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BREXIT: WK-Checklisten helfen bei Vorbereitung

Sechs Monate sind es noch bis zum endgültigen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA steht mit Rat und Tat zur Seite.

V.l.: Die Wirtschaftsdelegierten Christian Kesberg (AC London) und  Josef Treml (AC Dublin) beim NÖWI-Interview.
© Arnold Stivanello V.l.: Die Wirtschaftsdelegierten Christian Kesberg (AC London) und Josef Treml (AC Dublin) beim NÖWI-Interview.

„Je näher der Brexit kommt, desto verworrener wird die Lage”, gibt Christian Kesberg, Wirtschaftsdelegierter im Außenwirtschafts-Center (AC) London, beim Wirtschaftsdelegierten-Sprechtag in der WKNÖ zu.

V.l.: Albrecht Zimburg, Andreas Schmid, Heinz Walter, Gudrun Hager, Christian H. Schierer, Martina Madeo, WKNÖ-Direktor Franz Wiedersich,  Barbara Lehninger, Manfred Schmid, Peter Fuchs, Josef Treml, Cosima Steiner, Christian Kesberg und Eva Hahn.
© Ersan Ismani
AW-Sprechtag in der Wirtschaftskammer NÖ (v.l.): Albrecht Zimburg, Andreas Schmid, Heinz Walter, Gudrun Hager, Christian H. Schierer, Martina Madeo, WKNÖ-Direktor Franz Wiedersich,  Barbara Lehninger, Manfred Schmid, Peter Fuchs, Josef Treml, Cosima Steiner, Christian Kesberg und Eva Hahn.


Er hat sich bereits mit worst-case-Szenarien auseinandergesetzt und rät niederösterreichischen Unternehmen, dass sie sich genau überlegen sollen, was auf sie zukommen könnte, wie sie sich vorbereiten könnten und welche Umsetzungen wirklich Sinn machen. Checklisten, um einzuschätzen, wie stark das eigene Unternehmen betroffen sein wird,  gibt es auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich.

Vor allem Unternehmen, die wenig Know-how mit Export in Nicht-EU-Länder haben oder just-in-time liefern, werden sich auf Veränderungen durch den BREXIT gefasst machen müssen. Christian Kesberg prognostiziert zukünftig strengere Zollverfahren und Steuernachteile, trotzdem ist er überzeugt: „Großbritannien wird auch weiterhin die zweitgrößte Volkswirtschaft in Europa bleiben.”

Für den österreichischen Wirtschaftsdelegierten war die Entscheidung der Briten zum BREXIT nie eine wirtschaftliche, sondern eine Abstimmung gegen herrschende Bildungseliten. Erschwerend kommt hinzu, dass zwar für den Austritt gestimmt wurde, aber niemand sich vorher überlegt hat, was man stattdessen wolle. Sechs Monate kann nun noch verhandelt werden. Am 29. März, 23 Uhr endet automatisch die britische EU-Mitgliedschaft. Bis dahin heißt es weiterhin abwarten.

Die Chancen, dass UK dann zwar kein Mitglied der EU mehr ist, aber alles gleich bleibt, schätzt Kesberg mit 50 Prozent ein. Endet die Mitgliedschaft ohne Vereinbarung, dann sind von einem Tag auf den anderen die gleichen Zölle anzuwenden, wie für alle anderen Nichtmitgliedesländer. Großbritannien ist zwar für Österreich nur der neuntwichtigste Exportmarkt (der elftwichtigste für NÖ), aber der drittwichtigste für Deutschland.
Vom EU-Austritt Großbritanniens wird es auch wirtschaftliche Profiteure geben. Hier denkt Christian Kesberg an die Bauindustrie und Industriezulieferung, weil es auf der britischen Insel massive Infrastrukturprobleme gibt und Wohnungen knapp sind.

Prognosen für Irland im Aufwind

Josef Treml, Wirtschaftsdelegierter im Außenwirtschafts-Center Dublin, erklärt, dass das Vereinigte Königreich der wichtigste Handelspartner für Irland ist. „Irland importiert 50 Prozent der Lebensmittel von UK. Wenn es hier in Zukunft zusätzliche Zölle geben wird, wäre dies eine Chance für österreichische Exporteure”, so Treml.

Für die Republik Irland könnte der BREXIT eine Möglichkeit sein, die wirtschaftliche Abhängigkeit von Großbritannien noch weiter zu reduzieren. Die wirtschaftlichen Prognosen für Irland sind sehr positiv, das erwartete Wirtschaftswachstum für 2018 hat sich auf neun Prozent nahezu verdoppelt. Irland will sich auch als „Sprungbrett in die USA” positionieren. Gemeinsam mit Malta wäre Irland der einzige Staat in der EU, der Englisch als Amtssprache hat.

Im Jahr 2017 wurden Waren im Wert von 55 Millionen Euro von Niederösterreich nach Irland exportiert, was ein leichtes Plus zum Jahr davor darstellt. „Wir halten Augen und Ohren offen und schauen, wo sich Chancen auftun. Neuigkeiten werden sofort auf die Website wko.at gestellt oder als Newsletter versendet”, verspricht Josef Treml. 

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