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Digitalisierung im Schulwesen verankern

Beim E-Education Tag in der WKNÖ diskutierten über 100 LehrerInnen mit Wirtschaftsvertretern wie das Thema Digitalisierung in den Schulen besser integriert wird.

Gruppenfoto mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des E-Education Tages im WIFI NÖ.
© WKNÖ

Doris Wagner, Leiterin des Bereichs Pädagogischer Dienst in der NÖ Bildungsdirektion (2.v. l.) mit Stefan Gratzl, Leiter WKNÖ-Bildung (Mitte hinten), Christian Wurzer, BG/BRG Keimgasse Mödling (5.v.l.) und Ulrike Wiedersich von der Business Education Bruck (6.v.l.) sowie Teilnehmern am
E- Education Tag.


Digitalisierung betrifft nicht nur die Wirtschaft, sondern wirkt sich auch auf den Bildungsbereich und das Bildungssystem stark aus.

Die österreichweite Initiative E-Education setzt sich mit dieser Problematik auseinander und verbindet die Anforderungen der Wirtschaft mit jenen der Schulen”, erklärt Stefan Gratzl, Leiter der WKNÖ-Bildung. Ziel ist es, eine Strategie zu entwickeln, damit beide Seiten profitieren.

Dazu wurden in der WKNÖ-Zentrale von Lehrern und Wirtschaftsvertretern konkrete Ziele diskutiert, um das Bildungssystem noch stärker an die Anforderungen der Digitalisierung anzupassen:

  • Die Schulorganisation muss einen Unterricht ermöglichen, der die Absolventen „digitalisierungs-fit“ macht
  • Flexible Lehrpläne
  • In der Lehrerausbildung muss ein Schwerpunkt gesetzt werden, um die Pädagogen besser auf die Anforderungen der Digitalisierung vorzubereiten
  • Die Vernetzung zwischen Schule und Wirtschaft muss noch stärker werden, denn die Wirtschaft ist der Digitalisierung unmittelbar ausgesetzt und weiß aus erster Hand, was Fachkräfte künftig können müssen
  • Es braucht ein Umdenken nach dem Motto: „Die Vermittlung von Fachwissen ist wichtig, noch wichtiger ist allerdings das Vermitteln von Kompetenzen
  • Schulen brauchen eine bessere Infrastruktur wie eine entsprechende IT-Infrastruktur oder den Ausbau von Breitband.

„Wir nutzen für das Entwickeln und Umsetzen dieser Ziele die Erkenntnisse, die wir aus unseren beiden BildungsKonzilen am Heldenberg erhalten haben. Gerade das letztjährige Konzil, das sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz auseinandersetzte, hilft uns dabei“, so Stefan Gratzl. 

BildungsKonzil 2018 „Braucht Künstliche Intelligenz Bildung?“
Ergebnisse und Thesen aus den neun Denkräumen (Auszug)


Kurie Potenziale: Denkraum Wissenschaft

Künstliche Intelligenz (KI) und Digitalisierung unterliegen dem Prinzip der Verantwortung: Erst der Mensch bestimmt, wie sie entsprechend ihren Möglichkeiten und Grenzen eingesetzt werden. Daher soll Ethik und Verantwortung in allen Studienplänen von Schulen und Hochschulen, die sich mit Künstlicher Intelligenz befassen, aufgenommen werden.

Kurie Potenziale: Denkraum Wirtschaft

Bildung ist die Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung, Gestaltung und Bewältigung der Folgen von Künstlicher Intelligenz. Deshalb sind Kompetenzen der Nutzung und des Verstehens von KI sowie der Umgang mit neuen Situationen und Herausforderungen nötig.

Kurie Potenziale: Denkraum Gesellschaft

as Sozialsystem muss sich weiterentwickeln. Menschen sollen sich vermehrt über die Verwirklichung ihrer Potenziale bestimmen und mit diesen einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben leisten.

Kurie Strategien: Denkraum Wissenschaft

Installation einer „Hoppala-Akademie“, in der Fehlerkultur alltäglich und verantwortungsbewusstes Handeln möglich ist.

Kurie Strategien: Denkraum Wirtschaft

Breit ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer sind gefragt. Ebenso sollte anderen Berufsgruppen der Quereinstieg in den Lehrberuf ermöglicht werden.

Kurie Verantwortung: Denkraum Wissenschaft – „Kein Meer der Gleichen mehr“

Kein Mehr der Gleichen mehr! Gefordert wird eine „Erziehung in Rebellion“. Querdenken ist die treibende Kraft des Menschen. Die gegenwärtige Bildungspraxis setzt nicht auf Kreativität als hinreichende Grundlage des Lernens, sondern auf die Anpassung sozialer Standards. Diese Negativität des Bildungsbereichs ist ein Hemmnis kreativer Lebensführung.

Kurie Verantwortung: Denkraum Wirtschaft

Die Lehrerausbildung muss modernisiert werden. Die Wirtschaft ist hier mit einzubinden. Das Entwickeln von sozialen Kompetenzen und verantwortungsbewussten Personen, die mit Künstlicher Intelligenz umgehen können, ist Voraussetzung für den bewussten Umgang mit Künstlicher Intelligenz.

Kurie Verantwortung: Denkraum Gesellschaft

Künstliche Intelligenz braucht Kontrolle. Es braucht einen neuen gesetzlichen Rahmen, damit Künstliche Intelligenz kritisch gesehen und der gesellschaftlichen Kontrolle unterzogen wird. Außerdem muss Verantwortung für die „Ränder der
Gesellschaft“ getragen werden. 

Tipp!

BildungsKonzil Heldenberg 2019 zum Thema „Kulturen im Wandel der Bildung“ von 19. bis 21. September 2019. 

Hier geht's zur Website des BildungsKonzil-Heldenberg




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