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Zukunftsmärkte für NÖ-Betriebe: China und Frankreich

2019 werden von Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung (IV) und Land NÖ zwei neue Exportmärkte in Angriff genommen: Frankreich und China.

China und Frankreich
© Fotolia

„Frankreich liegt im Ranking der wichtigsten NÖ Exportmärkte auf Platz neun. Wir setzen uns zum Ziel, bis 2023 einen Warenexport von 815 Millionen Euro zu erreichen, das entspricht rund drei Prozent Wachstum pro Jahr. Im Sinne einer Diversifikation sind wir aber auch aktiv, fernere Wachstumsmärkte gemeinsam mit der Exportwirtschaft zu sondieren – aktuell geht unser Blick Richtung China“, sagt Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.

In manchen Bereichen, wie etwa Künstliche Intelligenz, Digitalisierung oder auch e-Mobilität, gehört China zu den Technologieführern. Für April 2019 ist eine gemeinsame Delegationsreise der drei Partner nach Shanghai, Hangzhou, Hauptstadt der NÖ Partnerprovinz Zhejiang, und Hongkong geplant. WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser weist darauf hin, dass es für ein einzelnes exportierendes Unternehmen schwieriger werde, rechtzeitig internationale Trends und Themen zu erkennen. Deshalb habe die Wirtschaftskammer die Innovationsagentur ins Leben gerufen.

Nehmen neue Märkte in Angriff (v.l.): ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki, IV NÖ-Präsident Thomas Salzer, Landesrätin Petra Bohuslav und WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser.
© NLK/Filzwieser Nehmen neue Märkte in Angriff (v.l.): ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki, IV NÖ-Präsident Thomas Salzer, Landesrätin Petra Bohuslav und WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser.

AußenwirtschaftsCenter sind Innovationscenter

„35 der 110 weltweiten Standorte der Aussenwirtschaftsorganisation fungieren als Trendscouts und Innovationscenter. NÖ Betriebe erhalten Zugang zu internationalen Technologie- und Innovationszentren und können kostengünstig daran andocken“, so Moser. Als Beispiel nennt er einen im November an der Stanford University stattfindenden Workshop zur neuesten Technologie im Bereich 3D-Druck: „Die Kosten am freien Markt würden dafür 6.000 Dollar betragen. Unser AussenwirtschaftsCenter organisiert die Teilnahme aufgrund der Kooperationsabkommen der AW mit  den Universitäten um 300 Euro.“

In Hinblick auf die Bedeutung des Exports sprach sich IV NÖ-Präsident Thomas Salzer gegen Handelsbeschränkungen aus: „Aus Sicht der Industrie ist Freihandel ein entscheidender Motor für Wirtschaftswachstum. In NÖ erzeugte Güter sind weltweit gefragt, viele Produktionsbetriebe haben Exportquoten von über 90 Prozent.“


Interview mit Christian Schierer, Wirtschaftsdelegierter in Paris

Christian Schierer, Wirtschaftsdelegierter in Paris
© WKÖ Christian Schierer, Wirtschaftsdelegierter in Paris


Welche Produkte haben gute Exportchancen in Frankreich?

Grand Paris, das größte europäische Stadterweiterungsprojekt, bietet Chancen bei der Zulieferung für Infrastruktur wie U-Bahn- und Bahnhofsnetz. In wenigen Monaten starten dazu Ausschreibungen für Tunnel sowie Bahnhöfe. Auch die Ski-WM 2023 und die Olympischen Sommerspiele 2024 machen Investitionen und Neubauten erforderlich. Außerdem bieten sich Chancen in den Bereichen Energieeffizienz, Auto (Elektromobilität), Schiene und Aerospace sowie bei Bio-Produkten.

Was raten Sie Firmen, um in Frankreich erfolgreich zu sein?

Kunden lieben innovative Produkte mit hoher Qualität, Kreativität und sind experimentierfreudig. Frankreich spielt traditionell eine Vorreiterrolle in der Technologieforschung. Nützen Sie den Steueranreiz für Betriebe in Höhe von 30 Prozent der F&E-Kosten. Das AußenwirtschaftsCenter berät gerne.

Welche Hürden gibt es?

Frankreich ist ein hochkompetitiver Verdrängungsmarkt mit Konkurrenz aus aller Welt. Administrative Prozesse dauern manchmal länger und können Kosten verursachen. Kunden fragen genau und kritisch. Nehmen Sie die Herausforderung an, liefern Sie gute Argumente und bauen Sie langfristige Beziehungen auf.

Was ist das Besondere am französischen Markt?

Präsident Macron hat frischen Wind und Optimismus gebracht – France is back und wird zudem am meisten vom BREXIT profitieren. Frankreich ist einer der größten und für Österreich wichtigsten Märkte Europas, schätzt hohe Qualität und bietet vergleichsweise hohe Gewinnspannen. Eine Präsenz vor Ort wird von französischen Kunden geschätzt.


Interview mit Marin Glatz, Wirtschaftsdelegierter in Peking

Martin Glatz, Wirtschaftsdelegierter in Peking
© Valeri Angelov Martin Glatz, Wirtschaftsdelegierter in Peking


Welche Produkte haben gute Exportchancen in China?

„Made in China 2025“, Chinas Technologieoffensive, steigert die Nachfrage nach Automatisierungslösungen, komplexen Anlagen und Komponenten. Auch Umweltschutz wird wichtiger, gerade in der Industrieproduktion. Genauso gefragt sind Experten im Infrastrukturbereich. Mit der wachsenden Mittelschicht ergibt sich eine stärkere Nachfrage nach Konsumgütern wie Lebensmittelspezialitäten, Fashion-, Sport- und Freizeitartikeln.

Was raten Sie Firmen, um in China erfolgreich zu sein?

China ist riesengroß. Nähern Sie sich dem Markt strategisch und finden Sie Ihre Nische! Die Geschwindigkeit der Veränderungen ist sehr rasant, als Unternehmer muss man hier am Ball bleiben. Das Pflegen von Netzwerken ist immens wichtig. Arbeiten Sie an der Pflege von lokalen Kontakten!

Welche Hürden gibt es?

China hat Aufholbedarf im Bereich Transparenz und Rechtssicherheit. Nicht-tarifäre Handelshemmnisse, wie bei der Produktzulassung, erschweren den Markt. Interkulturelle Herausforderungen gehen zwar mit der steigenden Intensität der Wirtschaftsbeziehungen zurück. Missverständnisse erschweren jedoch häufig eine effektive Kommunikation. Außerdem nimmt der Wettbewerb mit chinesischen Firmen zu.

Was ist das Besondere am chinesischen Markt?

Der Markt lässt sich am besten mit vier Stichwörtern beschreiben: Dynamik, Größe, Inhomogenität (Unterschiede in der Entwicklung, fragmentierte Netzwerke) und Einfluss von Partei, Staat und Verwaltung.

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