlen von 2019 – exklusive der Personenbetreuerinnen – aus. Betrachtet man nur die Einzelunternehmen insgesamt, so haben die Frauen auf jeden Fall die sprichwörtliche „Nase vorn“: Fast 57 Prozent aller blau-gelben Ein-Personen-Unternehmen werden von einer Frau geführt. Insgesamt sind das niederösterreichweit 36.460 weibliche EPU. 

Die beliebtesten Sparten für die Frauen sind – gemessen an den Einzelunternehmen:

  1. Gewerbe und Handwerk
  2. Tourismus und Freizeitwirtschaft
  3. Handel

Das Schlusslicht bildet die Sparte Transport und Verkehr.

Vera Sares, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Niederösterreich, konzentriert sich in ihrer Arbeit darauf, „dass wir als Interessenvertretung der Frauen in der Wirtschaft genau jene Themen ansprechen, die unseren Unternehmerinnen unter den Nägeln brennen.“
Denn, so weist die Studie aus, es gibt auch noch Nachholbedarf – z.B. bei Haushalt & Familie: Zwei von drei Unternehmerinnen kümmern sich um den Haushalt und die Kinder, nur ein Drittel der Männer sehen sich bei der Hausarbeit in der Pflicht. Aufholbedarf gibt es auch noch bei der Beschäftigung von Mitarbeitern: Nur drei von zehn Arbeitgeberbetrieben (natürliche Mitglieder) werden von Frauen geführt.

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