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„Grünes Öl“ statt Heizkesseltausch – gemeinsam in die Zukunft

Kommentar von Fachruppenobmann Oliver Eisenhöld (Energiehandel)

Fachruppenobmann Oliver Eisenhöld (Energiehandel)
© Genol Fachruppenobmann Oliver Eisenhöld (Energiehandel)

Heizen mit Öl bedeutet für rund 652.000 Haushalte in Österreich Wärme und Sicherheit durch verlässlichen Betrieb, Unabhängigkeit in der Lieferantenwahl und eigene Bevorratung. Um die Versorgungssicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten, forscht die Mineralölwirtschaft mit Hochdruck an einem klimafreundlichen Flüssig-Brennstoff aus erneuerbaren Quellen.
In Österreich gibt die Regierung hunderte Millionen Euro dafür aus, um Menschen zum Tausch ihrer Ölheizungen zu bewegen und denkt auch über einen verpflichtenden Austausch nach. Das würde jedoch in Bestandsobjekten teure Umbaumaßnahmen bedeuten. Der Wechsel auf Gas, Pellets oder Strom ist nicht billig und auch nicht immer möglich beziehungsweise sinnvoll. Mit dem Umstieg auf moderne Brennwerttechnologie konnten bereits in den letzten Jahren bis zu 40 Prozent des Heizölverbrauchs eingespart werden. Auch der Schritt in Richtung von Hybridheizungen, bei denen die Ölheizungen etwa mit Solaranlagen kombiniert werden, schafft enorme Einsparungen im Verbrauch.

Der Energiehandel hat sich schon immer zu den Klimazielen bekannt, allerdings nicht durch Eingriffe ins Privateigentum, sondern durch gemeinsame Lösungen. Die Ölheizung soll deshalb eine grüne Zukunft haben. Ziel ist die Produktion von klimaneutralem Heizöl, dass in bestehenden Ölheizungen verwendet werden kann. Ein Austausch der Heizanlage ist damit nicht notwendig. In allen Bundesländern wird seit Herbst 2018 erfolgreich die Verwendung von HVO (Hydrotreated Vegetable Oils: flüssiger Brennstoff aus Pflanzenöl und Altfetten) in bestehenden Ölheizungen getestet. Der nächste Schritt ist die Verwendung von XtL (X-to-Liquid: flüssiger Brennstoff, der mithilfe von elektrischer Energie – vorzugsweise aus erneuerbaren Quellen – erzeugt wird). Über das Fischer-Tropsch-Verfahren wird Heizöl aus Wind- oder Sonnenstrom erzeugt. Dadurch wird auch die Problematik der Lagerung von erneuerbarer Energie gelöst. Überschussstrom kann effizient in Brennstoff umgewandelt werden. Chemisch handelt es sich um Heizöl, dass aber aus regenerativen Quellen stammt. Bestehende Ölheizungen können dadurch, ohne kostspieligen Heizsystemtauschs, klimafreundlich betrieben werden.

Das IWO-Österreich arbeitet in einem Pilotprojekt gerade an der ersten XtL-Produktionsanlage in Österreich. Das teure Herausreißen von funktionierenden Ölheizungen wird dadurch unnötig. In einer Petition kann man dazu auch seine Meinung an die Politik herantragen. Wenn auch Sie eine grüne Zukunft für die bestehenden Ölheizungen möchten, so unterstützen Sie die Petition unter:
www.iwo-austria.at/petition

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