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Neue Gesetze sollen Betriebe ent- statt belasten

Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl

Porträtfoto
© Gabriele Moser

Selbstverständlich sind wir als Wirtschaftskammer dafür, dass Mütter und Väter ihre Kinderbetreuung im Sinne einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf partnerschaftlich gestalten können. Allerdings dürfen dabei die berechtigten Anliegen der Betriebe nicht außer Acht gelassen werden.

Genau das ist aber dann der Fall, wenn der sogenannte Papamonat mittels Rechtsanspruch gesetzlich geregelt wird. Alle, die jetzt auf eine gesetzliche Regelung pochen, gehen an der Realität in unseren – überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen – vorbei. Sie lassen außer Acht, dass die vielen kleinen KMU mit wenigen Beschäftigten eine fehlende Arbeitskraft eben nicht einfach so ersetzen können. Abgesehen davon, dass dies stets mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden ist, fällt es gerade bei solchen Betriebsgrößen sehr schwer, über einen Zeitraum von vier Wochen auf eine eingearbeitete Fachkraft zu verzichten. 

Und in Zeiten des Fachkräftemangels ist es zudem oft auch gar nicht möglich, hier einen geeigneten Ersatz zu finden. Deshalb noch einmal in aller Deutlichkeit:  Natürlich ist die niederösterreichische Wirtschaft, natürlich sind unsere Unternehmen bestrebt, größtmögliche Familienfreundlichkeit zu leben. Das, was sie aber brauchen und wofür wir als Wirtschaftskammer eintreten, sind klare Regelungen, die auf die Bedürfnisse unserer vorwiegend klein- und mittelbetrieblich strukturierten Wirtschaft Rücksicht nehmen. 

Auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen unsere Betriebe auch ohne Gesetz Rücksicht. Einen Rechtsanspruch auf den Papamonat darf es daher nicht geben. Neue Regelungen sollen die Betriebe ent- statt belasten. 

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