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Holzbaupreis 2018: NÖ kürt das Beste aus Holz

Im Rahmen einer festlichen Preisverleihung wurde am 15. März 2018 im "Büro Ideen Zentrum Blaha" in Korneuburg zum 16. Mal der Niederösterreichische Holzbaupreis vergeben. 

WIFI-Kurator Gottfried Wieland (l.), WKNÖ-Vizepräsident Josef Breiter (2.v.l.), Landesrat Karl Wilfing (Mitte l.), ProHolz-Obmann Franz Schrimpl (Mitte r.) und Forstausschuss-Vorsitzender Franz Fischer (LK NÖ – in grün hinter Schrimpl) mit den Gewinnern.
© Andreas Kraus WIFI-Kurator Gottfried Wieland (l.), WKNÖ-Vizepräsident Josef Breiter (2.v.l.), Landesrat Karl Wilfing (Mitte l.), ProHolz-Obmann Franz Schrimpl (Mitte r.) und Forstausschuss-Vorsitzender Franz Fischer (LK NÖ – in grün hinter Schrimpl) mit den Gewinnern.


Eine Jury aus sieben Experten aus den Bereichen Tragwerksplanung, Architektur und Holzbau ermittelten aus insgesamt 65 Einreichungen in den Kategorien „Wohnbauten“, „Um- und Zubau, Sanierung“, „Öffentliche und Kommunalbauten“ und „Nutzbau“ vier Preisträger, einen Sonderpreis und sieben Anerkennungen.  

Bei der Verleihung des Oikos an die vier Siegerprojekte zog der Auslober, Landesrat Karl Wilfing, ein positives Resümee über die Wirkung, die der Preis in den 16 Jahren seines Bestehens zeigt: „Die Planungen werden immer kreativer und jedes Jahr gibt es neue technische Lösungen. Dadurch gewinnt Holz als Baustoff für Bauherren und Planer jedes Jahr an Attraktivität. Das sieht man nicht nur bei den Einfamilienhäusern, sondern auch im öffentlichen Bereich, in dem immer öfter mit Holz gebaut wird.“ Das mache sich wirtschaftlich bemerkbar, so Wilfing. Die Holzwirtschaft habe in Niederösterreich einen Produktionswert von rund 1,4 Milliarden Euro erreicht und beschäftige rund 22.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Die von Wilfing angesprochene positive Entwicklung illustrierten die vorgestellten vier Siegerprojekte, die sich über je 2.000 Euro Preisgeld freuen können. 


Die Preisträger 2018:

In der Kategorie "Wohnbauten" gewann das Projekt "Wohnhaus St. Peter in der Au". Der einfache Grundriss überrascht in der Großzügigkeit der Raumfolge, die Freiräume wirken unter dem ausgreifenden Dach geborgen. Die konsequente Reduktion und Sichtigkeit der verwendeten Oberflächen unterstreicht die Einfachheit des Konzepts, das ohne Formalismen auskommt und einen traditionellen Bautypus frisch interpretiert. Der Mehrgeschossige Holzbau positioniert sich von Jahr zu Jahr auffälliger. Daher wurde das Projekt Wohnen an der Stadtmauer in Horn mit dem Sonderpreis für Mehrgeschossigen Holzbau ausgezeichnet.

Bei den öffentlichen Bauten wurde das Labor- und Bürogebäude IFA Tulln (BOKU) am besten bewertet. Das klare Volumen des zweigeschossigen Baukörpers besticht durch seinen feinsinnigen Pragmatismus und den sinnvollen Einsatz der CLT-Bauweise.

Selbstbewusst präsentiert sich auch das Siegerprojekt in der Kategorie „Nutzbau“. Das METRO ZERO 1 in St. Pölten. Der Neubau des Metro-Marktes in St. Pölten bot die Möglichkeit, ein neues Gebäudekonzept für Großmärkte zu entwickeln und wesentliche Weichen für den Um- und Neubau weiterer Filialen zu stellen. Der ca. 13.000 m2 große, 10 m hohe Gebäudekomplex wurde zur Gänze als Holzbau entwickelt und ausgeführt. Durch die Kombination von raumhohen Kreuzstützen mit Brettschichtholzträgern konnten große Spannweiten statisch effizient umgesetzt werden.

In der Kategorie „Um- & Zubau“ konnte das Weingut Höllerer aus Engabrunn punkten. Für eine junge Winzerfamilie wurde im Dachbereich des Hoftrakts eines bestehenden Weinguts in Holzbauweise eine zeitgemäße geräumige Wohnung geschaffen, die sich organisch in die bestehende Struktur einfügt. 

Für das Voting des Publikumspreises 2018 wurden in Summe 27.040 Stimmen für alle Einreichungen abgegeben. Durchsetzen konnte sich hierbei das Objekt „Raubal“.


Die Siegergebäude würden auch zeigen, wie viele Möglichkeiten Bauherren heute bei der Errichtung eines Holzbauwerks hätten, so KommR Franz Schrimpl, seit über 20 Jahren Obmann von proHolz Niederösterreich im Rahmen der Preisverleihung. „Holz ist deshalb so genial, weil es mit allen Materialien kann“, unterstreicht der Mitauslober einen der vielen Vorteile des Baustoffs. Einen weiteren sieht er in der kurzen Bauzeit: „Der Elementbau ist ein wichtiger Wachstumsmarkt für uns. Der hohe Vorfertigungsgrad, der im Holzbau möglich ist, verringert nicht nur die Errichtungszeit von Bauwerken, lange Trocknungszeiten wie bei anderen Baustoffen fallen sogar ganz weg.“  

Neben den wirtschaftlichen sprechen auch ökologische Argumente für den Holzbau. Gebäude aus Holz schaffen eine energieeffiziente und angenehmen Wohn- und Arbeitsumgebung und tragen darüber hinaus zur CO2-Reduktion bei. „Die österreichische Waldwirtschaft liefert eine der wichtigsten Ressourcen für diesen ökologischen Lebensstil“, betonte LKR Franz Fischer, Vorsitzender des Forstausschusses der LK NÖ, in Korneuburg. Der Mitauslober erklärte, dass der Oikos nicht nur auf Leistungsfähigkeit und Ästhetik des Holzbaus aufmerksam machen soll. „In einem Kubikmeter Holz ist knapp 1 Tonne CO2 gespeichert. Die eingereichten Objekte bei diesjährigem Holzbaupreis binden mehr als 14.000 t an CO2. Angesichts dieser Zahlen ist es ein wichtiger Beitrag zur CO2-Reduktion noch stärker auf den Holzbau zu setzen.“

Ehrenmedaille für Friedrich Blaha

Für das Voting des Publikumspreises 2018 wurden in Summe 27.040 Stimmen für alle Einreichungen abgegeben. Durchsetzen konnte sich hierbei das Objekt „Raubal“.
Die Firma BLAHA steht für innovatives Design aus österreichischer Produktion. Das Prinzip Nachhaltigkeit gilt auf allen Ebenen, für die Arbeitsorganisation ebenso wie für die Qualitätsansprüche und für die Umweltverträglichkeit. Seit 1980 ist Mag. Ing. Friedrich Blaha Geschäftsführer der Franz Blaha Industrie Ges.m.b.H. Friedrich Blaha hat als höchst erfolgreicher Firmeneigentümer herausragende Leistungen und Verdienste für die Möbelindustrie erbracht, und damit auch für den Wirtschaftsstandort in Niederösterreich. Aus all diesem Gründen verleiht die Wirtschaftskammer NÖ die Ehrenmedaille als Anerkennung für die besonderen Verdienste.  

Holzbaupreis 2018: Fotos Andreas Kraus

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