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E-Gitarren-Ikone Gibson beantragt Gläubigerschutz

Dem Pionier der elektrischen Gitarre droht der Schlussakkord.

© Fotolia Das 116 Jahre alte Unternehmen mit Sitz in der Countrymusik-Hauptstadt Nashville ist vor allem durch seine elektrischen Gitarren zu Ruhm gelangt.

Nashville (Tennessee) (APA/dpa) - Die Kultfirma Gibson kann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Das Unternehmen mit Sitz in der Country-Hochburg Nashville im US-Bundesstaat Tennessee teilte mit, Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzgesetzes beantragt zu haben.

Gibson steht mit rund 500 Mio. Dollar (414 Mio. Euro) bei Geldgebern in der Kreide. Eine Umschuldung, bei der Firmenchef Henry Juszkiewicz zwar bleiben darf, im Hintergrund aber Hedgefonds-Investoren die Macht übernehmen, ist der letzte Strohhalm.

Die Firma, auf deren Gitarren schon Legenden wie Jimmy Page, Angus Young oder Johnny Cash spielten, war in Schieflage geraten, nachdem es sich mit Zukäufen wie der 135 Mio. Dollar teuren Übernahme der Unterhaltungssparte des Philips-Konzerns 2014 verhoben hatte. Gibson Innovations mit Lautsprechern, Kopfhörern und DJ-Bedarf, die als Hauptgrund der Misere gilt, wird abgewickelt.

Firmenchef Juszkiewicz, der schon seit geraumer Zeit unter Druck steht und den einige Investoren lieber heute als morgen aus dem Unternehmen gedrängt hätten, will nun mit einer Rückbesinnung auf Gibsons Kernkompetenz die Wende schaffen. "Die Entscheidung, sich wieder auf das Hauptgeschäft - Musikinstrumente - auszurichten, dürfte zusammen mit der großen Unterstützung unserer Gläubiger zu langfristiger Stabilität und finanzieller Gesundheit führen."

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