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Dachprofis arbeiten ohne Gerüst in luftiger Höhe

In 80 Metern Höhe und bei brütender Hitze wird das Dach des Stephansdoms von Pflanzen befreit.  

Drei Arbeiter hängen mit Kletterausrüstung vom Dach des Stephansdoms.
© HOLZCO Service Unter Einsatz von modernster Seiltechnik wurden schadhafte Stellen am Dach ausgebessert und rund 120 Firstreiter ersetzt.
„Ich habe in einem ORF-Bericht gehört, dass das Dach des Wiener Stephansdoms vermoost ist und dies ein großes Problem darstellt. Es war für mich naheliegend, dem Dombaumeister Wolfgang Zehetner ein Angebot zu erstellen“, erklärt Leopold Hochpöchler, HOLZCO-Geschäftsführer, wie er zu dem Auftrag kam, das Dach des Stephansdoms von Bewuchs zu befreien, lockere Dachziegel auszuwechseln und schadhafte Firstreiter zu ersetzen.
Das besondere an seinem Angebot gab schließlich den Ausschlag, um das Großprojekt an Land zu ziehen: Die Mitarbeiter der Firma HOLZCO aus Hollenstein/Ybbs kommen gänzlich ohne Baugerüst aus und arbeiten mit modernster Industrieklettertechnik. So konnte mit einem wesentlich geringeren Budget gearbeitet werden.
Als erster Schritt wurde das Dach begutachtet und die Durchführung besprochen. Vor allem sollte das  Dach vom Bewuchs befreit werden. Moose, Farne und auch Silberpappeln bis 1,30 Meter hatten sich angesiedelt. Die Samen werden vom Wind verweht und fassen in einem Substrat, das unter anderem auch aus den Haaren der Fiaker-Pferde gebildet wird, Fuß.

Pflanzen stellen ein Sicherheitsrisiko dar

„Wo Wurzeln sind, da ist Wasser. Dieses gefriert im Winter und es besteht die Gefahr, dass die Mörtelfuge zwischen den Keramik-Dachziegeln undicht wird und diese sich lösen“, weiß Projektleiter Martin Löbersorg. Auf dem Dach, das bis zu 80 Grad steil ist, wurde in 80 Metern Höhe gearbeitet. Das Seil, das Martin Löbersorg, Thomas Schachner und Andreas Forstenlechner trägt, wird unmittelbar unter dem Giebelkreuz befestigt. Auch Lehrling Markus Perger war mit von der Partie: „Am Wahrzeichen Österreichs zu arbeiten, das ist schon etwas ganz Besonderes.“ Seine Aufgabe war es, vom Dachstuhl aus den Versorgungsbehälter regelmäßig zu befüllen. Aber: „In einigen Jahren möchte ich auch oben auf dem Dach mitarbeiten“, schaut er ambitioniert in die Zukunft. 

In luftiger Höhe und bei brütender Hitze

Nachdem das Nord-Ost-Dach von Bewuchs befreit wurde, wurde ein umfassender Zustandsreport erstellt, wobei man entdeckt hatte, dass die Firstreiter in einem schlechten Zustand sind. Drei Wochen lang dauerten diese Arbeiten. Ab September wird weitergearbeitet. Dann werden einige Firstreiter der seitlichen Giebel und weitere schadhafte Dachziegel ersetzt.
„Die große Hitze hat die Arbeit meiner Mitarbeiter sicher erschwert. Speziell die keramischen Dachziegel reflektieren die Wärme sehr stark. Im Dachstuhl  müssen unzählige Stufen und Leitern überwunden werden, um zum Einsatzort zu gelangen. Dort ist es im Hochsommer brütend heiß“, weiß Geschäftsführer Leopold Hochpöchler um die enormen Herausforderungen mit denen seine Mitarbeiter konfrontiert waren. Dazu kommt die Höhe, in der gearbeitet wird: „Alle müssen mit Konzentration bei der Sache sein.“
Zufrieden mit der Hollensteiner Firma zeigt sich auch Dombaumeister Wolfgang Zehetner: „Auch, wenn der Stephansdom kleiner ist als etwa der Kölner Dom, so hat er doch das größere Dach, da ist immer etwas zu sanieren. Dass wir ohne Gerüst auskommen hat sich natürlich finanziell günstig ausgewirkt.“
Derzeit sind bei HOLZCO 38 Arbeiter und Angestellte sowie fünf freie Mitarbeiter beschäftigt. Das rasch wachsende Unternehmen wurde 2016 aus einem traditionellen Zimmereibetrieb neu gegründet. www.holzco.eu

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