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Gut gebloggt ist halb gewonnen

Social Media sind für Unternehmen heutzutage unerlässlich, sagt Bloggerin Victoria Fellner. Sie ist auf Instagram, Facebook und Pinterest aktiv, bloggt über Reisen, Livestyle und Familie auf vickyliebtdich.at

Die Bloggerin mit einem Glas in der Hand sitzt in einem Pool, im Hintergrund Berglandschaft.
© vickyliebtdich Instagram hat derzeit rund 2,3 Millionen NutzerInnen in Österreich. Die Plattform für Influencer, Blogger und Unternehmen immer wichtiger.

Nach dem Abschluss ihres Publizistik-Studiums wollte Victoria Fellner in diesem Bereich kreativ tätig sein und so gründete sie einen der ersten Familienblogs Österreichs. „Mein Sohn war damals gerade ein Jahr alt, so hat es sich angeboten über Babythemen zu schreiben und andere Dinge, die junge Frauen und Mütter interessieren“, beschreibt die Influencerin, warum sie 2011 ihren Blog gestartet hat. Nun hat sie mehr als 6.500 Abonnenten auf Instagram, 1.500 Personen folgen ihr Facebook und sie ist auch auf Pinterest und Twitter aktiv. Auf Twitter hat sie bereits 5.500 Tweets gepostet.

Victoria Fellner schätzt es, dass sie nicht hauptberuflich als Bloggerin ihr Geld verdient, denn dann müsste sie viele Aufträge annehmen, die sie nicht interessieren: „Ich arbeite als Marketing Managerin bei einem Softwareunternehmen. Der Blog und die Social Media-Aktivität sind mein liebstes Hobby.“ Sie kümmert sich auch in ihrem Beruf um die Social Media-Kanäle und weiß, wie wichtig eine gute Reichweite und die Interaktion in der jeweiligen Community sind. 

Sorgsame Planung von Zielgruppe und Kanal

Deshalb denkt sie, dass es für Unternehmen heutzutage unerlässlich ist, auf Social Media aktiv zu sein: „Man muss sich zuerst einmal überlegen, welche Zielgruppe man ansprechen möchte und welcher Kanal für die jeweilige Branche Sinn macht. Das kann neben Facebook und Instagram auch TikTok, YouTube, Xing, Linkedin oder Twitter sein. Wichtig ist, dass man regelmäßig postet, dabei kreativ ist und seinem Corporate Design treu bleibt.“

Und wie bekommt man nun Follower? „Das ist eine Frage, die sich jeder Blogger und Influencer regelmäßig stellt. Wichtig ist vor allem eine gute Community aufzubauen, das schafft man indem man selber sehr aktiv ist, viel liked und kommentiert und mit den Lesern interagiert“, erklärt die Insiderin. 

Positives Image durch Influcener für Betriebe

Porträtfoto
© Josef Bollwein Wolfgang Ecker, NÖ Spartenobmann Gewerbe und Handwerk
Auch die Wirtschaftskammer Niederösterreich setzt in der Sparte Gewerbe und Handwerk auf den Einsatz von Social Influencern. So werden in regelmäßigen Abständen BloggerInnen – darunter auch Victoria Fellner – eingeladen, verschiedene Betriebe zu besuchen und an Workshops teilzunehmen. „Mit unserer Craft-Tour bieten wir Handwerk und Gewerbe die verdiente Bühne und zeigen, was es bedeutet, Leidenschaft und Qualifikation zu verbinden“, betonte Wolfgang Ecker (NÖ Spartenobmann Gewerbe und Handwerk).
Vor Ort posten die Influencer dann auf Facebook, Instagram und Co, erstellen, 24 Stunden-Storys oder berichten in ihrem Blog. So will man die Begeisterung für das Handwerk über Social Media Kanäle teilen.


Kampagne auch mit kleinem Budget möglich

Unternehmen müssen sich – so wie bei jeder Werbetätigkeit – zunächst fragen, was ihre Zielsetzung ist, weiß Barbara Klinser-Kammerzelt, Dozentin an der Fachhochschule St. Pölten, Department Medien und Wirtschaft. Wenn dies fixiert sei, ergebe sich Vieles wie Budget, Werbeform, Verlinkung von selbst. „YouTube bietet dabei quasi für jede Zielsetzung und auch große wie kleine Budget passende Werbemöglichkeiten. Vorteil ist, dass auch mit recht wenig Budget bereits eine Kampagne gestartet werden kann. Wichtig hier jedoch: wenn ich 100 Euro einsetze, kann ich daraus kaum Schlüsse für künftige Maßnahmen ziehen“, erklärt die Werbeexpertin. Außerdem sei es wichtig, möglich mehrere verschiedene Formate zu testen, um herausfinden, worauf die Zielgruppe am besten anspricht.

Absolute Don‘ts: Keine schlechten Werbemittel verwenden, Targeting-Optionen nicht vernachlässig, klare Ziele setzen und die Erreichung überprüfen.


„YouTube-Channel ist für Unternehmen durchaus sinnvoll“

Porträtfoto
© Andreas Kraus Andreas Gebesmair, Leiter des Instituts für Medienwirtschaft an der FH St. Pölten.

„Im Auftrag der Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH (RTR) haben wir am Institut für Medienwirtschaft die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von YouTube-Channels in Österreich untersucht. Die Top 100 Channels in Österreich werden regelmäßig bespielt. Die Hälfte verwendet Englisch, um am internationalen Markt anzukommen.

Mehr als zwei Drittel der Channel-BetreiberInnen sind auch auf Google +, Facebook, Instagram und Twitter vertreten. Eine untergeordnete Rolle spielen Snapchat, Twitch oder Younow. Auf 84 Prozent der Channels sind Eigenproduktionen zu sehen, 78 Prozent der Channels werden von Einzelpersonen, zwei Personen oder Gruppen betrieben, nur 14 Prozent von Unternehmen. Ich denke, für größere Unternehmen ist es durchaus sinnvoll, im Rahmen einer integrierten Kommunikations-Strategie auf YouTube zu setzen und selbst einen Channel zu betreiben. Viele Unternehmen in NÖ – wie zum Beispiel Doka oder Prefa – aber auch wir als Fachhochschule
St. Pölten machen dies schon seit vielen Jahren. Allerdings darf der Aufwand nicht unterschätzt werden. Und die Abonnenten- und Aufrufzahlen sind natürlich nicht mit denen der Top-Channels vergleichbar."

„Werbung auf YouTube ist auch für österreichische Unternehmen höchst relevant“

Porträtfoto
© Martin Steinthaler Barbara Klinser-Kammerzelt, FH-Dozentin Departement Medien und Wirtschaft, FH St. Pölten.
Wie kann ein Unternehmen von YouTube profitieren?

Ein Unternehmen kann auf mehrere Arten von YouTube profitieren. Einerseits durch Recherche erkennen, welche Trends, Videos, User oder generelle Themen gerade Anklang finden und relevant in der jeweiligen Zielgruppe sind. Je nach Aktivitätsgrad lässt sich auch der Mitbewerb oder dessen Tätigkeit und Engagement analysieren und internationale Trends werden sichtbar. Durch das Betreiben eines eigenen Channels und den Upload von Videos kann einerseits Reichweite unter InteressentInnen generiert werden sowie Insights in die Nutzung von Videos und der Zielgruppe. Welche Inhalte kommen an, welche Videos werden bis zum Ende gesehen, welche nicht, wer sind die User, die meine Videos ansehen. Und schlussendlich durch Werbung auf YouTube – hier kann ich durch intelligentes Targeting sehr spezifisch meine Zielgruppe(n) ansprechen – regional, national oder international oder auch entsprechend hohe Reichweite generieren, wenn es mein Budget zulässt. Und damit natürlich auch Daten generieren, um meine zukünftigen Videos oder Kampagnen zu optimieren. 

Wo stehen österreichische im Vergleich zu internationalen Unternehmen bei der Nutzung von Werbung auf YouTube?

Aus meiner Advertiser- und Mediaagentur-Vergangenheit kann ich sagen, dass Werbung auf YouTube natürlich auch für österreichische Unternehmen höchst relevant ist, weil dort viele UserInnen zu finden und Targeting-Möglichkeiten sehr ausgereift sind. Vor allem, wenn Werbetreibende TV- oder Video-Kampagnen lancieren, sollte YouTube auf der Werbe-Agenda stehen oder zumindest in Betracht gezogen werden. Viele österreichische Unternehmen setzen auch bereits auf diesen Kanal.

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