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Professionell vor Cybercrime schützen

Bei der siebenten Wirtschaft 4.0 Regionalveranstaltung in Wiener Neustadt erfuhren rund 50 UnternehmerInnen, wie sie sich am besten vor Cybercrime schützen.

V.l.: Psychologe Herwig Lenz, Gerti Wallner (IV-NÖ), Bernhard Tröstl (WKNÖ), ecoplus Prokuristin Petra Patzelt und Wolfgang Schwabl (A1 Telekom Austria AG)
© ecoplus V.l.: Psychologe Herwig Lenz, Gerti Wallner (IV-NÖ), Bernhard Tröstl (WKNÖ), ecoplus Prokuristin Petra Patzelt und Wolfgang Schwabl (A1 Telekom Austria AG)

Zur Einstimmung stand ein Besuch in der neuen A1 Cyber Range auf dem Programm. Diese Security Trainingsakademie bietet die Möglichkeit, Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen, Schutz- und Abwehrmechanismen zu testen und den Ernstfall einer Cybercrime-Attacke zu trainieren.

Wie konkret die Bedrohung durch Cyber-Kriminalität für Unternehmen ist und welche Entwicklungen sich in diesem Bereich abzeichnen, zeigte im Vortragsteil Wolfgang Schwabl, Cyber Security Officer der A1 Telekom Austria AG, anhand von Praxisbeispielen (siehe Interview unten). Einen anderen Blick auf das Thema Cyber Security gab der Psychologe Herwig Lenz im Vortrag „Psyche des Betrugs – Tatort: Mein Unternehmen“.

Die Initiative Wirtschaft 4.0 erfolgt aus einem Zusammenwirken von Land Niederösterreich, Industriellenvereinigung Niederösterreich sowie der Wirtschaftskammer Niederösterreich.
Aus der gemeinsam in Auftrag gegebenen Studie „Einfluss- und Erfolgsfaktoren von Industrie 4.0 für den Standort NÖ“ wurden auch konkrete Handlungslinien und Maßnahmenvorschläge zur Unterstützung der Betriebe formuliert. In diesem Zusammenhang wurden gemeinsam Regionalveranstaltungen entwickelt.

Weitere Termine und mehr Informationen zu den Regionalveranstaltungen und zur Initiative unter: www.wirtschaft40.at


Interview mit Wolfgang Schwabl, Cyber Security Officer A1 Telekom Austria AG

Wolfgang Schwabl, Cyber Security Officer A1 Telekom Austria AG
© ecoplus Wolfgang Schwabl, Cyber Security Officer A1 Telekom Austria AG

Wie bemerken Betriebe, ob sie „aus dem Netz“ angegriffen werden?

Schwabl: Ohne ständiges Monitoring mit Hilfe eines Security Information and Event Management Systems und Spezialisten, die dort auf Anomalien achten und diese analysieren, bemerken Betriebe einen Angriff meist erst, wenn es zu spät ist und ein direkter oder indirekter Schaden aufgetreten ist. Der direkte Schaden wäre der Ausfall oder die Nicht-Erreichbarkeit eines wichtigen Systems oder Services. Der indirekte Schaden wäre etwa ein Datenklau, mit dem Unternehmen erpresst werden.

Wie viele und welche Unternehmen sind betroffen?

Das wissen wir nicht. Es kann jeden treffen, unabhängig von der Branche und Größe eines Unternehmens.

Was sind derzeit die größten Bedrohungen?

Die größten Bedrohungen sind DDOS (Distributed Denial of Service) Attacken, Malware in vielen Variationen – insbesondere Ransomware – und zahlreiche Betrugsformen mit gefälschten E-Mails wie Phishing-Versuche und Fake-President-Fraud.

Wie haben sich die Cyberattacken verändert?

Die Cyberkriminellen haben entdeckt, dass das Internet für kriminelle Zwecke verwendet werden kann. Die österreichische Kriminalstatistik zeigt einen kontinierlichen Cybercrime-Anstieg, 2017 gab es 16.804 Fälle.

Was war der spektakulärste Fall?

Der spektakulärste Fall war wohl der Fake-President-Fraud gegen die Firma FACC in Oberösterreich zum Jahreswechsel 2015/16 mit 50 Millionen Euro Schaden. Darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen, dass Malwareattacken im Juni 2017 zahlreiche Betriebsausfälle in der Ukraine hervorriefen und zu empfindlichen Störungen bei internationalen Logistik-Unternehmen führten.

Wie lange können Cyber-Kriminelle ein Unternehmen lahmlegen?

Das ist unterschiedlich, aber Kriminelle können so lange ein Unternehmen lahmlegen, bis entweder deren Forderungen erfüllt wurden, oder sie feststellen, dass die beabsichtigte Wirkung ihrer Angriffe ausbleibt. Das kann bis hin zu Tagen und sogar Wochen dauern.

Wie soll sich ein Betrieb im Angriffsfall verhalten?

Wichtig ist, professionell vorzugehen, das heißt so rasch als möglich fachliche Hilfe holen, damit die Daten geschützt werden, Angriff und Wirkung gestoppt und analysiert und die Täter angezeigt werden können.

Wie können sich Betriebe am besten schützen

Das Thema muss von der Geschäftsleitung ernst genommen werden. MitarbeiterInnen sollen über Cybergefahren Bescheid wissen. Informations- und Kommunikationstechnik-Systeme (IKT)-Systeme müssen dem Stand der Technik nach betrieben, Schwachstellen ständig ausgebessert und Anwendungssoftware aktuell gehalten werden. Ein angemessener Anteil des IKT-Budgets muss auch in dedizierte Sicherheitssysteme investiert werden. Was da alles dazu gehört, ist hier nachzulesen:  www.cisecurity.org/controls

Was trainieren Sie im A1 Trainingscenter?

In der A1 Cyber Range trainieren wir Administratoren und Experten, wie sie realistisch verlaufende Cyberangriffe erkennen und abwehren können. Die erfolgreiche Abwehr eines Angriffs erfordert Teamwork und kann Stunden oder sogar Tage dauern. 

Können auch Unternehmen vom A1 Cyber Range Trainingscenter in Wiener Neustadt profitieren?

Ja, wir vermieten die Cyber Range samt Trainer an Unternehmen, die ihre IT-Administratoren und Experten in Cyberabwehr trainieren wollen. Wir raten zur Wochenmiete, um die Erfahrung der Administratoren und Experten mit der Bewältigung mehrerer unterschiedlicher Angriffsszenarien wirklich zu erweitern.
Informationen unter: www.a1.net/cyberrange

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