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Erste Blitzschutz-Tagung

Das WIFI St. Pölten war Schauplatz der ersten Blitzschutztagung. Initiiert von Andreas Iser (Vorsitzender des Arbeitsausschusses Erdung & Blitzschutz der Elektrotechniker, WKÖ) besuchten rund 300 Besucher die Fachveranstaltung.

Blitz auf einem Nachthimmel.
© Pixabay
Blitzphysik und Blitzortung standen im Mittelpunkt des Vortrags von  Wolfgang Schulz. Deutliche Worte zur Praxis, die sich von den Vorschriften zur Errichtung von Erdungsanlagen oft deutlich unterscheiden, fielen bei der anschließenden Podiumsdiskussion. Gesprächsteilnehmer waren Landesinnungsmeister Friedrich Manschein (Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker), Fachgruppenobmann Helmut Pichl (Ingenieurbüros) und Martin Schranz (Fa. Zentraplan, Wr. Neustadt), moderiert von Veranstalter Andreas Iser. Da es bei Blitzschutzanlagen und Erdungen viele Schnittstellen gibt und sich besonders in der Planungsphase diese Schnittstellen als Herausforderungen zeigen, wurde der leider erkrankte Walter Seemann (Ausschussmitglied Bau) besonders schmerzlich vermisst.

Prozessablauf bei Erdungsanlagen

„Erdungsanlage – lästiges Übel oder doch wichtige Grundvoraussetzung“ war das Thema von Andreas Iser. Er illustrierte die Wichtigkeit der normgerechten Erdungsanlage mit  Fallbespielen zur normgerechten Position und Montage der Erderleitungen.

Die Schwierigkeiten zum Errichten einer Erdungsanlage beginnen bei der Planung, da der Prozess oft in umgekehrter Reihenfolge verläuft, als es die Errichtung verlangen würde. „Wie können wir effizienter den Start eines Bauprojektes angehen?“ war die Grundfrage an die Gesprächspartner. Ziel der Expertenrunde war es, alternative Lösungen für die gängige Praxis zu finden. Denn die bereitet vielfach Ärger. Der Lösungsansatz: Transparenz und Mut zum ersten Schritt, damit die Schnittstellenarbeit klar ablaufen und so besser gelingen kann.

Landesinnungsmeister Fritz Manschein wies darauf hin, dass es „einen Unterschied macht, ob Einfamilienhaus oder Gewerbebau beziehungsweise Wohnhausan­lage – denn bei Privaten fehlt oft der Planer, bei großen Baustellen ist wiederum die Schnittstellenarbeit die größere Herausforderung.“

Helmut Pichl (Ingenieurbüros) betonte, dass „seine Branche, die für die Planung und Überwachung des Bauvorhabens zuständig ist, erst aktiv werden kann, wenn der Auftrag fix ist – und dann kann es oft zu spät sein“. Bei Gewerbebauten, bei denen die Behörde von Anfang an dabei ist, sei dies einfacher. Aber für ihn sollten die Ansprechpartner für dieses Problem die Baumeister beziehungsweise Architekten sein, die eine Erdungsanlage als Fixum einplanen sollten.
Diese Meinung teilte auch  Martin Schranz: „Leider fehlt das Bewusstsein, dass die Erdungsanlage die Basis jeder elektrotechnischen Anlage sein sollte – hier wird oft fälschlich gespart“.

Rechtzeitig planen spart Zeit & Geld

Experten für Erdungen oder Blitzschutz sollten zeitgerecht in die Planungen involviert werden, da Unternehmen oft erst nach Fertigstellung der Betonsohle oder des Kellers kontaktiert werden. Dann ist es für eine korrekte und einfache Lösung zu spät. Mit einer rechtzeitigen Übermittlung der Baupläne kann den Verantwortlichen viel Zeit und Geld erspart werden.

Gegenläufig zur Idealsituation erledigen in der Praxis häufig die Bauunternehmen die Arbeit, die als erstes am Bau sind. Das wurde von den anwesenden Elektrotechnikern und Monteuren entschieden kritisiert, da hier die Ausführung von Nicht-Fachkräften gestattet ist. „Die Erdung ist eine elektrotechnische Aufgabe – ich habe kein Verständnis, dass Baufirmen das erledigen“, betonte  Helmut Pichl.

BIM, Bau-KG und der Nachwuchs

BIM (Building Information Modeling) war das Thema der Diskussion über Möglichkeiten zur besseren Kooperation. Dazu brachten die Teilnehmer unterschiedliche Erfahrungen ein: Einerseits dürfte es für Planer die Schnittstellenarbeit erleichtern, aber „besonders im Bereich der Elektrotechnik ist das Programm unpraktikabel“, berichtete Martin Schranz.

Die Veranstaltung wurde in der Abschlussrunde als Auftakt für mehr Bewusstsein zum Thema Blitzschutz und Erdung gewertet – besonders erfreulich war die Teilnahme zahlreicher Schüler aus den HTLs Mödling und Hollabrunn, auch die SchülerInnen der Landesberufsschule der Elektrotechnik Stockerau waren angereist. Andreas Iser betonte die Wichtigkeit, „sich bereits in der Ausbildung mit dem Thema Erdung auseinanderzusetzen“.

Gruppenfoto.
© Doris Bracher V.l.: Vortragender Wolfgang Schulz, Veranstalter Andreas Iser, LIM Friedrich Manschein, FGO Helmut Pichl (Ingenieurbüros) und Martin Schranz (Fa. Zentraplan, Wr. Neustadt).



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