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Die neuen Energieetiketten machen Schluss mit A+++

Die EU-Kommission hat die Kennzeichnung des Energieverbrauchs auf Elektrogeräten neu geregelt. Welche Pflichten Sie als Lieferant oder Händler treffen, lesen Sie hier.

© Fotolia Schon bald werden neue Energieverbrauchs-„Pickerl“ die Waschmaschinen zieren.

Was ist neu:

  • Die „Plusklassen“ (z.B. A+++) auf den Aufklebern auf Elektrogeräten verschwinden zukünftig.
  • In Zukunft werden für die Energieklassenkennzeichnung nur mehr die Buchstaben A bis G verwendet.
  • A bedeutet dabei besonders energieeffizient, mit G werden Geräte klassifiziert, die besonders viel Energie verbrauchen.
  • Bereits jetzt – mit „Plusklassen“ – gekennzeichnete Produkte müssen neu – mit A bis G – gekennzeichnet werden.
  • Für diese Neuskalierung gibt es Deadlines. Spätestens mit 2. November 2018 werden für „Weißware“ im Haushalt, also Geschirrspüler, Kühlgeräte, Waschmaschinen, Waschtrockner, Fernseher, Lampen und Leuchten die neuen Regelungen veröffentlicht.
  • Als Übergangsfrist zur Umsetzung sind zwölf Monate vorgesehen.

Die Pflichten für Lieferanten

Unter Lieferanten versteht man in der EU ansässige Hersteller, Bevollmächtigte oder Importeure. Wenn Sie sich dazu zählen, müssen Sie u.a. folgende Bestimmungen beachten:

  • Sie müssen korrekt gedruckte Etiketten und Produktdatenblätter unentgeltlich mitliefern.
  • Lieferanten dürfen keine Produkte in Verkehr bringen, die unter Testbedingungen bessere Energieeffizienzwerte erreichen als im täglichen Gebrauch beim Kunden.
  • Wenn Sie z.B. zuhause beim Kunden bei einer Waschmaschine ein Software-Update durchführen, müssen Sie ihn oder sie darüber informieren, falls sich durch das Update die Energieeffizienzklasse verändert. Sie müssen auch die Zustimmung des Kunden/der Kundin dafür einholen.
  • Für Produkte, die bereits vor der Neuskalierung in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen wurden, müssen Sie als Lieferant das Etikett mit neuer Skala auf Aufforderung des Händlers zur Verfügung stellen.

Die Pflichten für Händler

  • Sie erhalten von Ihrem Lieferanten das Etikett für den Energieverbrauch. Sie müssen es – im Geschäft genauso wie auch online – gut sichtbar für die Kunden ausstellen.
  • Das Produktdatenblatt müssen Sie auf Aufforderung auch als Ausdruck im Geschäft aushändigen können.
  • Wenn Etiketten fehlen, müssen Sie diese beim Lieferanten anfordern. Fehlende Produktdatenblätter können Sie sich aus der Produktdatenbank ausdruc-ken oder zur elektronischen Anzeige herunterladen (wenn verfügbar).
  • Ab dem Startdatum für die neuen Etiketten haben Sie als Händler 14 Arbeitstage Zeit, die neuen Etiketten anzubringen. Dies gilt für in Geschäften als auch für online angebotene Produkte.
  • Wichtig: Vor diesem Datum dürfen Sie keine Etiketten mit der neuen Skala ausstellen!
  • Wenn Sie als Händler für bereits lagernde Produkte keine neuen Etiketten mehr erhalten, weil der Lieferant seine Tätigkeit eingestellt hat, können die betroffenen Produkte bis zu neun Monate mit dem bestehenden Etikett abverkauft werden. Die neun Monate laufen ab dem offiziellen Startdatum für das neue Etikett.

Werbung: Energieeffizienzklasse muss angegeben werden

Lieferanten und Händler müssen in der Werbung auf die Energieeffizienzklasse des jeweiligen Produkts und das Spektrum der auf dem Etikett verfügbaren Effizienzklassen hinweisen. Das gilt auch dann, wenn in der Werbung kein Preis und kein Energieverbrauch genannt wird.

© Fotolia So sieht die neue Energiekennzeichnung aus: Ein A bedeutet die beste Energiebilanz, ein G bezeichnet ein Gerät mit einem besonders hohen Energieverbrauch.

Neu: Produktdatenbank

Die EU richtet eine online zugängliche Produktdatenbank ein. Diese Datenbank setzt sich zusammen aus einem öffentlich zugänglichen und einem nicht öffentlich zugänglichen Teil.  Im öffentlichen Teil finden sich die Daten, die Lieferanten in Produktdatenblättern und Etiketten angeben müssen.

Wozu?

  • Die Konsumenten können genauso wie die Händler diese Produktdaten einsehen.
  • Unabhängige Anbieter können Auswertungen durchführen, um die Verbraucher zu informieren. 

Zum nicht öffentlichen Teil haben nur die EU-Kommission und Marktüberwachungsbehörden Zugang. Hier sind folgende Verpflichtungen und Fristen vorgesehen:

  • Lieferanten müssen Produkte eines neuen Modells ab 1. Jänner 2019 in die Produktdatenbank eintragen, bevor sie auf den Markt kommen.
  • Für Modelle, die zwischen dem 1. August 2017 und dem 1. Jänner 2019 in Verkehr gebracht werden, läuft die Eintragungsfrist bis zum 30. Juni 2019.
  • Für Produkte, die seit dem 1. August 2017 nicht mehr in Verkehr gebracht wurden, steht es den Lieferanten frei, ob sie diese eintragen wollen.
  • Daten der Produkte, die nicht mehr auf dem Markt sind, müssen für 15 Jahre gespeichert bleiben, die öffentlich verfügbaren Daten bleiben ohne Frist erhalten.

Mehr Infos gewünscht?

Alle detaillierten Informationen zu der neuen Regelung der Energieetiketten finden Sie auch im Internet unter: http://wko.at/ecodesign

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