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Obmann Andreas Hager zum Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz

Aufgrund der Grenznähe des Bezirks Gänserndorfs nimmt WK-Bezirksstellenobmann Andreas Hager zum Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz Stellung. Hager spricht die dadurch entstehende Fairness im Wettbewerb an.

© privat

Seit Jahresanfang müssen Häuslbauer, die nicht ordnungsgemäß entlohnende ausländische Firmen beschäftigen, damit rechnen, selbst zur Kasse gebeten zu werden. Das mit Jahresbeginn in Kraft getretene Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz sieht nämlich vor, dass nun der Auftraggeber von Bauarbeiten für eine Unterbezahlung von Arbeitnehmern seines ausländischen Auftragnehmers haftet. Hält sich das ausländische Unternehmen nicht an die gesetzlichen Lohn-Bestimmungen, kann es für den österreichischen Auftraggeber also teuer werden.

Bezirk durch Grenznähe besonders betroffen

„Niemand will Wettbewerb unterbinden. Aber es geht einfach um mehr Fairness zwischen unseren ordnungsgemäß agierenden heimischen Unternehmen und ausländischen Firmen, die über die Grenze arbeiten, aber sich nicht an die Regeln halten“, so Andreas Hager, Obmann der WK-Bezirksstelle Gänserndorf

Durch die Grenznähe ist der Bezirk Gänserndorf besonders betroffen. Daher hält die Bezirksstelle auch ein regelmäßiges Jour Fixe mit Vertretern aller Behörden ab: „Information und Kooperation sind bei dieser Sachlage oberstes Gebot“, begründet Obmann Hager die Initiative.

Voraussetzungen für Lohndumping

Voraussetzung für die sogenannte „Bauherrenhaftung“ ist, dass es sich um Bauarbeiten handelt – wobei von diesem Begriff nicht nur der klassische Hausbau, sondern ebenso Umbauten, Renovierungen, Reparaturen oder Wartungen umfasst sind. Zweitens muss der Auftraggeber entweder wissen, dass es sich um Lohndumping handelt oder zumindest einen entsprechenden Verdacht haben.

„Liegt ein ausländischer Anbieter massiv unter dem Angebot von heimischen Unternehmen, wird ein solcher Verdacht wohl nahe liegen“, betont Hager. „Über einem österreichischen Auftraggeber, der auf unsauber agierende ausländische Firmen setzt, hängt also die Drohung, vor Gericht zu landen und letztlich erst recht kräftig zu zahlen.“

Probleme mit der Gewährleistung

Überdies verweist Andreas Hager auf immer wieder auftretende Gewährleistungsprobleme bei Aufträgen an illegal agierende ausländische Unternehmen – „wenn nach der Fertigstellung plötzlich Mängel auftauchen, weil gepfuscht wurde und die dafür verantwortliche Firma einfach verschwunden und nicht mehr greifbar ist. Statt etwas gespart zu haben, kommt die Sache dann richtig teuer“.

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