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Exportoffensive in Richtung China

China gilt als Land der Superlative und zählt zu den Big Playern in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Robotik. Niederösterreich sieht hier Chancen für die heimischen Unternehmen und startet eine Exportoffensive.

Grafik: AußenwirtschaftsCenter in China
© Grafik: Ersan Ismani

Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas der letzten 30 Jahre ist einzigartig. „Noch nie haben sich in einem Land in einem derart kurzen Zeitraum die Lebensbedingungen für die Bevölkerung so stark verbessert“, erklärt der ehemalige ORF-Auslandskorrespondent in Peking, Raimund Löw, beim China Business Talk. Die Löhne seien seit 1980 um das Zehnfache gestiegen, die Bereitschaft, sich auf technologische Veränderungen einzulassen, ist genauso hoch wie auch die Innovationsbereitschaft weltweit ihresgleichen sucht.

Gleichzeitig ist China laut Löw ein Land der Gegensätze: „Es herrscht eine unglaubliche Dynamik, aber es gibt auch sehr viele Widersprüche.“ Als Beispiel nennt er das Paradoxon, dass China derzeit die erfolgreichste Marktwirtschaft mit hohem Wirtschaftswachstum repräsentiert und das unter kommunistischer Führung. Von den hohen Wachstumsraten um jährlich etwa sechs Prozent sollen in Zukunft auch nieder-österreichische Unternehmen profitieren. Das ist das erklärte Ziel der Exportoffensive, die von der Wirtschaftskammer NÖ, dem Land NÖ und der Industriellenvereinigung unterstützt wird.

Chancen für Betriebe – egal, welcher Größe

Derzeit liegt China an 15. Stelle der wichtigsten niederösterreichischen Exportmärkte. Die Warenexporte bewegen sich mit rund 400 Millionen Euro bisher noch auf relativ niedrigem Niveau im Vergleich zur Größe des Marktes. 
WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl sieht daher einen Zukunftsmarkt für alle NÖ-Unternehmen – egal, welcher Größe: „Auch für kleine und mittelständische Unternehmen bietet China enorm viele Möglichkeiten. Die Nachfrage nach hochwertigen Produkten steigt auf diesem riesigen Markt weiter, eine große Chance für Nieder-österreichs Unternehmen mit ihren weltweit gefragten Qualitätsprodukten. Als WKNÖ stehen wir unseren Betrieben nicht nur mit der Außenwirtschaft NÖ zur Seite, sondern verfügen mit den AußenwirtschaftsCentern und Büros der WKÖ über ein starkes Netzwerk mit Informationen aus erster Hand.“ (siehe Grafik).

Gruppenfoto der Teilnehmer am China Businesstalk.
© Daniel Hinterramskogler

V.l.: ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, ehemaliger ORF-Korrespondent in Peking Raimund Löw, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, IV NÖ-Präsident Thomas Salzer, RLB NÖ-Wien Vorstandsdirektor Reinhard Karl, ecoplus International Geschäftsführerin Gabriele Forgues, Chinas Botschaftsrat in Österreich Gao Xingle und der kaufmännische ecoplus Geschäftsführer Jochen Danninger.


Auch Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav sieht viel Potenzial: „China ist sicherlich ein herausfordernder Markt, er bietet aber gleichzeitig die Chance auf langfristiges Wachstum. Unser großes Ziel ist es, dass sich die heimischen Warenexporte nach China bis 2023 auf 500 Millionen Euro steigern.“ Um erfolgreich am chinesischen Markt zu sein, wird auch das Know-how von NÖ Unternehmen eingeholt, die heute bereits erfolgreich in China tätig sind.
„Die Industrie nimmt eine Vorreiterrolle ein, auch in China. Zahlreiche NÖ Industrieunternehmen sind bereits seit vielen Jahren in China aktiv und erfolgreich – Pollmann, Agrana oder auch Doka stehen beispielhaft für viele andere“, erläutert IV NÖ-Präsident Thomas Salzer.

Dabei ist die Stärke Chinas keinesfalls neu in der Erdgeschichte. Bereits um 1500 waren China und Indien mit 50 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung die Global Player. 

„Als sich Christoph Kolumbus um 1492 aufmachte, um einen Handelsweg nach Indien zu erkunden und dabei Amerika entdeckte, verfügte China über eine Flotte mit etwa 35.000 Mannstärke. Kolumbus selbst reiste mit sechs Schiffen mit insgesamt etwa 90 Personen“, skizzierte Löw die damaligen Kräfteverhältnisse. Erst interne politische Streitigkeiten, welche die Zerstörung der chinesischen Flotte zur Folge hatte, drehten das Kräfteverhältnis.

China und USA liegen weltweit gleich auf

Heute liegen China und die USA bereits gleich auf, was die Wirtschaftsleistung angeht. „Die Spannungen zwischen diesen beiden Mächten liegen also auf der Hand“, so Löw, vor allem auch deswegen, weil China die USA auf „dem absteigenden Ast“ sehen. Daher sei es auch wichtig, sich als Europa zu positionieren und Österreich hat hier als EU-Mitgliedsland ein entscheidendes Wort mitzureden. Das weiß Löw aus seiner Zeit als Brüssel-Korres-pondent.
Chancen am Markt sieht er für Niederösterreichs Betriebe in jedem Fall, vor allem in den Bereichen Umweltschutz, Lebensmittel, Qualitäts- und Nischenprodukte.

wko.at/noe/aw

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