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„Bestatter war mein Wunschberuf“

Walter Unterbergers tägliche Aufgabe ist es, Menschen in schweren Situationen zu unterstützen. Für den jungen Grestner Unternehmer ist es eine schöne Herausforderung, Verstorbenen einen würdigen letzten Weg zu ermöglichen und die passenden Worte zu finden.

Selfie-Foto vor der Schallaburg.
© Walter Unterberger Familie Unterberger, v.l.: Walter, Moritz, Jasmin und Lara.

„Ich wollte schon von klein auf Bestatter werden“, war sich Walter Unterberger schon sehr früh über seine Berufswahl im Klaren. Als Kind war sein Vater das große Vorbild, im Garten spielte der Unternehmer aus Gresten Bestattungen nach, wobei Insekten in einer Kartonschachtel beerdigt wurden.

Nach dem frühen Tod des Vaters – Unterberger war damals elf Jahre alt – hat seine Mutter den Betrieb geführt, mit 22 Jahren hat er diesen dann übernommen. Durchschnittlich ein bis zwei Begräbnisse pro Woche sind zu meistern.

„Das Schöne an meinem Beruf ist, dass ich Menschen in schwierigen Situationen helfen kann. Ich gebe ihnen die Zeit zum Trauern und erweise den Verstorbenen einen letzten Dienst. Wenn ein Toter im Sarg liegt und lächelt, habe ich etwas richtiggemacht“, sieht der 38-Jährige nur das Positive an seiner Tätigkeit. Auch wenn diese oft herausfordernd ist, bleibt es abwechslungsreich, denn in der Früh weiß er nie, was im Laufe des Tages alles passieren wird. Für den Fall der Fälle muss er 24 Stunden am Tag erreichbar sein.

Trauerreden sind für Walter Unterberger keine Schwierigkeit, einfühlsame Worte seine Spezialität: „Wir hatten vor ein paar Tagen das Begräbnis eines elfjährigen Kindes mit mehreren Geschwistern unter zehn Jahren. Die Mutter hat mir zurückgemeldet, dass meine Rede einen Sohn so beeindruckt hat, dass er mit meinen Worten die restliche Familie tröstet.“ Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis sind bei einem Bestatter immer gefragt: „Da bin ich schon von klein auf reingewachsen.“

Beruf der zukünftigen Frau zuerst verheimlicht

Mit dem Tod selbst schon früh durch den Verlust des Vaters konfrontiert, musste Walter Unterberger noch einen weiteren Schicksalsschlag hinnehmen. Vor zwei Jahren verstarb sein älterer Bruder. „Auch für ihn habe ich das komplette Begräbnis abgehalten, das war mir sehr wichtig“, erinnert er sich. Ohne Tränen ging das natürlich nicht. „Doch man kann Stopps machen und dann wieder die richtigen Zeilen finden.“ 

Die Bestattung sowie den Blumen-, Geschenkartikel- und Spielwarenhandel führt Walter Unterberger gemeinsam mit seiner Gattin Jasmin: „Als ich sie kennengelernt habe, wollte ich zuerst verheimlichen, dass ich Bestatter bin, doch sie hat sich nur gewundert, warum ich da ein Geheimnis daraus mache. Wir ergänzen uns sehr gut. Sie ist im Betrieb immer an meiner Seite.“ Und die nächste Generation ist ebenfalls schon gesichert: Eine zwölfjährige Tochter und ein sechsjähriger Sohn werden bereits ins Unternehmen eingebunden. Besonders gefreut hat den Familienvater, dass der Sechsjährige in ein Freundebuch als Berufswunsch „Bestatter“ geschrieben hat. Ob der den Betrieb einmal wirklich übernimmt, wird sich jedoch erst zeigen.

Familienbetrieb seit bald 400 Jahren

Bestatter ist die Familie Unterberger in dritter Generation, seit fünf Generationen ist man im Handel tätig. Am Standort in Gresten wird bereits seit 1650 eine Hufschmiede betrieben. 

„1808 haben die Unterbergers mit einer Weißgärberei, Buchbinderei und Glaserei begonnen, 1880 wurde eine Tischlerei betrieben, 1954 kam ein Sägewerk und eben die Bestattung dazu“, weiß Walter Unterberger von der Familienchronik zu berichten. 

Heute wird neben der Bestattung und der Floristik auch das „Geschenkseckerl“ betrieben, wo Geschenke, Dekorationsartikel und Spielwaren angeboten werden – „weil es danach Bedarf im Ort gab.“


Mehr Informationen zu den Grestner Unternehmen unter:
geschenkseckerl.at
bestattung-unterberger.at

Bild vom Verkaufsraum
© Walter Unterberger Das „Geschenkseckerl“ in Gresten, hier werden Blumen, Geschenke, Dekorationsartikel und Spielwaren angeboten.

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