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Nicht alles, was gut klingt, ist gut

Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl

Porträtfoto von Sonja Zwazl
© Gabriele Moser

Noch rund vier Wochen bis zur Nationalratswahl. Da ist die Versuchung für die Parteien groß, mit schnell hingeworfenen Forderungen Stimmung zu machen. Dass dabei die Schnelllebigkeit der Schlagzeile zu Lasten der Nachhaltigkeit des Inhalts geht, liegt auf der Hand.

Wenn jetzt etwa wieder Forderungen nach mehr Urlaub ausgepackt werden, klingt das natürlich für viele populär. Zu leicht und wohl geflissentlich übersehen wird dabei, dass Österreich mit mindestens 25 Urlaubstagen und 13 Feiertagen im Jahr schon jetzt unter den absoluten Top-Ländern in Sachen Freizeit liegt. Unwillkürlich drängt sich das Beispiel der Schweiz auf, wo 2012 die Gewerkschafts-Forderung nach einem Mindesturlaub von sechs Wochen in einer Volksabstimmung mit einer satten Zwei-Drittel-Mehrheit abgelehnt wurde. In keinem einzigen Kanton stimmte die Bevölkerung mit Ja. Weil sich die Einsicht durchgesetzt hat, dass nicht alles, was gut klingt, auch wirklich gut ist.

Schon klar, Einzelforderungen sind im Wahlkampf leichter zu verkaufen als komplexe wirtschaftspolitische Programme. Die braucht es aber, um die wirklich entscheidenden Herausforderungen anzupacken – ich sage nur: Fachkräfte, Bürokratie, demographische Entwicklung, Sicherung des Wirtschaftsstandorts im internationalen Wettbewerb. Für Rufe nach mehr Freizeit und weniger Arbeit ist da kein Platz. Statt Be- braucht es Entlastung für unsere Betriebe. Nicht, weil es gut klingt. Sondern, weil letztendlich alle davon profitieren.

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