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Flughafen Wien: Das wirtschaftliche Drehkreuz zwischen Ost und West

Das "Aus" für die dritte Piste stößt auf enormes Unverständnis: Der Ausbau würde den Wirtschafts-, Tourismus- und Kongresstandort stärken und zusätzliche Arbeitsplätze bringen.

Flughafen Wien
© Flughafen Wien AG/Roman Boensch Der Vienna Airport hat für den Wirtschafts-, Tourismus- und Kongressstandort Niederösterreich eine enorme Bedeutung.

„Das vorläufige Urteil gefährdet das Wachstum des gesamten Wirtschaftsstandortes“, bringt es Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner im Rahmen einer Pressekonferenz auf den Punkt. Das Unverständnis für die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts gegen den Bau der dritten Piste am Flughafen Wien mündet in eine breite Ablehnung. Immerhin gilt der Flughafen Wien aufgrund seiner günstigen geopolitischen Lage als ideales Drehkreuz zwischen West- und Osteuropa. 

Sackgasse für Wirtschaftsstandort

Bereits die Verzögerungen zum Bau der dritten Piste mindert die Wachstumsperspektiven für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich. Vor allem auch der Kongressstandort Ostösterreich würde abgewertet, da das Angebot an Flugverbindungen stagnieren würde. Neben einer möglichen Verlegung von Unternehmensstandorten und Produktionsstätten ist zudem ein vermehrtes LKW-Aufkommen und Passagiertransfers in Richtung Bratislava in den kommenden Jahren zu erwarten.
Derzeit gibt es rund 20.000 Beschäftigte am Standort Wien-Schwechat, wobei die Verantwortlichen vorrechnen, dass für jeden Arbeitsplatz am Flughafen zwei weitere Stellen bei Zulieferern hinzukommen. Günther Ofner: „Wenn man davon ausgeht, dass eine dritte Piste unsere Kapazität um 40 Prozent erhöht, würde das rund 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten. Dieses Potenzial zu Zeiten einer halben Million Arbeitslosen zu verschwenden, kann nicht mit dem Argument weggewischt werden, die Piste wäre nicht im öffentlichen Interesse."
Soviel steht fest: Der Flughafen Wien wird beim Verwaltungs- und beim Verfassungsgerichtshof Einspruch erheben.

Auch WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl spricht sich klar für eine dritte Piste aus: „Ein konkurrenzfähiger, leistungsstarker Flughafen Schwechat, an dem heute schon 75.000 Arbeitsplätze hängen, ist als Drehpunkt für Export, Ansiedlungen und Tourismus unerlässlich.“ (Interview links)
Im abgelaufenen Jahr passierten 23,4 Millionen Reisende den Flughafen Wien – ein neuer Rekord. Für heuer rechnen die Verantwortlichen mit einem Plus von bis zu zwei Prozent. Mit den derzeit zur Verfügung stehenden zwei Pisten sind in Spitzenzeiten maximal 72 Bewegungen pro Stunde möglich. Mit einer dritten Piste könnte dieser Wert um mehr als ein Viertel nach oben geschraubt werden – mit dem Effekt, dass sowohl das Wachstum sichergestellt, als auch das Flugangebot erhöht werden kann.
Die Wachstumsperspektive ist vor allem für Airlines wichtig, zumal sich eine erhöhte Kapazität auch auf die Flugsicherheit positiv auswirken würde im Gegensatz zu einem Airport, der an seine Kapazitätsgrenzen stößt.

Gute Ergebnisse für das Jahr 2016

Die guten Ergebnisse der Flughafen Wien-Gruppe für das Jahr 2016 brachten eine Umsatzsteigerung von drei Prozent auf 741,6 Millionen Euro und auch das EBITDA verbesserte sich um 5,5 Prozent auf einen Rekord-Höchstwert von 329,8 Millionen Euro. Einzig das Nettoergebnis blieb mit einem schmalen Plus von 0,7 Prozent hinter den Erwartungen, wobei sich auch hier die Bundesverwaltungsgerichts-Entscheidung zur 3. Piste mit einer Sonderabschreibung von 30,4 Millionen Euro auswirkte.
Die Luftfahrtbranche in Österreich erwirtschaftet etwa 1,8 Prozent des BIP und leistet Steuer- und Sozialabgabenleistungen von jährlich rund 2,3 Milliarden Euro. Zudem zählt sie zu den wichtigen Job-Motoren, da die Luftverkehrswirtschaft auch positive Beschäftigungseffekte erzielt: So wird angenommen, dass ein Zuwachs von einer Million Passagiere rund 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze bringt.

Flughafen Wien
© Flughafen Wien AG

Luftfracht als Wirtschaftsfaktor

Auch, wenn der Luftfrachtverkehr in allen Staaten nur einen geringen Teil des Gesamtexportvolumens ausmacht – vor allem auch deshalb, da manche Güter wegen ihrer Größe oder wegen der Gefahrengutklasse für den Lufttransport nicht geeignet sind – betrug der Luftfrachtverkehr im Jahr 2015, also Fracht und Postsendungen, am Flughafen Wien mit 96.907,3 Tonnen 8,3 Prozent des Gesamtexportvolumens von Niederösterreich. Insgesamt wurden Waren, schnell verderbliche Produkte oder Express-Sendungen in der Größenordnung von 236.023,5 Tonnen (laut Statistik Austria) umgesetzt – das unterstreicht die herausragende wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens.
Aber auch in diesem Bereich würde sich das Fehlen der 3. Piste auswirken und ein Kapazitätsengpass die Kosten für Cargo am Flughafen Wien höchstwahrscheinlich erhöhen. 


Geplante Ausbaumaßnahmen am Flughafen Wien

Ein vergrößertes Luftfrachtzentrum, ein topmoderner Office-Park, mehr Shopping- & Gastronomieflächen und neue Loungebereiche sind bis 2020 geplant.

Ungeachtet der Entscheidung zur dritten Piste unternimmt der Flughafen Wien alles, um in die Attraktivität des Standorts zu investieren. Zu Jahresbeginn wurde die Vergrößerung des Luftfrachtzentrums um ein Drittel (15.000 m²) gestartet, wobei das Bauvorhaben bis Jahresende 2017 abgeschlossen sein soll. Zudem begannen die Planungsarbeiten für die Errichtung eines neuen topmodernen Office Parks, der bis Anfang 2020 mehr als 20.000 m² zusätzliche Büroflächen bringen soll. Vor allem Brexit-Auswanderer sollen angesprochen werden, wobei vor allem die gute internationale Verkehrsanbindung, die umfassenden Logistik-Kapazitäten, die vorhandenen Telekom- und IT-Konnektivitäten und die komfortable Arbeitsumgebung mit Nahversorgungseinrichtungen, Parkplätzen und guter öffentlicher Erreichbarkeit einen Standortwechsel nahelegen.

Mit dem britischen Starkoch Jamie Oliver hat sich bereits ein erster Neuansiedler angekündigt. Im Mai eröffnet „Jamie’s Deli“, das sich auf italienische Speisen zum Mitnehmen spezialisiert. Für Dezember wird die Eröffnung des Restaurants „Jamie’s Italian“ mit einem Schwerpunkt auf mediterrane Gerichte geplant, während Mitte 2018 eine Bar in Betrieb gehen soll, die für Passagiere neben kleinen Snacks vor allem Cocktails bietet. So gesehen erhalten zumindest Feinschmecker
drei neue kulinarische Pisten …



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