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Top im Job trotz Beeinträchtigung

Betriebe, die Menschen mit Beeinträchtigungen beschäftigen möchten, konnten sich bei der Veranstaltung Fokus Wirtschaft im WIFI St. Pölten Informationen zu Anlaufstellen und Fördermöglichkeiten holen.

Gruppenfoto
© Fotos: SMS/CM Creative

Im Bild von links: Lehrling Raphael Frühauf, Rudolf Dörr-Kaltenberger (Caritas), Carina Tiefenbacher (Chance Plus), Günther Widy (Sozialministeriumservice), Manfred Rötzer (Sozialministeriumservice), WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Ernst Wurz (Fa. Pollmann), Dominique Müllner (Fa. BILLA), Caroline Wallner-Mikl (REWE), Laura Soroldoni (fit2work) und Lucas Gruber (AMS).


Die Veranstaltungsreihe Fokus Wirtschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit Beeinträchtigungen besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer kamen deshalb auf Einladung des Sozialministeriumservice und der Wirtschaftskammer NÖ ins WIFI St. Pölten und holten sich Informationen zu Anlaufstellen und Fördermöglichkeiten der verschiedenen Institutionen. Besonders interessiert zeigten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer an den Best Prac­tice-Beispielen aus Niederösterreich.

„Mir ist es wichtig, dass wir die zahlreichen Initiativen, die es für die Einstellung von Menschen mit Behinderungen gibt, in die Wirtschaft tragen und dass wir Vorbehalte und Ängste in Unternehmen abbauen“, betonte WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl.

Manfred Rötzer, Leiter des Sozialministeriumservice NÖ, ist es ein Anliegen, Menschen mit Einschränkungen durch eine Arbeit ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

„Nicht nur gesellschaftliche Verantwortung, sondern auch finanzielle Fakten sprechen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen“, weiß Günther Widy vom Sozialministeriumservice NÖ und rät Betrieben, sich vor Beginn des Dienstverhältnisses mit den Institutionen in Verbindung zu setzen.

Farbenhaus Malermeister  Roman Bodner GmbH, Mank
© SMS/CM Creative Farbenhaus Malermeister Roman Bodner GmbH, Mank

„Unser Betrieb beschäftigt 13 Mitarbeiter, davon sechs Lehrlinge. Wir bilden jährlich zwei neue Lehrlinge aus. 2015 kam Raphael Frühauf zu uns schnuppern und war sofort begeistert. Wir waren ebenfalls von seinem Engagement angetan und so begann er bei uns eine verlängerte Lehre mit Unterstützung durch die ‚Berufsassistenz Chance Plus‘. Mittlerweile arbeitet ein zweiter Lehrling mit den gleichen Voraussetzungen bei uns im Betrieb. Ich kann es jedem nur empfehlen, Jugendlichen mit Beeinträchtigungen einen Ausbildungsplatz zu geben.“

Dominique Müllner,  BILLA, Wiener Neudorf
© SMS/CM Creative Dominique Müllner, BILLA, Wiener Neudorf

„Wir beschäftigen bei BILLA 212 Menschen mit Behinderungen – fast ein Viertel davon sind Führungskräfte. Auf all unseren Stellenanzeigen findet sich der Vermerk, dass eine Bewerbung von Menschen mit Behinderungen ausdrücklich erwünscht ist. Seit letztem Jahr gibt es eigene Bewerbertage für Jugendliche mit Einschränkungen, die eine Lehre bei uns starten möchten. Angeboten werden außerdem Seminare zum Thema „Diversity“ sowie spezielle Arbeitstrainings. Weiters gibt es drei bis vier zusätzliche Urlaubstage für Menschen mit Behinderungen.“

Ernst Wurz, Pollmann  Austria GmbH, Karlstein
© SMS/CM Creative Ernst Wurz, Pollmann Austria GmbH, Karlstein

„Firmen, die um das Thema Behinderte einen Bogen machen, lassen viel Potenzial liegen – stand diese Woche in der Zeitung Standard geschrieben. Welcher Betrieb kann sich das leisten? Fakt ist, der Arbeitsmarkt braucht Menschen, die arbeitswillig und arbeitsfähig sind und dazu gehören auch Menschen mit Beeinträchtigungen. Wir beschäftigen bei Pollmann 600 Mitarbeiter und sind in der Automobilzulieferindustrie tätig. Neben der Beschäftigung von älteren Menschen ist es uns ein Anliegen, Jugendlichen mit Einschränkungen eine Lehrstelle zu bieten.“

GF Marie Gruscher, Karl Mertl GmbH, Schwechat
© SMS/CM Creative GF Marie Gruscher, Karl Mertl GmbH, Schwechat

„Unsere Firma handelt mit Stahlrohren und beschäftigt 90 Mitarbeiter. Schon meinem Großvater, der die Firma 1949 gegründet hat, war es ein Anliegen, Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz zu bieten und so stellte er 1960 einen jungen Mann ein, der bei einem Sprengstoffunfall einen Arm und ein Auge verloren hatte. Dieser Mann und weitere Menschen mit Beeinträchtigungen waren über 30 Jahre bei uns im Betrieb beschäftigt. Diese Erfolgsgeschichte an Inklusion möchten wir auch weiterhin in unserer Firma fortsetzen.“

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