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Fit im Job

Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für jede Firma. Jede noch so kleine Maßnahme zur "Betrieblichen Gesundheitsförderung" (BGF) zahlt sich für beide Seiten aus – für das Unternehmen und die Beschäftigten. Wie Sie damit starten, erfahren Sie hier.

Mann mit Turnschuhen und Anzug.
© Adobe Stock

Warum?

Während die Betriebliche Gesundheitsförderung in vielen großen Firmen bereits praktiziert wird, hat sich dieses Thema in Klein- und Mittelunternehmen (KMU) noch nicht auf breiter Ebene etabliert. Mit der Initiative „proFITNESS: Gesunde Mitarbeiter – Gesundes Unternehmen“ unterstützt die Wirtschaftskammer Österreich KMU auf ihrem Weg zu einem gesünderen Firmenalltag. Ziel von „ProFITNESS“ ist, ein Dach über alle beteiligten Institutionen, Anbieter und Aktionen zu bilden. 

Auf www.profitnessaustria.at finden Sie deshalb einen Überblick über alle relevanten Informationen, wenn Sie sich für BGF interessieren. Auf der Webseite finden Sie auch die richtigen Ansprechpartner, Förder-Auskünfte sowie Antworten auf die am häufigsten gestellten rechtlichen Fragen.

Wer?

Allen voran steht das Österreichische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung. Dieses Netzwerk BGF ist ein Zusammenschluss der Träger der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung, des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, der Sozialpartner (Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund) sowie des Fonds Gesundes Österreich als unterstützender Partner. Mehr unter: www.netzwerk-bgf.at

Was?

Die Betriebliche Gesundheitsförderung zielt darauf ab, gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen, Krankheiten vorzubeugen und Gesundheitspotenziale zu stärken. Sie umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die sich positiv auf
die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter auswirken.

Wirksame BGF beinhaltet sowohl verhaltens-, als auch verhältnisorientierte Maßnahmen:

Verhaltensorientierte Maßnahmen sollen das Verhalten der Mitarbeiter positiv beeinflussen. Dazu zählen etwa Seminare zu den Themen „Stressbewältigung“, „gesunde Ernährung“, „richtiges Heben und Tragen“ und „Zeitmanagement“ sowie Bewegungsmaßnahmen.

Verhältnisorientierte Maßnahmen sollen die Arbeitsumstände verbessern. Beispiele sind die Arbeitsplatzgestaltung, Änderungen von Arbeitsabläufen, Optimierung der Informations- und Besprechungskultur, Führungskräfteentwicklung sowie die Verbesserung der räumlichen Verhältnisse (Licht, Staub, Lärm, etc.).

Wofür?

Durch BGF entsteht eine Win-win-Situation für Unternehmen und für Beschäftigte. Gesundheitsförderung bzw. Gesundheitsmanagement als Unternehmensstrategie hat positive Auswirkungen auf die Zufriedenheit, die Motivation, die Produktivität und die Dienstleistungsqualität der Mitarbeiter. BGF fördert die Kommunikation untereinander, verbessert das Betriebsklima, reduziert Krankenstände und Ausfallzeiten, verringert die Fluktuationsrate und verlängert die Arbeitsfähigkeit älterer Personen.

Auch auf die Konkurrenzfähigkeit, die Marktchancen und das Image eines Unternehmens wirkt sich BGF förderlich aus. Fitte, engagierte und leistungsstarke MitarbeiterInnen sind das „A und O“, wenn es darum geht, aktuelle und künftige Herausforderungen zu bewältigen. Für Mitarbeiter verbessern sich die Arbeitsbedingungen, verringern sich die Arbeitsbelastungen, reduzieren sich gesundheitliche Beschwerden und steigern sich das Wohlbefinden und die Lebensqualität.

Wogegen?

Durchschnittlich 12,5 Krankenstandstage von Beschäftigten wurden 2017 laut „Österreichischem Fehlzeitenreport 2018“ verzeichnet. In diesem Bericht des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO im Auftrag der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) sind auch die fünf häufigsten Ursachen für Krankenstandstage angegeben. So machen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes 21,4 Prozent aus, die des Atmungssystems 20,5 Prozent, Verletzungen und Vergiftungen 16,7 Prozent, psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen 9,2 Prozent sowie infektiöse und parasitäre Krankheiten 7,1 Prozent.

Betriebliche Gesundheitsförderung zahlt sich in punkto Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit aus. Die SVA und der Fonds Gesundes Österreich haben die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen zusammengefasst und festgestellt, dass jeder Euro, der in erfolgreiche BGF investiert wird, dreifach zurückkommt. Nachzulesen im Argumentarium "Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Betrieblicher Gesundheitsförderung".

Wie?

Reden Sie mit Ihren MitarbeiterInnen, wo es Verbesserungspotenziale gibt und welche Angebote gewünscht sind. Aufschlussreich können auch Arbeitsplatzanalysen und Krankenstandsauswertungen sein. Nutzen Sie internes Know-how und holen Sie sich gegebenenfalls Unterstützung durch externe Berater. Viele heimische Firmen haben innovative Ideen im Bereich Betriebliche Gesundheitsförderung umgesetzt und dafür den „BGF-Preis“ erhalten – lassen Sie sich davon inspirieren und tauschen Sie sich mit UnternehmerkollegInnen aus.

Kleine Änderung können oft schon eine große Wirkung haben. Manche Maßnahmen können Sie sofort umsetzen, wie etwa einen Obstkorb aufstellen, Besprechungen im Stehen oder Gehen abhalten, gemeinsame Bewegungsprogramme und Entspannungsübungen durchführen oder das Raumklima und die Atmosphäre positiv beeinflussen durch Pflanzen, Tageslicht, frische Luft sowie „freundliche“ Wandfarben und Bilder.

Wohin?

Die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse (NÖGKK) ist eine Erstanlaufstelle, wenn es um die Betriebliche Gesundheitsförderung geht. Die Berater der NÖGKK entwickeln gemeinsam mit Ihrem Betrieb eine Strategie für ganzheitliche BGF-Projekte, begleiten während der gesamten Projektlaufzeit und unterstützen bei der Implementierung. Zudem hilft die NÖGKK bei Förderansuchen (Fonds Gesundes Österreich).

Die BGF-Projekte richten sich nach den Bedürfnissen und Zielen Ihres Unternehmens und sind abhängig von der Unternehmensgröße und -struktur. Auch für KMU gibt es spezielle Angebote. Die NÖGKK bietet eine unverbindliche, kostenlose Einstiegsberatung an. Infos unter: www.noebgf.at/Gesunde_Betriebe

Auch das Land NÖ hat über die Initiative „tut gut!“ ein eigenes Programm „Gesunder Betrieb“ entwickelt. Hier werden ebenfalls mit BGF-Beratern Konzepte für Firmen erstellt und umgesetzt. Mehr darüber unter: www.noetutgut.at/arbeitswelt


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