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Boom der Fitnessbranche

Noch nie gab es so viele Fitnessbetriebe wie heute. Niederösterreich liegt bundesweit sogar in Führung. Das Potenzial ist aber noch lange nicht ausgeschöpft, blickt man auf andere europäische Länder. Wie es dem heimischen Fitness-Markt geht, vor welchen Herausforderungen die Branche steht und welche Chancen sich durch aktuelle Trends ergeben, lesen Sie hier.

Frauen haben heutzutage keine Angst mehr, schwere Gewichte zu stemmen. Funktionelles Ganzkörpertraining unter hoher Intensität liegt im Trend und bringt optimale Trainings-ergebnisse.  Spezialstudios  wie etwa CrossFit sind im Kommen.
© Matthias Bollmann Frauen haben heutzutage keine Angst mehr, schwere Gewichte zu stemmen. Funktionelles Ganzkörpertraining unter hoher Intensität liegt im Trend und bringt optimale Trainings-ergebnisse. Spezialstudios wie etwa CrossFit sind im Kommen.

1.201 aktive, gewerbliche Fitnessbetriebe gibt es derzeit in Österreich (Stand: 31.3.2018).
215 davon befinden sich in Niederösterreich. Damit hat unser Bundesland den ehemaligen
Spitzenreiter Wien (212 Betriebe) abgelöst. Mehr als ein Drittel des österreichischen Marktes teilen sich demnach Niederösterreich und die Bundeshauptstadt. "In den letzten Jahren verzeichnete die Branche jährlich ein Plus von durchschnittlich fünf Prozent an Fitnessbetrieben“, freut sich Fachverbandsobmann Gerhard Span über das kontinuierliche Wachstum (2017: + 5,9 %, 2016: + 6,1 %, 2015: + 4,1 %).

Billigketten mischen den Markt auf

Klar ist dieses Wachstum auch darauf zurückzuführen, dass sich Diskontanbieter im Land breitgemacht haben. Diese locken mit billigen Grundgebühren, jedoch müssen ihre Mitglieder stark reduziertes Service in Kauf nehmen. Der Einzug der Billigketten hat auch zur Folge, dass trotz der jährlich steigenden Mitgliederzahlen der Gesamtumsatz der Branche stagniert. Der durchschnittliche Beitrag der Mitgliedschaften ist in Österreich in den letzten zwei Jahren um 15 Prozent gesunken und beträgt momentan rund 50 Euro. 

Diskontern laufen die Mitglieder davon 

Diskontanbieter sprechen vor allem das jüngere Publikum an. Durch die geringen Beiträge ermöglichen sie Schülern und Studenten den Einstieg in den Fitnessbereich. Wird diese Kundenschicht älter, wechselt sie häufig das Studio. „Dies lässt sich aus der doppelt so hohe Fluktuation (50 - 60 Prozent) an Mitgliedern herleiten, die Diskonter im Vergleich zu Mittel- bis Höherpreisigeren Anbietern haben“, weiß NÖ-Branchensprecher Josef Reisenbichler, der diesen Zulauf auch in seinen Studios spürt.

Spezialstudios sind im Vormarsch

Groß im Kommen sind Fitnessbetriebe, die spezifische Kundengruppen ansprechen, wie etwa Frauen oder Pensionisten. Dazu zählen auch Betriebe, die sich einer Sportart oder Trainingsmethode verschrieben haben – Beispiele sind Mrs.Sporty, Power Plate oder EMS-Training. „Wir erleben schon seit einiger Zeit einen harten Verdrängungswettbewerb. Aktuell zeigt sich ein eindeutiger Trend hin zur Spezialisierung des Angebots am Fitnessmarkt“, analysiert Gerhard Span, Prokurist der Manhattan-Fitnessanlagen in Brunn am Gebirge und Wien. „Um am Markt wahrgenommen zu werden, ist eine eindeutige Positionierung wichtig. Als Mulitfunktionsstudio bieten wir bei Manhattan zum Beispiel eine breite Palette an Zusatzleistungen und Wellness-angeboten an“, so Span.

Gesundheitskunde gewinnt an Bedeutung

Für Premiumanbieter ist seit Jahren besonders der Gesundheitskunde interessant. Zivilisationskrankheiten nehmen rasant zu. „Nach einer medizinischen und physiotherapeutischen Behandlung bedarf es einer langfristigen, individuellen Betreuung im Reha- und Fitnessbereich durch qualifizierte Studios und Fachkräfte“, sind sich Josef Reisenbichler und Werner Weissenböck einig. Die beiden betreiben fünf Fitnessbetriebe (Gesund & Fit) in Niederösterreich und verfolgen seit Jahrzehnten die Entwicklung der Branche. Josef Reisenbichler: „Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements arbeiten wir mit den Unternehmen zusammen und entwickeln individuelle Trainingsprogramme für ihre Mitarbeiter.“ „Zum Einsatz kommt bei uns auch das Milon-Zirkeltraining. Hierbei handelt es sich um ein hochmodernes, computergesteuertes Trainingssystem, das nicht mit Gewichten, sondern mit elektronischen Widerständen arbeitet. Die Daten der Nutzer werden gespeichert und das Training an die Bedürfnisse angepasst. Die Geräte liefern genaue Auswertungen über die Fortschritte der Nutzer“, ergänzt Werner Weissenböck. 

Qualifizierte Fachkräfte braucht die Branche

Die Ansprüche an die Dienstleistungsqualität der Mitarbeiter in den Studios wird immer höher. Gut ausgebildetes Personal bringt den Fitnessbetrieben einen Wettbewerbsvorteil. „Wir sehen uns als kompetenter Ansprechpartner für Gesundheitsfragen. Die Lehrausbildung hat in unseren Gesund & Fit-Studios einen hohen Stellenwert“, informiert Reisenbichler, der insgesamt schon über 30 Lehrlinge ausgebildet hat. „Zehn unserer 25 MitarbeiterInnen haben wir selbst ausgebildet.“

Steuerliche Erleichterungen

Seit 2017 haben Firmen die Möglichkeit, ziel- und wirkungsorientierte Programme im Bereich der Gesundheitsförderung und -prävention für ihre Mitarbeiter steuerlich abzusetzen und zwar bis zu 500 Euro pro Mitarbeiter jährlich. Sind Fitness-Therapien aus medizinischer Sicht notwendig, können Kunden zudem bei kontinuierlicher Absolvierung des Trainings die Studiogebühr bei der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen und bekommen den Beitrag je nach Einkommen bis auf den Selbstbehalt rückerstattet.  

Österreich hat Aufholbedarf

Dass das Wachstumspotenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist, zeigt der europäische Vergleich: 8,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind eingeschriebene Mitglieder eines Fitnessbetriebs. Nachbar Deutschland kann eine Penetrationsquote von 12,9 Prozent vorweisen, Großbritannien liegt bei 14,8 Prozent, Schweden führt mit 21,4 Prozent das Fitness-Feld an (Quelle: Deloitte).


Gerhard Span, Fachverbands-Obmann der Freizeit- und Sportbetriebe in Österreich.
© WKÖ Gerhard Span, Fachverbands-Obmann der Freizeit- und Sportbetriebe in Österreich.
Josef Reisenbichler, Ausschussmitglied der Freizeit- und Sportbetriebe in NÖ.
© zVg Josef Reisenbichler, Ausschussmitglied der Freizeit- und Sportbetriebe in NÖ.
Werner  Weissenböck, Ausschussmitglied der Freizeit- und Sportbetriebe in NÖ.
© ZVG Werner Weissenböck, Ausschussmitglied der Freizeit- und Sportbetriebe in NÖ.


  • Immer mehr Frauen wollen stark statt dünn sein und können sich nicht nur für Zumba oder Yoga, sondern auch für das klassische Krafttraining begeistern.
  • Die Digitalisierung schreitet voran: Gelaufen wird in virtuellen Landschaften – Laufband und Sportuhr geben Trainingsdaten an Handy-Apps weiter – diese dokumentieren jegliche
    Daten und ermöglichen ein Vernetzen untereinander.
  • Back to Basics. Statt Hightech geht es hier um eine Rückbesinnung auf das Wesentliche: Retro-Equipment wie Medizinbälle, Springseile, Gewichte oder Turngeräte feiern ihr Comeback. Aber auch Körpergewichtstraining oder Outdoor Bootcamps beinhaltet dieser Trend.
  • HIIT (Hoch-Intensitäts-Intervall-Training) ist schon längst in den Trainingsplänen angekommen. Eine Form davon ist die Tabata-Methode, bei der zwischen hohen Belastungseinheiten und Ruhephasen abgewechselt wird.
  • Functional Training ist eine ganzheitliche Fitnessform. Der Trainingsfokus geht weg von isolierten Muskelpartien hin zu ganzen Muskelgruppen. Dabei werden alltagsnahe Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder mit kleinen Hilfsmitteln durchgeführt.
  • Fitness als Lifestyle-Trend. Ergänzend zum Sport geht es hier um eine angepasste Ernährung, Mode und Haltung. Inspirationen liefern Social Media-Stars, die ihre Zuschauer mit Bildern und Videos versorgen und so zeigen, wie sie sich fit halten.
  • Spezialtrainings in der Gruppe oder als Personal Training boomen – der Fitnessmarkt bietet unendlich viele Möglichkeiten. Sportbegeisterte boxen, tanzen und springen auf Trampolinen, sie setzen auf Vibrationsplatten oder Elektrostimulation und rollen ihre Faszien ab.
  • Quellen: Worldwide Survey of Fitness Trends, FIBO-Messe 2018,
    DSSV – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen

 Josef Baumann, Betreiber von CrossFit 3100 in St. Pölten
© ZVG Josef Baumann, Betreiber von CrossFit 3100 in St. Pölten
Die Gesellschaft verändert sich: Die Lebenserwartung steigt von Jahr zu Jahr und somit soll auch die Lebensqualität auf lange Sicht gesteigert werden. Es gilt, fit zu werden für den Alltag bis ins hohe Alter. CrossFit schließt genau hier an und macht die Generation von heute fit für morgen. Bei den Trainingseinheiten in der Gruppe kommen verschiedene Elemente wie Gewichtheben, Turnen oder Körpergewichtsübungen zum Einsatz. Eine Stunde startet mit einem Aufwärmteil, gefolgt von Mobilisationsübungen und einem Kraftpart. Höhepunkt ist ein kurzes aber intensives Workout. Trainiert wird dabei der ganze Körper – und zwar Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Ein Coach passt die Intensität der Übungen an das jeweilige Fitness-Level der TeilnehmerInnen an. 


Immer mehr Freizeitsportler holen sich professionelle Unterstützung durch Sportwissenschaftliche Beraterinnen und Berater. Unter Anleitung dieser Experten können Bewegungsfehler vermieden werden, was nicht nur die Trainingseffizienz steigert, sondern auch das Risiko von Verletzungen minimiert. Sportwissenschaftliche Berater helfen außerdem das eigene Potenzial voll auszuschöpfen. Sie finden für Menschen aller Altersgruppen die geeignete Bewegungsform in der optimalen Dosierung. Nach Erhebung des Istzustands werden für die Personen maßgeschneiderte Trainingspläne erstellt und umgesetzt. Auch Unternehmen greifen im Rahmen der „Betrieblichen Gesundheitsförderung“ immer häufiger auf sportwissenschaftlichen Support zurück. 
Edith Bierbaumer, Berufsgruppensprecherin der Sportwissenschaftlichen BeraterInnen
© Patrick Haberler Edith Bierbaumer, Berufsgruppensprecherin der Sportwissenschaftlichen BeraterInnen


Christoph Schwarz, Veranstalter des Austria IRONMAN 70.3 St. Pölten
© zVg Christoph Schwarz, Veranstalter des Austria IRONMAN 70.3 St. Pölten
Der IRONMAN in St. Pölten steht wieder vor der Tür – von 25. bis 27. Mai veranstalten wir im Rahmen des IRONMAN-Wochenendes insgesamt vier Bewerbe. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf den NÖ Firmentriathlon, der dieses Jahr wieder auf großes Interesse stößt. Die Teilnehmer haben dabei in der Staffel 250 Meter zu schwimmen, 15 Kilometer Rad zu fahren und drei Kilometer zu laufen. Distanzen, die alle bewältigen können. Beim NÖ Firmentriathlon stehen Teamgeist und Spaß an oberster Stelle. Gemeinsame Trainings im Vorfeld stärken den Zusammenhalt und bringen Abwechslung in den Büroalltag. Seid dabei, wenn wir am 25. Mai die fitteste Firma Niederösterreichs küren! 



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