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„Das Beste für den Arbeitsmarkt erreichen"

Seit 1. Juli ist Sven Hergovich neuer Landesgeschäftsführer des AMS NÖ. Im NÖWI-Gespräch skizziert der ausgebildete Volkswirt seine Schwerpunkte und wie Betriebe von den AMS-Leistungen profitieren können.

© Barbara Pullirsch Für Sven Hergovich, Landesgeschäftsführer des AMS Niederösterreich ist die Marschrichtung klar: „Wenn es in zehn Jahren um Fragen zum Arbeitsmarkt geht, freue ich mich wenn die Antwortet lautet: ,Schaut nach Niederösterreich! So geht‘s!

NÖWI: Sie sind jetzt seit etwa einem Monat im Amt. Was nehmen Sie von Ihrem Vorgänger Karl Fakler, der die Geschicke des AMS NÖ jahrzehntelang prägte, mit?

Hergovich: Auch mir ist es wichtig, mit allen Stakeholdern in Niederösterreich eine gute Kooperation zu pflegen. Das war neben der fachlichen Qualität meines Vorgängers mit Sicherheit eine seiner vielen Stärken. Ich habe ein gut aufgestelltes Haus mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen und so steht meinem Ziel nichts mehr im Weg, alles Notwendige zu erledigen, was gut für den niederösterreichischen Arbeitsmarkt ist.


Die gute Konjunktur sorgt derzeit für eine Entspannung am Arbeitsmarkt. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Mit den uns vorliegenden Daten rechnen wir in diesem Jahr mit dem stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit der letzten 18 Jahre. Natürlich korreliert diese positive Entwicklung mit der guten wirtschaftlichen Lage. Diese Situation müssen wir zum Beispiel dafür nutzen, um Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Auch die Themen Fachkräfte und Jugend stehen natürlich im Fokus unserer Anstrengungen.


Welche Schwerpunkte möchten Sie in der nächsten Zeit setzen?

Um dem Fachkräftemangel gezielt entgegenzuwirken, forcieren wir zum einen hochwertige Aus- und Weiterbildung in unseren Ausbildungszentren – vor allem in den Bereichen Metall, Elektro, Kunststoff und Holz. Zum anderen stärken wir betriebsnahe Ausbildung, um Arbeitssuchende direkt in den Unternehmen auszubilden. 

Zweiter Schwerpunkt ist eine passende Jugendausbildung. Schließlich wissen wir, dass Jugendliche ohne Ausbildung im Durchschnitt zwölf Jahre arbeitslos sein werden. Es ist daher eine Hauptaufgabe, in die Ausbildung zu investieren. Dritter Schwerpunkt ist die Bekämpfung von Sozialmissbrauch. Dazu etablieren wir im September einen Erhebungsdienst, der im Sinne des Gesetzgebers und der Gemeinschaft der Versicherten vor Ort recherchiert, um Sozialmissbrauch aufzuzeigen und zu verhindern. Wir überprüfen zum Beispiel die Arbeitswilligkeit oder ob es sich bei AMS-Geld-Beziehern um Scheinwohnsitzer oder Schwarzarbeiter handelt. Denn wir sind für jene da, die arbeiten wollen. Hier gehen wir auch auf regionale Unterschiede ein.


Was mit ihren über 20 Geschäftsstellen in ganz NÖ – wie bei der WKNÖ – eine Stärke ist. Welche Tipps haben Sie für Betriebe, die Fachkräfte suchen?

Die dezentrale Struktur hilft uns bei der Bewertung regionaler Unterschiede. Gleichzeitig sind wir ganz nah an den Unternehmen und bei den Arbeitssuchenden. Suchen Unternehmen Fachkräfte, bitte ich Sie, sich in ihrer AMS-Geschäftsstelle zu melden. Nur so können wir den Bedarf erkennen und auch in die entsprechende Richtung schulen. Es hilft uns außerdem, wenn wir von den Betrieben erfahren, was bei vom AMS vermittelten Bewerbern gut gelaufen ist und was nicht. Sprich, ob sie passen oder nicht oder sich nur vorgestellt haben, um den sogenannten Stempel abzuholen. Mit diesen Rückmeldungen können wir entsprechende Schritte in Richtung noch besserer Personalsuche setzen. Davon profitieren Firmen und Arbeitssuchende.


Die Zusammenarbeit zwischen AMS und WKNÖ läuft traditionellerweise gut. Sehen Sie hier weitere Schnittpunkte?

Es ist kein Zufall, dass meine erste öffentlich vorgestellte Maßnahme die gemeinsame AMS, AKNÖ und WKNÖ-Initiative Berufslenkerakademie ist, wo wir gemeinsam den massiven Fachkräftebedarf im Güterbeförderungsgewerbe entgegensteuern. Genauso sorgen wir im tede-Z im WIFI St. Pölten mit dem modularen Ausbildungsprogramm „Technik-Center“ für passende Ausbildung im angesprochenem Metall-, Elektro- und Kunststoffbereich erfolgreich zusammen. Es ist schön zu sehen, das wir in Niederösterreich an einem Strang ziehen und das gleiche Ziel haben: Das Beste für den heimischen Arbeitsmarkt zu erreichen!


AMS NÖ – Service für Unternehmen

Sie suchen Personal für Ihr Unternehmen? Sie interessieren sich für Förderungen des AMS? Ob Sie freie Stellen zu besetzen haben, nach qualifizierten Mitarbeitern suchen oder Personalentwicklung für Sie wichtig ist – Experten des Service für Unternehmen im AMS Niederösterreich sind kompetente Ansprechpartner. www.ams.at/noe/service-unternehmen

Alle Geschäftsstellen des AMS NÖ finden Sie unter:

www.ams.at/noe/

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