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Alles, was Sie über Ihr Firmenauto wissen sollten

Wie berechnet sich der PKW-Sachbezug und wie ermittle ich die Anschaffungskosten bei einem Gebrauchtwagen? Alle Fragen und Neuerungen rund ums Firmenauto lesen Sie hier.

Sujetbild Auto
© Adobe Stock

Wie wird der PKW-Sachbezug berechnet?

Die Berechnung des Sachbezugs hängt neben den Anschaffungskosten auch von den CO2-Emissionen ab. Aufgrund der Umstellung bei Fahrzeuganmeldungen auf das WLTP-Verfahren, war eine Anpassung der Grenzwerte bei den Sachbezügen notwendig. Für Neuzulassungen ab 1.4.2020 wird für die Ermittlung der Grenzwerte der CO2-Emissionen dieses Verfahren angewandt. 

Bis zu folgenden CO2-Grenzwerten im Jahr der erstmaligen Zulassung sind 1,5 Prozent der Anschaffungskosten als Sachbezug anzusetzen (siehe Tabelle):

Jahr der Zulassung


Maximaler CO2-Emissionswert

Jän.-März 2020
118 g pro km (NEFZ-Wert)
ab April 2020
141 g pro km (WLTP-Wert)
2021138 g pro km (WLTP-Wert)
2022135 g pro km (WLTP-Wert)
2023132 g pro km (WLTP-Wert)
2024129 g pro km (WLTP-Wert)
ab 2025
126 g pro km (WLTP-Wert)

Wird der jeweilige CO2-Emissions-Grenzwert im Jahr der Erstzulassung nicht überschritten, dann gilt für die Dauer der Nutzung ein monatlicher Sachbezug von 1,5 Prozent der Anschaffungskosten (maximal 720 Euro).
Wird der jeweilige CO2-Emissions-Grenzwert im Jahr der Erstzulassung jedoch überschritten, dann ist für die gesamte Dauer der Nutzung des Firmenautos ein monatlicher Sachbezug von 2 Prozent der Anschaffungskosten (maximal 960 Euro) anzusetzen. 
Arbeitnehmer, die mit dem Firmenauto jährlich nicht mehr als 6.000 Kilometer privat zurücklegen, dürfen den halben Sachbezug, also 0,75 % bzw. 1 % der Anschaffungskosten (max. 360 Euro bzw. 480 Euro), ansetzen. Voraussetzung hierfür ist die lückenlose Aufzeichnung sämtlicher Fahrten in einem Fahrtenbuch. Die Berechnung gilt auch analog für Motorräder, die zur Privatnutzung überlassen werden. 
Kein Sachbezug ist für die private Nutzung von Firmenautos mit einem CO2-Emissionswert von 0 Gramm je Kilometer anzusetzen. Für die Privatnutzung von Fahrrädern und E-Krafträdern (E-Bikes, E-Mofas, E-Motorräder, E-Squads, E-Roller), also mit einem CO2-Emissionswert von Null, ist ebenfalls kein Sachbezugswert anzusetzen. 

Wie ermittle ich die Anschaffungskosten?

Als Anschaffungskosten gelten bei Neufahrzeugen die tatsächlichen Anschaffungskosten (inkl. Sonderausstattung, Umsatzsteuer und NoVA).
Bei neuen Leasingfahrzeugen sind die für die Berechnung der Leasingrate relevanten Anschaffungskosten maßgeblich. 

Bei Gebrauchtfahrzeugen – auch für sehr alte Kraftfahrzeuge – sind für die Sachbezugsbewertung der Listenpreis und die CO2-Emissionswertgrenze im Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung maßgeblich. Sonderausstattungen bleiben dabei unberücksichtigt. Anstelle dieses Betrages können die nachgewiesenen tatsächlichen Anschaffungskosten (einschließlich allfälliger Sonderausstattungen und Rabatte) des ersten Erwerbers des Kfz zugrunde gelegt werden.

Für Kfz-Händler gibt es eine Neuregelung in der Verordnung. Stellen sie ihren Dienstnehmern Vorführwagen zur Privatnutzung zur Verfügung, gilt für Kfz mit Erstzulassung ab 1.1.2020 folgende Sachbezugsregelung: Als Berechnungsbasis sind die tatsächlichen Anschaffungskosten inkl. Sonderausstattung des Kfz-Händlers zuzüglich Umsatzsteuer und NOVA anzusetzen. Dieser Wert ist um 15 % (anstatt wie bisher um 20 %) zu erhöhen und davon der Sachbezug zu berechnen.

Wie gehe ich vor, wenn der Dienstnehmer Kostenbeiträge leistet?

Fall a) Der Dienstnehmer leistet einen einmaligen Kostenbeitrag bei der Anschaffung des Dienstwagens:

In diesem Fall ist der Kostenbeitrag zuerst von den tatsächlichen Anschaffungskosten abzuziehen, davon der Sachbezugswert zu berechnen und dann erst der Maximalwert (720 Euro bzw. 960 Euro) zu berücksichtigen.
Beispiel: Kfz-Anschaffungskosten 51.000 Euro, 1,5 % Sachbezugswert, Der Dienstnehmer leistet einen einmaligen Kostenbeitrag von 4.000 Euro.

Fall b) Der Dienstnehmer leistet laufend Kostenbeiträge:

In diesem Fall ist zuerst der Sachbezugswert von den tatsächlichen Anschaffungskosten zu berechnen, davon der Kostenbeitrag abzuziehen und erst dann der Maximalwert (720 Euro bzw. 960 Euro) zu berücksichtigen. Beispiel: Kfz-Anschaffungskosten 51.000 Euro, 1,5 % Sachbezugswert; Der Dienstnehmer leistet einen monatlichen Kostenbeitrag von 300 Euro.

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