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"Die Spuren sind gut gelegt ..."

Mit 1. Februar hat die Unternehmensberaterin Anne Blauensteiner von Dieter Holzer die Spitze der WKNÖ-Bezirksstelle Zwettl übernommen.

V.l.: Anne Blauensteiner und Sonja Zwazl freuen sich auf die Zusammenarbeit.
© David Schreiber V.l.: Anne Blauensteiner und Sonja Zwazl freuen sich auf die Zusammenarbeit.

WK-Bezirksstellenobfrau Anne Blauensteiner und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl im Doppel-Interview mit der NÖWI:

Frau Blauensteiner, was macht den Reiz der Aufgabe aus?

Blauensteiner: Mir ist es wichtig, Kontakt mit Unternehmerinnen und Unternehmern zu halten, auf sie zuzugehen und auch aufzuzeigen, was wir für tüchtige Unternehmerinnen und Unternehmer im Bezirk haben – wie ich es auch schon bei „Frau in der Wirtschaft“ gelebt habe. Dazu gehört vor allem auch, bei Betriebsbesuchen die Herausforderungen mitzunehmen, die die einzelnen Unternehmerinnen und Unternehmer haben – und in der Folge in der gemeinsamen Arbeit von Funktionären und Experten in der Wirtschaftskammer Lösungen für diese Herausforderungen zu finden. 

Zwazl: Anne Blauensteiner ist jemand, der gut zuhören kann. Der in der Interessenvertretung für unsere Wirtschaft bereits jede Menge Erfahrung hat. Sie kennt als langjährige Bezirksvertreterin von „Frau in der Wirtschaft“ die oftmalige Doppelbelastung von Unternehmerinnen mit der Vereinbarkeit von Betrieb und Familie, setzt sich aber auch schon über sieben Jahre für die gesamte Wirtschaft im Bezirk ein. Sie geht auf jedes branchenspezifische Problem ein, nimmt die Anliegen auf und schaut, dass bestmögliche Lösungen gefunden werden.

Wo liegen die großen Herausforderungen für die Zwettler Wirtschaft?

Blauensteiner: Eine zentrale Herausforderung sind sicher die relativ langen Anfahrtswege, die unsere Wirtschaftstreibenden und Beschäftigten zum Kunden haben. Viele unserer Kunden sitzen ja in Ballungsräumen wie Wien oder St. Pölten. Gerade unsere Handwerksbetriebe sind da oft betroffen. Und das Straßennetz ist da noch nicht überall so gut erschlossen.

Ein zweites Problem ist das Absaugen und Auspendeln von Fachkräften, aber auch die Tatsache, dass in den nächsten Jahren eher geburtenschwache Jahrgänge ins Erwerbsleben nachrücken. Es gibt Prognosen, wonach wir bis 2030 im Waldviertel 13.000 Menschen weniger im erwerbsfähigen Alter haben, im Bezirk sind es 3.700. Zum Teil können Unternehmen jetzt schon Aufträge nicht mehr annehmen, weil ihnen Fachkräfte fehlen.

Was tut man da dagegen?  

Blauensteiner: Die Erreichbarkeit, der Ausbau des bestehenden Straßennetzes und des öffentlichen Verkehrs sind für Fachkräfte wichtig. 

Und die Waldviertelautobahn?

Blauensteiner: Die hat viele Befürworter, aber es gibt auch Gegenstimmen. Die Straßeninfrastruktur ist am Land natürlich ein großes Thema, andere Infrastrukturmaßnahmen aber auch, wie etwa ein rascher Breitbandausbau. Die Autobahn alleine wird uns nicht helfen.
Zwazl: In Sachen Fachkräfte tragen außerdem bereits die vielfältigen Initiativen der WKNÖ – vom NÖ Begabungskompass bis zu Let’s Walz – Früchte. Seit Ende 2015 ist die Zahl der Lehranfänger in unseren Betrieben um 15,1 Prozentgestiegen. Ich bin zuversichtlich, dass sich der Trend zur Lehre noch weiter verstärkt.

Jetzt haben wir über Herausforderungen gesprochen. Gehen wir’s einmal umgekehrt an: Wo liegen die besonderen Stärken der Wirtschaft im Bezirk?

Blauensteiner: Wir sind eher kleinstrukturiert, haben nicht so viele große Industriebetriebe. Das macht uns in schwierigen Zeiten, wenn sich plötzlich gewohnte Rahmenbedingungen ändern, besonders flexibel und anpassungsfähig und damit besonders stabil.
Darüber hinaus gibt es in unseren Unternehmen, gerade auch den vielen Familienbetrieben, einen besonders starken Zusammenhalt und ein klares, tief verwurzeltes Bekenntnis zum ländlichen Raum. Das gilt für Unternehmer wie Beschäftigte.

Frau Präsidentin, Sie haben sich für die WKNÖ-Bezirksstellen immer besonders stark gemacht. Warum sind diese für Sie so wichtig?

Zwazl: Unsere Bezirksstellen sind ganz entscheidende Schalt- und Servicehebel unserer Wirtschaftskammer – weil sie direkt vor Ort und der erste Ansprechpartner für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer sind. Umso wichtiger ist es, dass wir in den Bezirksstellen sowohl gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie auch engagierte Funktionärinnen und Funktionäre haben, die aus der Praxis sind und genau wissen, wie es in Unternehmen läuft. Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer in den Regionen verdienen höchsten Respekt.  

Was macht Anne Blauensteiner anders als ihr Vorgänger Dieter Holzer, der die letzten sechs Jahre Obmann war?

Blauensteiner: Dieter Holzer ist für mich der große Lehrmeister und das große Vorbild – vor allem auch, was die hervorragende Zusammenarbeit in der Bezirksstelle angeht. Er hat so Vieles aufgebaut, etwa bei der Berufsorientierung und der Zusammenarbeit mit den Schulen. Wir haben in den letzten Jahren schon intensiv zusammengearbeitet, diese Arbeit werde ich – natürlich auf meine Art und Weise – fortsetzen. Die Spuren sind gut gelegt, auf ihnen lässt sich gut weitergehen.

Zwazl: Ich weiß, dass die gute Arbeit, die in der Bezirksstelle Zwettl unter dem bisherigen Obmann Dieter Holzer geleistet wurde, mit ihr in bester Weise weitergeführt wird. Sie ist eine Teamspielerin. Das ist ganz einfach wichtig, weil wir in der Wirtschaftskammer nur dann unsere volle Kraft entfalten können, wenn alle an einem Strang ziehen.


Zur Person:

Anne Blauensteiner ist Unternehmensberaterin und Zertifizierte Wirtschaftstrainerin mit Sitz in Zwettl. Seit 2011 ist sie im Bezirksstellenausschuss Zwettl sowie als Bezirksvertreterin von „Frau in der Wirtschaft“ aktiv, die letztgenannte Funktion will sie im Frühjahr an eine Nachfolgerin übergeben. Darüber hinaus ist Anne Blauensteiner Bildungsgemeinderätin in der Stadt Zwettl. 

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