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"Die Haptik ist im Juwelengeschäft ausschlaggebend"

Uhrmachermeister und Juwelier Figl aus Tulln ist froh, dass er seine Ware nun endlich wieder an den Mann bringen kann.

Uhrmacher Figl zeigt Kundin Schmuck.
© Uhrmacher und Juwelier Figl KG Bei Uhrmachermeister und Juwelier Figl aus Tulln können die Kunden die Schmuckstücke nun wieder anprobieren.
"Wir haben das Schaufenster geputzt und neu dekoriert, die Straße vor dem Geschäft gekehrt und unsere Bestände aufgefüllt. Damit die Kunden nach einem Monat vor verschlossener Tür endlich wieder in die schöne, glitzernde Welt unserer Produkte eintauchen können“, sagt Johann Figl und blickt sich in seinem Geschäft in Tulln um. Ein Mann, das Gesicht mit einer Mund-Nasen-Maske bedeckt, betritt den 60 Quadratmeter großen Verkaufsraum und legt eine goldene Uhr auf den Tresen. „Die müsste bitte repariert werden“, sagt der Niederösterreicher und rückt seinen Mundschutz zurecht. „Noch etwas ungewohnt“, meint der Kunde auf die Frage nach der Maskenpflicht beim Einkaufen, und fügt hinzu: „Aber das wird schon.“
Sicherheitsabstand, Desinfektionsmittel, Nasen- und Mundschutz – diese Dinge scheinen bereits im Alltagsleben der Menschen angekommen zu sein. „Diese Sicherheitsmaßnahmen sind in den Köpfen der Konsumenten und Mitarbeiter verankert – da ist die Disziplin wirklich bemerkenswert“, berichtet auch Figl, und fügt hinzu, „auch wenn es beim Anprobieren des Schmucks noch etwas befremdlich wirkt.“

Noch fehlt den Menschen das Einkaufserlebnis

Mit einem großen Ansturm auf sein Geschäft hat der NÖ Landesinnungsmeister für Kunsthandwerke in den ersten Tagen nach der Wiedereröffnung nicht gerechnet, aber es „sind Kunden unterwegs und sie kaufen auch. Es fehlt aber der Branchenmix, das Shopping-Erlebnis, dafür sind einfach noch zu viele Geschäfte und Gastronomiebetriebe geschlossen.“ Dennoch ist Figl froh, dass er seine Ware nun endlich wieder an den Mann bringen kann. „Wir hatten während der verordneten Betriebsschließung nur die Werkstätte offen und die Zeit genutzt, alle Reparaturen abzuarbeiten. Lieferservice hat für unser Segment wenig Sinn gemacht, weil in unserem Geschäft die Haptik ausschlaggebend ist und wir im hochpreisigeren Segment angesiedelt sind“, erklärt der Juwelier. Bis der Umsatz wieder auf normalem Niveau sei, dauere es sicher noch einige Zeit, aber „ich bin trotzdem optimistisch, dass es weiter bergauf geht. Wir sind schließlich Unternehmer und da ist es unsere Pflicht, alles zu unternehmen, dass wir die Geschäfte wieder zum Laufen bringen“, betont Figl und rückt eine Uhr in einer gläsernen Vitrine zurecht.

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