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Stark ist, wer Hilfe annimmt!

Wenn Unternehmerinnen oder Unternehmer für ihren Betrieb ausfallen, kann dies existenzgefährdende Folgen haben – gerade in Kleinbetrieben. Bei Krankheit, Spitalsaufenthalt oder Babypause springt die Betriebshilfe für die Wirtschaft, eine Initiative der WKNÖ mit Unterstützung der SVA, rasch und unbürokratisch ein – und das seit nunmehr 23 Jahren.

Betriebshilfe
© Fotolia

„Die Betriebshilfe ist ein Paradebeispiel für eine konkrete, handfeste Unterstützung, wenn es für Betriebe eng wird, weil die Chefin oder der Chef ausfällt“, weiß WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, die den Verein Betriebshilfe für die Wirtschaft 1994 mit Unterstützung der SVA ins Leben gerufen hat.
Grundüberlegung war, ein betriebliches Sicherheitsnetz zu spannen, damit ein längerer Spitalsaufenthalt oder eine Babypause bei kleinen Unternehmen nicht zu einer Notlage führt. „Die gesundheitlichen Sorgen kann einem die Betriebshilfe nicht nehmen, die wirtschaftlichen jedoch sehr wohl“, ist Zwazl überzeugt.

Profis am Werk

Betriebshelfer sind Fachkräfte aus der Wirtschaft, die für 40 Stunden in der Woche im Betrieb einspringen. Diese sind oftmals ehemalige Selbstständige mit langjähriger Erfahrung. „Betriebshelfer können anpacken und wissen, was zu tun ist, damit ein Betrieb – trotz Ausfall des Chefs – weiterläuft“, informiert Betriebshilfe-Geschäftsführer Rainer Lindmayr. 

Erfolgsmodell aus NÖ

Bis 2002 wurde das Burgenland und bis 2005 wurde Wien von der NÖ Betriebshilfe mitbetreut, mittlerweile gibt es sie auch in Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Tirol und Vorarlberg. Eine österreichweite Erfolgsgeschichte, die ihren Ursprung in Niederösterreich genommen hat – und auch im Ausland immer wieder auf Interesse stößt.

Mehr als 2.700 Einsätze

Bisher wurden mehr als 2.700 Einsätze geleistet, mit einer durchschnittlichen Dauer von 400 Stunden. „Gerade für Ein-Personen-Unternehmen und Kleinbetriebe ist die Betriebshilfe eine wichtige Stütze, denn 85 Prozent der Einsätze finden in Unternehmen mit weniger als zwei MitarbeiterInnen statt“, weiß Zwazl.


Sonja Zwazl
© Kraus
„85 Prozent der Einsätze kommen Ein-Personen-Unternehmen oder Kleinbetrieben zugute.“
WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Initiatorin der Betriebshilfe



Interview mit Rainer Lindmayr, Geschäftsführer der Betriebshilfe

 „Rasche Hilfe ist uns wichtig – Betriebshelfer sind sofort zur Stelle!“

NÖWI: Sie sind seit einem Jahr Geschäftsführer der Betriebshilfe. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Lindmayr: In diesem Job ist Einfühlungsvermögen gefragt, denn man ist mit vielen schwierigen Situationen konfrontiert. Ein offenes Ohr für die Probleme der UnternehmerInnen zu haben und eine rasche, unbürokratische Hilfe zu leisten, sind mir bei meiner Arbeit besonders wichtig.

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die Betriebshilfe einspringt?

Selbstständig Erwerbstätige können die Betriebshilfe in Anspruch nehmen, wenn sie bei der SVA in der Krankenversicherung pflichtversichert sind, Mitglied bei der WKNÖ sind und eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 14 Tagen vorliegt. In den Fällen von Krankheit, Unfall, Operation oder einem bewilligten Rehabilitationsverfahren können wir eine Ersatzarbeitskraft für maximal 70 Einsatztage (plus fünf Einschulungstage davor) zur Verfügung stellen. Bis zu einer Einkommensgrenze von 20.062,20 Euro (Stand 2017), die jährlich angepasst wird, kann die Betriebshilfe kostenlos gewährt werden. Bei höheren Einkommen wird ein gestaffelter Kostenbeitrag verrechnet. Eine besondere Einsatzvariante bilden unsere Baby-Einsätze: In der Mutterschutzzeit (acht Wochen vor und nach der Geburt) können wir als Betriebshilfe unabhängig dieser Einkommensgrenze helfen. 

Wie sieht die Unterstützung durch die Betriebshilfe in der Praxis aus?

Der Verein stellt eine Arbeitskraft für 40 Wochenstunden zur Verfügung. Diese Betriebshelfer sind in der Regel Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung, die früher oftmals selbstständig tätig waren. Da jeder Betriebshilfe-Einsatz anders ist, müssen sie äußerst flexibel sein. Wir sind auch immer wieder auf der Suche nach neuem Personal, das uns und die nieder-österreichischen UnternehmerInnen unterstützen möchte. Derzeit haben zehn Betriebshelfer bei uns eine Festanstellung. Diese sind aus der Gastronomie, dem Friseurgewerbe oder Tischler. Gerne greifen wir auch auf Arbeitskräfte zurück, die uns schon in der Vergangenheit zuverlässig unterstützt haben. Personal anderer Branchen suchen wir mit Hilfe des AMS. 

Wie schnell kann man im Fall des Falles mit einer Hilfe rechnen?

Wenn wir einen passenden Betriebshelfer zur Hand haben, kann dieser bereits ein bis zwei Tage später einspringen. Betrifft es ein Gewerbe, wo erst Personal gesucht werden muss, dann kann es auch länger dauern. 

An wen wende ich mich, wenn ich betroffen bin?

An den Verein Betriebshilfe für die Wirtschaft, Rathausplatz 5, 3400 Klosterneuburg, E-Mail: office@betriebshilfe.at, Telefon:  02243/34748, Fax: 02243/31355, www.betriebshilfe.at


Rainer Lindmayr
© ZVG
„Betriebshelfer sind Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung, die perfekte Unterstützung leisten können.“
Rainer Lindmayr, Geschäftsführer der Betriebshilfe



Die Betriebshilfe bietet Unterstützung bei Krankheit, nach Unfällen, Operationen und leistete bisher 480 Baby-Einsätze. Zwei Mütter – aus dem Gründungsjahr und von heuer – schildern ihre Erfahrungen:


Susanne Steiner mit  ihrem Sohn Michael
© ZVG Susanne Steiner mit ihrem Sohn Michael
„Als ich vor 23 Jahren schwanger wurde, las ich in der NÖWI über die neue Initiative der WKNÖ-Betriebshilfe. Damals führte ich einen Friseursalon in der St. Pöltner Brunngasse. Ich habe dort angerufen, meinen Fall geschildert und es wurde sofort nach einer passenden Arbeitskraft gesucht. Eine tüchtige Friseurin aus Krems ist damals für mich im Geschäft eingesprungen. Da ich eine Problemschwangerschaft hatte, war ich froh, dass so rasch ein Ersatz für mich gefunden wurde und die ganze Abwicklung so unkompliziert war. Mein Sohn Michael kam am 1. Dezember 1994 zur Welt. Seit einigen Jahren bin ich als mobile Friseurin im Bezirk St. Pölten unterwegs und froh, noch immer selbstständig tätig zu sein.
Mittlerweile frisiere und style ich bereits die Kinder meiner KundInnen. Der Betriebshilfe bin ich für die Unterstützung damals noch immer sehr dankbar.“


Julia Gatek mit  ihrem Sohn Paul
© ZVG Julia Gatek mit ihrem Sohn Paul
„Während meiner Schwangerschaft bin ich im Internet auf das Angebot der WKNÖ-Betriebshilfe gestoßen. Anfangs etwas skeptisch, war ich dann echt überrascht, dass alles so einwandfrei und kurzfristig geklappt hat. Kurz nachdem ich die Betriebshilfe kontaktiert hatte, wurde eine geeignete Arbeitskraft für meinem Salon ‚Spa 2 Go‘ in Wr. Neudorf gefunden. Am 22. September 2017 wurde mein Sohn Paul geboren. GF Rainer Lindmayr von der Betriebshilfe hat mich während der ganzen Zeit super betreut und nachgefragt, ob alles passt. Da die Aushilfe sowohl Fußpflege als auch Nageldesign beherrschte, konnte sie gleich beide Bereiche gut abdecken. Hätte ich eine Vollzeitstelle in meinen Salon frei, dann würde sie diese auch bekommen. Denn sie war verlässlich und alle waren sehr happy mit ihr.“


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