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Expertentipps für die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung

Arbeitsrechtsexperte Benjamin Nadlinger informiert.

Portrait Benjamin Nadlinger
© Chris Kneissl Benjamin Nadlinger ist Arbeitsrechtsexperte in der Wirtschaftskammer NÖ.

Sie sind ein Arbeitgeberbetrieb? Dann ist dieses Thema ab 1. Jänner 2019 wichtig für Sie: Die sogenannte monatliche Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) bringt nämlich massive Umstellungen für Arbeitgeber, Lohnverrechner und die Sozialversicherung.

Wir haben beim Arbeitsrechtsexperten Benjamin Nadlinger (WKNÖ) nachgefragt.

"Warum kommt die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung überhaupt?"

Das Melde- und Abrechnungssystem existiert seit mehreren Jahrzehnten nahezu unverändert und gilt als sehr komplex und verstaubt. Die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung soll die gesamte Lohnverrechnung modernisieren. Die Reduzierung der Meldungsvielfalt und das neu eingeführte elektronische Clearingsystem bringen Vereinfachungen für die Arbeitgeber und die Sozialversicherung. 

"Was ändert sich für mich in meinem Betrieb?"

  • Aus 3 mach 1: Es werden drei getrennte Meldebereiche durch eine versichertenbezogene Meldung ersetzt, nämlich die Wartung der Versicherungszeiten, die Beitragsabrechnung und die nachgelagerte Beitragsgrundlagenmeldung.
  • Damit wird die Meldungsvielfalt reduziert.
  • Der Verlauf der Versicherung wird nun über die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung gewartet.
  • Die Anmeldung zur Sozialversicherung wird vereinfacht.
  • Die Beitragsgruppen werden von einem neuen Tarifsystem abgelöst.
  • Mit der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung wird ein neues, elektronisches Sozialversicherungs-Clearingsystem online gehen.

"Wie sieht es mit Sanktionen für Meldeverstöße aus?"

Diese wurden entschärft: Wenn bei einer Kontrolle in Ihrem Betrieb Personen angetroffen werden, die nicht vor Arbeitsantritt angemeldet wurden, werden ab 1. Jänner 2019 geringere Strafen verhängt: Der Beitragszuschlag beträgt dann 400 Euro pro Person und 600 Euro für den Prüfeinsatz.
Wichtig: Die zusätzlich zum Beitragszuschlag drohende Verwaltungsstrafe bleibt unverändert.
Für alle anderen Meldeverstöße sind Säumniszuschläge vorgesehen. Die Säumniszuschläge werden mit dem Fünffachen der täglichen Höchstbeitragsgrundlage pro Kalendermonat gedeckelt. Achtung: Anmeldeverstöße sind davon ausgenommen! 

"Ab wann gelten diese Sanktionen?"

Die Wirtschaftskammer konnte einen sanktionsfreien Übergangszeitraum durchsetzen: Bis
zum 31. August 2019 werden keine Säumniszuschläge verhängt. Anmeldeverstöße sind wieder ausgenommen.

"Haben Sie noch einen Tipp für uns?"

Um die Änderungen auch korrekt umsetzen zu können, empfehlen wir Ihnen, mit den Lohnverrechnungssoftwareherstellern abzuklären,  ob die gesetzlichen Änderungen
in das jeweilige Programm integriert wurden!

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